VfB Solingen 1910   
 
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1. FC Mönchengladbach
  VfB Solingen Offiziell
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  1.FC Mönchengladbach Offiziell
Landesliga Niederrhein 2018/2019 - Sonntag, 10. Februar 2019, 15:30 Uhr
VfB Solingen - 1. FC Mönchengladbach (0:0) 0:1

Spielort: Sportanlage Am Bavert, Solingen
Zuschauer: 80

Tore:
0:1 Schellhammer (69.)
Schiedsrichter: Rolf Kramer (Wuppertal)

Bei absolutem Traumwetter (+8°C, Dauerregen, Dauergrau und Sturm) ging es an diesem Sonntag mal wieder ins Bergische Land hinauf. Die 158.000-Einwohner-Großstadt Solingen wird auch die "Klingenstadt" genannt, weil sie vor allem als das Zentrum der Schneidwarenindustrie deutschlandweit und sogar weltweit bekannt ist. An diesem Nachmittag (Vorsicht: Jetzt folgt ein genialer Wortwitz!) kreuzten an der Sportanlage am Bavert der heimische VfB Solingen und der 1. FC Mönchengladbach die Klingen. Seit der Auflösung von Union Solingen, das ja immerhin von 1975 bis 1989 14 Jahre durchgängig in der 2. Bundesliga spielte (diesen Rekord könnte der VfL Bochum bald toppen), ist der VfB Solingen in Sachen Fußball die neue, derzeit unangefochtene Nummer eins der Stadt. Während die beiden selbsternannten Nachfolgeklubs von "Eisern Union" nur in der Kreisliga herumkrebsen, spielt der VfB immerhin seit dieser Spielzeit in der sechstklassigen Landesliga Niederrhein. Während der VfB aber "nur" im Mittelmaß beheimatet ist, kam der heutige Gegner 1. FC Mönchengladbach als Spitzenreiter ins Bergische Land.

Und durch den heutigen Auswärtssieg beim VfB Solingen darf der 1. FC Mönchengladbach als Tabellenführer (nach 22 von 36 Spieltagen) weiter ernsthaft vom Aufstieg in die Oberliga Niederrhein träumen. Dieser Erfolg war allerdings äußerst glücklich, denn die klar bessere Mannschaft über die 90 Minuten waren die Gastgeber aus der Klingenstadt. Aber (Achtung: Es folgt ein weiterer genialer Wortwitz!) ein Hammer von Schellhammer entschied diese Partie. Ein Schuss wie ein Strich, aus ca. 20 Metern, der unhaltbar oben in den Winkel einschlug, durch den Kapitän der Mönchengladbacher war das Tor des Tages. Also aus Mönchengladbacher Sicht ein dreckiger Sieg, im Stile einer Spitzenmannschaft, denn die Gastgeber konnten keine ihrer zahlreichen Torchancen nutzen, während den Gästen quasi die eine einzige Großchance zum Sieg reichte.

Die "Sportanlage am Bavert" in Solingen ist nichts besonderes, aber sicherlich besser als viele andere Anlagen. Denn auf einer Längsseite hat man immerhin durchgängig drei Stehstufen zu bieten, die teilweise sogar noch mit Sitzbänken garniert worden sind. Hinter einem Tor gibt es nochmal drei Stehstufen, deren Nutzen man allerdings nicht sofort erkennt. Aber es könnte mit dem Sandkasten davor zu tun haben. Hinter dem anderen Tor befindet sich das Vereinsheim des VfB Solingen, das irgendwie den Charme der 1980er Jahre versprüht, aber trotzdem irgendwie auch gemütlich wirkt.

Bereits vor zwei Wochen wollte ich eigentlich das Nachholspiel des VfB Solingen gegen den Nachbarn FC Remscheid besuchen. Das war allerdings leider nicht möglich, denn dieses Spiel musste aus Sicherheitsgründen an einem geheimen Ort, zu einer geheimen Uhrzeit, ausgetragen werden. Zwar gibt es von Fanseite zwischen dem VfB Solingen und dem FC Remscheid eigentlich keinerlei Rivalität, aber man befürchtete wohl ein Treffen der immer noch aktiven Fans des ehemaligen Union Solingen mit Gleichgesinnten vom FC Remscheid. Die Duelle zwischen Union und dem FCR galten früher mal als DAS heißeste Derby im Bergischen Land. Beim Bezirksliga-Duell des Nachfolgeklubs BSC Union Solingen mit dem FC Remscheid zwei Jahre zuvor hatte es zuletzt Ausschreitungen gegeben. Unter anderem sollen Solinger Anhänger ein Getränkezelt zerlegt haben und mit den eisernen (Nein, kein Wortwitz!) Stützstangen auf Remscheider Anhänger losgegangen sein.
Einer der großen Höhepunkte des Jahres beim VfB Solingen ist das Saisonende am 2. Juni
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