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1.Bundesliga 04/05 - Samstag, 20.November 2004, 15.30 Uhr
FSV Mainz 05 - VfL Bochum (1:0) 1:0

Spielort: Stadion am Bruchweg, Mainz
Zuschauer: 20.300 (ausverkauft)
FSV: Wache - Nikolic, Friedrich, Noveski, Weigelt - Gerber, Kramny (83.Abel), Babatz, da Silva (90.Rose) - Auer, Casey (83.Weber)
VfL: van Duijnhoven - Colding, Kalla, Knavs, Meichelbeck - Preuß, Zdebel (61.Maltritz) - Wosz (46.Misimovic) - Trojan (46.Bechmann), Madsen - Lokvenc
Tore:
1:0 da Silva (19., Linksschuss)
Schiedsrichter: Dr. Franz-Xaver Wack

Mein dritter Besuch am Bruchweg hätte noch vor ein paar Monaten »Aufsteiger gegen UEFA-Cup-Teilnehmer« mit klarer Favoritenrolle des VfL heißen müssen. Ein gutes Beispiel, wie schnell sich im Fußball alles drehen kann, war dieses heutige Aufeinandertreffen. Die Gastgeber, die vor der Saison noch als Absteiger Nummer Eins galten, sind plötzlich das Shooting-Team der Bundesliga und Favorit gegen ein völlig verunsichertes und gegen den Abstieg kämpfendes Team aus Bochum.

Mein erster Besuch am Bruchweg datiert aus der Saison 1995/96, wo man am letzten Spieltag aufeinandertraf. Der VfL Bochum stand vor dem Spiel bereits als Aufsteiger und Zweitliga-Meister fest, und nahm das Spiel nicht mehr sonderlich ernst. Der Gastgeber aus Mainz konnte durch einen 1:0-Sieg den Klassenerhalt in der 2.Bundesliga endgültig sichern. Das einzige Tor des Tages fiel bereits in der 7. Spielminute durch Marco Weißhaupt. Jeweils ein Spieler aus beiden Mannschaften stand immerhin auch heute noch auf dem Platz. Bei den Mainzern ist das natürlich Dimo Wache und beim VfL natürlich Dariusz Wosz. Dazu spielte noch Thordur Gudjonsson, der heute aber nur auf der Bank beim VfL saß.

Beim zweiten Besuch in der Saison 1999/2000 waren die Vorzeichen schon anders. Durch einen 1:0-Auswärtserfolg in Mainz schaffte der VfL wieder den Anschluss an die Spitzenplätze der 2.Bundesliga. Trotzdem stand Mainz nach dem Spiel noch einen Punkt vor dem VfL, am Ende der Saison stieg der VfL auf, und Mainz schaffte wieder einmal den Klassenerhalt. Das goldene Tor schoss damals Delron Buckley in der 44. Minute. Trainer beim VfL war damals Bernard Dietz, in seinem 5. Spiel als Nachfolger von Ernst Middendorp. Bei den Gastgebern aus Mainz stand damals ebenfalls Dimo Wache im Tor. In der Abwehr spielte damals bei Mainz ein gewisser Jürgen Klopp, der heutige Chefcoach der Rheinhessen. Beim VfL ist nur noch Michael Bemben übrig geblieben, der heute auch nur auf der Bank saß.

Auch in diesem Jahr gab es Parallelen zu den vorherigen beiden Begegnungen, die ich in Mainz gesehen habe. Wiederum gab es einen 1:0-Sieg (diesmal wieder für Mainz) und wiederum fiel das einzige Tor bereits vor der Pause. Der VfL hatte dabei allerdings viel Glück, dass es zur Pause nur 1:0 stand, denn er spielte wieder einmal (wie so oft in dieser Saison) ohne jegliches Selbstvertrauen, hatte in der ersten Halbzeit nicht eine einzige Torchance und in der Abwehr brannte es zig Mal lichterloh. Ein sehenwerter Knaller aus spitzem Winkel von Antonio da Silva brachte in der 19. Minute die Führung für den FSV Mainz.

Neuen Schwung beim VfL sollten "Zwetschge" Misimovic und Tommy Bechmann bringen, die nach der Pause eingewechselt wurden. Aber mehr als Kampf und Bemühen sprang für den VfL eigentlich nicht heraus. Dazu hatte Mainz trotzdem weiter die besseren Torchancen. Die beste Torchance des VfL vergab Tommy Bechmann, als er frei auf das Tor zulief, den Ball aber knapp rechts neben das Tor setzte.

Mit Eigenschaften, die in der letzten Saison noch den VfL auszeichneten - mit viel Leidenschaft, Kampf, spielerisch stark und sehr viel Selbstvertrauen ausgerüstet - besiegte Mainz den VfL alles in allem hochverdient, und wird, wenn sich an der Heimstärke nicht viel verändert, den Klassenerhalt früh sichern können, während der VfL wahrscheinlich wieder eine Saison erleben wird, in der man bis zum letzten Spieltag gegen den Abstieg kämpft.