Stabæk IF     
3
:
1
Haka Valkeakoski
  Stabæk IF Offiziell
Stabæk Support
Stabæk Inferno
Gjettum Ultras
:
  Haka Offiziell
UEFA-Cup 04/05 - Donnerstag, 12.August 2004, 19.00 Uhr

Stabæk IF - FC Haka Valkeakoski (0:0) 3:1


Spielort: Ullevaal Stadion, Oslo
Zuschauer: 1.240
SIF: Knudsen - Muri, Kjølø, Skjønsberg, Holter - Stenersen, Ohr, Wowoah (64.Finstad), Andresen - Markegård (64.Hauger), Gunnarsson (77.Olsen)
FCH: Vilmunen - Kangaskorpi, Okkonen (55.Salli), Pasoja, Ylönen - Torkkeli (83.Innanen), Karjalainen, Ristilä, Terehkov - Nenonen (75.Lehtinen), Popovich
Tore:
0:1 Popovich (49.), 1:1 Gunnarsson (50.), 2:1 Markegård (53.), 3:1 Olsen (90.)
Schiedsrichterin: Nicole Petignat (Schweiz)
Gelb-Rot: Andresen (73.)

Für Stabæk stand der dritte Auftritt im Europacup an. 1999/2000 war man als Pokalsieger 1998 automatisch für die erste Hauptrunde qualifiziert und scheiterte nur knapp an Deportivo La Coruña. In der Saison 2002/2003 nahm man durch den vierten Platz in der Meisterschaft in der Qualifikation teil und besiegte dort souverän Linfield FC. In der ersten Hauptrunde unterlag man wiederum sehr knapp und unglücklich, diesmal dem RSC Anderlecht.

Durch den dritten Platz der vergangenen Saison darf man in dieser Saison erneut an der Qualifikation für die erste Hauptrunde teilnehmen. Bei der Auslosung hatte man etwas Pech, denn man zog als gesetzter Verein einen der besten ungesetzten Klubs, nämlich den finnischen Tabellenführer FC Haka Valkeakoski.

Für das Hinspiel musste man ins norwegische Nationalstadion nach Oslo umziehen, wo normalerweise die norwegische Nationalmannschaft und die beiden Erstligaklubs Lyn und Vålerenga ihre Heimspiele austragen.

Bei traumhaftem und schweißtreibendem Sommerwetter kamen nur ca. 1.400 Zuschauer ins Ullevaal Stadion, was wohl daran lag, dass viele den Strand und das Sonnenbaden dem Fußball vorzogen. Die Unterstützung für die Gastgeber war trotzdem gewohnt gut. Die Gäste aus Finnland wurden von ca. 20 Fans unterstützt, die sich ab und zu einmal mit "Haka, Haka"-Rufen zu Wort meldeten.

Die erste Halbzeit plätscherte ohne nennenswerte Höhepunkte hin. Stabæk war zwar optisch überlegen, aber konnte nicht wirklich überzeugen und sich wenig gute Chancen erspielen.

Nach der Pause überschlugen sich dann die Ereignisse. Mit ihrem allerersten Angriff und der allerersten Torchance erzielten die Gäste aus Finnland das 0:1 kurz nach der Pause. Aber bereits im Gegenzug konnte der isländische Stürmer Veigar Gunnarsson den Ausgleich erzielen. Nur drei Minuten später markierte Eirik Markegård das 2:1 für die Gastgeber. Beide Treffer wurden vom besten Mann auf dem Platz, Stabæks Spielmacher Martin Andresen, mit genialen Pässen vorbereitet. Der Kapitän der norwegischen Nationalmannschaft wurde aber noch zum tragischen Held des Spiels.

In der 73. Minute wurde er von der schweizerischen Schiedsrichterin Nicole Petignat mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Ein dummes Grätschen an der Mittellinie bedeutete die verdiente zweite gelbe Karte für ihn in diesem Spiel. "Ich war ganz sicher, dass ich in den Ball bekommen würde", sagte Andresen nach dem Spiel. Dieser Platzverweis war natürlich ein großer Schock und ohne seinen besten Spieler wirkte Stabæk in der Folgezeit kopflos.

Erst kurz vor dem Anpfiff sorgte Inge André Olsen mit seinem Tor zum 3:1 nach Vorarbeit von Stian Ohr für neue Hoffnung. Jetzt erwartet Stabæk beim Rückspiel in Finnland ein heißer Tanz, auch wenn man mit Sicherheit nicht chancenlos ist.