VfL Bochum 1848
 
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2. Bundesliga 2018/2019 - Montag, 10. Dezember 2018, 20:30 Uhr
VfL Bochum - FC St.Pauli (1:2) 1:3

Spielort: Ruhrstadion, Bochum
Zuschauer: 22.916
VfL: Riemann - Celozzi, Gyamerah, Hoogland, Soares - Losilla, Tesche - Weilandt, Saglam (66.Ganvoula), Sam - Hinterseer
FCP: Himmelmann - Zander, Ziereis, Avevor, Kalla - Flum (74.Zehir), Dudziak - Miyaichi (76.Møller Dæhli), Sobota - Allagui (83.Nehrig) - Veerman
Tore:
0:1 Allagui (15., Kopfball, Vorarbeit Zander),
1:1 Hinterseer (35., Rechtsschuss, Vorarbeit Saglam),
1:2 Veerman (42., Elfmeter-Nachschuss, Rechtsschuss, Vorarbeit Allagui),
1:3
Møller Dæhli (86., Linksschuss, Vorarbeit Veerman)
Schiedsrichter: Benedikt Kempkes (Thür)

Und wieder eine Niederlage gegen den FC Sankt Pauli. Der VfL Bochum dürfte mittlerweile der Lieblingsgegner der Hamburger sein, denn mittlerweile zum dritten Mal in Folge siegten die Kiezkicker im Ruhrstadion (siehe auch Statistik weiter auf dieser Seite). Der letzte VfL-Sieg gegen den FC St. Pauli überhaupt ist schon mehr als fünf Jahre her und datiert schon aus dem Jahr 2013, genauergesagt am 19. Juni 2013 war es, als der VfL Bochum mit 3:0 zu Hause im "Schmuckkästchen" siegte, durch Tore von Zlatko Dedic (2) und Yusuke Tasaka.

Von den letzten drei Heimpleiten gegen die Hamburger war dieses 1:3 am kühlen aber trockenen Montagabend aber definitiv das beste. Es siegte am Ende sicherlich nicht die bessere Mannschaft, sondern eher die clevere, abgezocktere, effektivere und vor allem glücklichere Mannschaft. 66% Ballbesitz und ein Torschussverhältnis von 22:16 pro VfL zeigen deutlich, wer an diesem Abend die aktivere Mannschaft war. Viel Aufwand, wenig Ertrag. Denn das bringt aber alles nichts, wenn man den Ball nur einmal im Tor des Gegners unterbringt, und sich auf der anderen Seite hinten dicke Schnitzer leistet, die zu Gegentoren führen. Denn St. Pauli machte das sehr geschickt, indem man sehr tief stand und nur auf Kontergelegenheiten wartete. Und die kamen auch. Nach einer starken Anfangsviertelstunde des VfL mit über 75% Ballbesitz lief es so, wie dann im Fußball so oft läuft. Bochum blieb trotz Dauerdruckes ohne Tor, und St. Pauli erzielte mit seinem allerersten gefährlichen Angriff im gesamten Spiel das 0:1.

Der VfL dominierte auch nach dieser frühen, eiskalten Dusche weiter das Spiel, und kam in der 35. Minute durch das neunte Saisontor von Lukas Hinterseer zum mittlerweile hochverdienten Ausgleich. Am Spielverlauf änderte sich allerdings auch anschließend nichts. Bochum stürmte weiter, und St. Pauli lauerte auf Konter und verhielt sich weiterhin äußerst clever. Mit der zweiten Torchance des Spiels kamen die Kiezkicker dann auch tatsächlich zur erneuten Führung. Paulis Miyaichi wurde schön freigespielt und lief alleine auf Riemann zu. Bochums Keeper holte den schnellen Japaner von den Beinen, und Schiri Kempkes entschied völlig zurecht auf Elfmeter. Zwar konnte Riemann den anschließenden Strafstoß von Allagui zunächst parieren, aber den Abpraller versenkte Veerman zum 1:2. Ein Tor, das mit Videobeweis ganz sicher aberkannt worden wäre, denn Veerman war viel zu früh in den Strafraum gestartet, und war bei der Ausführung schon fast auf der Höhe des Elfmeterschützen. Insgesamt also eine Halbzeit, die aus Bochumer Sicht nicht blöder hätte laufen können.

Die zweite Hälfte verlief etwas anders als die erste. Bochum weiter mit mehr Ballbesitz und einem Chancenplus, aber St. Pauli konnte deutlich mehr für Entlastung sorgen. Erst in der Schlussviertelstunde nahm das Spiel dann nochmal richtig Fahrt auf, als Bochum logischerweise aufmachte und jetzt volles Risiko ging. Die größten Bochumer Torchancen vergaben der eingewechselte Ganvoula (78.), der aus drei Metern vergab, und Sam (83.), der das Tor ebenfalls nur knapp verfehlte. Auf der anderen Seite war bei den Gastgebern hinten natürlich alles offen und so hatten die Kiezkicker mehrfach schon die Chance alles klarzumachen, was dann schließlich in der 86. Minute auch gelang, durch den ebenfalls eingewechselten ehemaligen Stabæk-Spieler
Møller Dæhli.

Alle Spiele Bochum vs. St.Pauli

77/78 (1.BL) VfL – FCP 4:0 (VfL-Tore: Eggert,Holz,Woelk,Pochstein)
86/87 (Pokal) VfL – FCP 1:2 (Leifeld)
88/89 (1.BL) VfL – FCP 0:0 (-)
89/90 (1.BL) VfL – FCP 3:3 (Kohn,Legat,Rzehaczek)
90/91 (1.BL) VfL – FCP 3:0 (Kohn(2),Legat)
93/94 (2.BL) VfL – FCP 1:1 (von Ahlen)
96/97 (1.BL) VfL – FCP 6:0 (Donkov(2),Peschel,Gülünoglu,Wosz,Eigentor)
99/00 (2.BL) VfL – FCP 2:0 (Peschel,Lust)
11/12 (2.BL) VfL – FCP 1:2 (Dabrowski)
12/13 (2.BL) VfL - FCP 3:0 (Dedic(2),Tasaka)
13/14 (2.BL) VfL - FCP 2:2 (Butscher,Jungwirth)
14/15 (2.BL) VfL - FCP 3:3 (Sestak,Weis,Eigentor)
15/16 (2.BL) VfL - FCP 1:1 (Terodde)
16/17 (2.BL) VfL - FCP 1:3 (Gündüz)
17/18 (2.BL) VfL - FCP 0:1 (-)
18/19 (2.BL) VfL - FCP 1:3 (Hinterseer)

16 Spiele – 5 – 6 – 5 – 32:21 Tore