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2. Bundesliga 2017/2018 - Dienstag, 23. Januar 2018, 18:30 Uhr

VfL Bochum - MSV Duisburg (0:2) 0:2

Spielort: Ruhrstadion, Bochum
Zuschauer: 17.564
VfL: Dornebusch - Gyamerah, Hoogland, Leitsch, Hemmerich - Janelt - Celozzi (46.Gündüz), Ochs (46.Hinterseer), Stöger - Wurtz, Kruse

MSV: Flekken - Hajri, Bomheuer, Nauber, Wolze - Fröde, Schnellhardt - Engin (87.Gartner), Stoppelkamp (82.Oliveira Souza) - Tashchy (67.Onuegbu), Iljutcenko
Tore:
0:1 Iljutchenko (40., Rechtsschuss, Vorarbeit Engin),
0:2 Wolze (45.+1, Foulelfmeter, Linksschuss, Vorarbeit Hajri)
Schiedsrichter: Benjamin Cortus (Röthenbach a. d. Pegnitz)

 

Der Pflichtspiel-Start ins neue Jahr 2018 ging für den VfL Bochum mal richtig daneben. Das Ruhrgebietsderby gegen den MSV Duisburg verlor man zu Hause im Ruhrstadion deutlich mit 0:2. Dabei wäre in diesem Spiel für den VfL eigentlich mehr drin gewesen, so hatte man jedenfalls das Gefühl, aber es fehlte mal wieder die Durchschlagskraft in der Offensive, und natürlich auch an diesem Abend einfach das notwendige Glück. In den ersten 25 Minuten waren die VfLer die klar bessere Mannschaft und kamen auch zu einigen Torchancen. Immer wieder holte sich Kevin Stöger in der eigenen Hälfte den Ball und schlug die Bälle halbhoch in die Tiefe, aber zwei Mal Wurtz und einmal Neuzugang Ochs verpassten das wichtige Führungstor. 

Mit zunehmender Spieldauer bekamen die Gäste aus Duisburg das Spiel aber immer besser in den Griff, und erarbeiteten sich auch Tormöglichkeiten. In dieser Phase gab es dann die beste VfL-Chance des gesamten Spiels, als sich Robbie Kruse außen schön durchsetzte und in die Mitte zu Wurtz passte, der den Ball aber leider freistehend neben das Tor setzte. Die letzten fünf Minuten vor der Pause brachten die Entscheidung in diesem Spiel. In dieser Phase sah die Defensive des VfL alles andere als souverän aus. Als ich gerade auf der Toilette war, erzielte Iljutchenko per Konter das 0:1. Und es kam noch bitterer für den VfL, denn in der Nachspielzeit zeigte der Schiri auf den Elfmeterpunkt für den MSV. Deren Kapitän Wolze verwandelte sicher zum 0:2.

In der zweiten Hälfte zogen sich die Duisburger weit zurück und warteten nur noch auf Konter. Der VfL konnte aber leider aus dem vielen Ballbesitz kein Kapital schlagen. Chancen für den Anschlusstreffer gab es für die Gastgeber in Halbzeit zwei aber trotzdem genug, aber vor allem Wurtz und der eingewechselte Hinterseer vergaben mehrfach in aussichtsreicher Position und bewarben sich beide damit nicht gerade für einen Stammplatz als Stoßstürmer. Natürlich war auch die sehr negative Stimmung im Ruhrstadion nicht gerade leistungsfördernd für die jüngste VfL-Mannschaft aller Zeiten, mit u.a. Felix Dornebusch (23), Jan Gyamerah (22), Maxim Leitsch (19), Luke Hemmerich (19), Vitaly Janelt (19) und Philipp Ochs (20) in der Startelf.

Von Heimseite gab es erneut so gut wie keinen Support, denn der aktive Bochumer Anhang setzte seinen Boykott vom Ende des letzten Jahres fort. Vom neuen Platz auf der Westkurve mussten die Bochumer Ultras auch wieder weichen, weil die neue "Heimat" für dieses Spiel aus Sicherheitsgründen gesperrt war, denn der Duisburger Anhang hatte dazu aufgerufen, sich Tickets für die Bereiche direkt daneben hinter dem Tor zu besorgen. Bereits gekaufte Tickets für diesen Bereich mussten wieder zurückgegeben werden, und insbesondere die Mitglieder der Bochumer Ultragruppierungen bekamen ein Stadionverbot mit Ausnahme der Ostkurve auferlegt. Das an sich ist schon eine Frechheit, aber der VfL schaffte es auch hier, wieder komplett übers Ziel hinauszuschießen, denn die gleiche Mitteilung, also Stadionverbot, bekamen auch mehrere Leute, die mit Ultras offensichtlich nichts zu tun haben. Wie so häufig in letzter Zeit bewies die Führung des VfL nicht gerade Fingerspitzengefühl, bei der Bewältigung des Problems mit der Sperrung der Westkurve.

Der neue Platz für die Bochumer Ultras für dieses Spiel war ausgerechnet der untere Bereich in Block B, wo ich für Björn und mich an diesem Abend Tickets besorgt hatte. Dort protestierten sie mit jeder Menge Transparenten gegen den Sicherheitschef, die Vereinsführung und vor allem Sportvorstand Christian Hochstätter und stimmten auch immer wieder "Hochstätter-raus"-Rufe an, in die später auch die Ostkurve einstieg. Man kann nur hoffen, dass es bald wieder Positives beim VfL Bochum zu vermelden gibt, sondern droht auch noch der sportliche Super-GAU.

Alternativbericht von Björn bei "Wohin der Ball auch rollt"

Alle Spiele Bochum vs. Duisburg:

71/72 (1.BL) VfL – MSV 3:1 (VfL-Tore: Hartl,Krämer,Fern)
72/73 (1.BL) VfL – MSV 2:1 (Walitza,Eigentor)
73/74 (1.BL) VfL – MSV 3:0 (Balte(2),Walitza)
74/75 (1.BL) VfL – MSV 1:2 (Eigentor)
75/76 (1.BL) VfL – MSV 1:2 (Gerland)
76/77 (1.BL) VfL – MSV 2:1 (Trimhold(2))
77/78 (1.BL) VfL – MSV 1:2 (Holz)
78/79 (1.BL) VfL – MSV 0:0 (-)
79/80 (1.BL) VfL – MSV 3:0 (Blau(2),Eggert)
80/81 (1.BL) VfL – MSV 1:1 (Abel)
81/82 (1.BL) VfL – MSV 2:2 (Patzke,Woelk)
91/92 (1.BL) VfL – MSV 2:1 (Wegmann,Eigentor)
94/95 (1.BL) VfL – MSV 1:0 (Gudjonsson)
95/96 (2.BL) VfL – MSV 0:1 (-)
96/97 (1.BL) VfL – MSV 1:0 (Közle)
97/98 (1.BL) VfL – MSV 0:0 (-)
98/99 (1.BL) VfL – MSV 0:2 (-)
99/00 (Pokal) VfL – MSV 7:6 n.E. (Bastürk, ES: Reis,Rietpietsch,Stickroth,Lust,Buckley,Dickhaut)
01/02 (2.BL) VfL – MSV 3:0 (Christiansen(2),Hashemian)
07/08 (1.BL) VfL – MSV 1:1 (Sestak)
10/11 (2.BL) VfL – MSV 3:1 (Aydin(2),Federico)
11/12 (2.BL) VfL - MSV 2:1 (Dabrowski,Ginczek)
12/13 (2.BL) VfL - MSV 2:2 (Sinkiewicz,Kramer)
15/16 (2.BL) VfL - MSV 3:0 (Perthel,Bulut,Terodde)
17/18 (2.BL) VfL - MSV 0:2 (-)

25 Spiele – 13 – 6 – 6 – 38:24 Tore