VfL Bochum 1848
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2. Bundesliga 2018/2019 - Sonntag, 16. September 2018, 13:30 Uhr
VfL Bochum - FC Ingolstadt (3:0) 6:0

Spielort: Ruhrstadion, Bochum
Zuschauer: 14.341
VfL: Riemann - Gyamerah, Hoogland, Leitsch, Soares - Losilla, Tesche - Kruse, Maier (76.Lee), Weilandt (68.Sam) - Hinterseer (67.Ganvoula)
FCI
: Knaller - Ananou, M.Matip, Galvao, Gaus (27.Krauße) - Gimber - Pledl, Kerschbaumer, Kittel (46.Benschop) - Röcher (60.Neumann), Osawe
Tore:
1:0 Hinterseer (4., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Vorarbeit Weilandt),
2:0 Kruse (14., Rechtsschuss, Vorarbeit Weilandt),
3:0 Weilandt (19., Rechtsschuss, Vorarbeit Hinterseer),
4:0 Hinterseer (62., Rechtsschuss, Vorarbeit Kruse),
5:0 Hinterseer (66., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Vorarbeit Soares),
6:0 Losilla (69., Rechtsschuss)
Schiedsrichter: Robert Kempter (Stockach)
Gelb-Rote Karte: Galvao (Ingolstadt, 57., wiederholtes Foulspiel)

Was war das denn? Und wer waren die elf (bzw. die vierzehn), die die blau-weißen Trikots an diesem spätsommerlichen Sonntag Nachmittag auf dem Rasen getragen haben? Schon nach 19 Minuten schauten sich die meisten der etwas mehr als 14.000 Besucher nur irgendwie verdutzt an. Da führte der VfL Bochum gegen den FC Ingolstadt schon mit 3:0(!). Gegen eben jenen FC Ingolstadt, der laut Transfermarkt.de bei den Marktwerten den drittstärksten Kader der aktuellen 2. Bundesliga hat und in diesem Sommer mal eben 6,65 Millionen Euro für Neuzugänge ausgegeben hat, und deshalb eigentlich zu Recht (auch meiner Meinung nach) zu den Aufstiegskandidaten gehört, oder zumindest eigentlich gehören müsste. Dieser FC Ingolstadt wurde heute von einem bärenstarken VfL Bochum so dermaßen zerlegt, wie man es im Ruhrstadion von den Gastgebern schon seit vielen Jahren nicht mehr gesehen hat. Starker Offensivfußball, pausenloses Pressing, herrliche Kombinationen, Torchancen in Hülle und Fülle. An diesem Nachmittag passte irgendwie alles, so dass die Gäste aus Oberbayern auch mit diesem Resultat am Ende noch gut bedient waren.

Beim VfL Bochum passte heute alles, bei den Gästen lief entsprechend an diesem Nachmittag so gut wie alles falsch, was innerhalb von 90 Minuten so falsch laufen kann. Bereits nach gespielten 30 Sekunden sah Ingolstadts Galvao die Gelbe Karte. Die früheste dieser Spielzeit in der 2. Bundesliga. Ein paar Sekunden später verursachte wiederum jener Galvao einen Foulelfmeter, den Hinterseer sicher zum frühen 1:0 für den VfL verwandelte. Die VfLer machten derart gallig weiter, dass der Gegner heute im wahrsten Sinne des Wortes überrannt wurde. Nur wenige Sekunden nach dem Führungstor stand Hinterseer schon wieder frei vor dem Tor, köpfte den Ball aber nur an den Innenpfosten. Zwei herrliche Spielzüge brachten zwei weitere Tore durch Kruse (14.) und Weilandt (19.). 3:0! Erst jetzt ließen es die Gastgeber etwas ruhiger an, und verwalteten den Vorsprung souverän in die Pause.

So ging es auch zu Beginn der zweiten Halbzeit weiter. Der VfL kontrollierte das Spiel, und spielte nicht mehr so offensiv wie in der Anfangsphase. Ingolstadt ging natürlich etwas mehr ins Risiko, um vielleicht zum Anschlusstor zu kommen. Aber kurz nach der einzigen Großchance für die Gäste von Benschop in der 57. Minute, der aber freistehend an Riemann scheiterte, war das Spiel endgültig gelaufen. Wiederum war es Galvao, der wohl wirklich einen gebrauchten Tag erwischt hatte, der sich gegen Kruse nur noch mit einem taktischen Foul helfen konnte, und so vorzeitig zum Duschen musste bzw. konnte. Anschließend fiel Ingolstadt endgültig total auseinander und ergab sich seinem Schicksal. Zwei Mal Hinterseer und einmal Losilla erhöhten auf 6:0, und auch über eine noch höhere Niederlage hätten sich die Oberbayern nicht beschweren können. 20:3 Torschüsse für den VfL drücken in etwa die Kräfteverhältnisse auf dem Rasen aus.

An einem renovierten Haus direkt hinter der Westkurve des Bochumer Ruhrstadions entdeckte ich wichtige Jahreszahlen in der Geschichte des VfL Bochum, die dort offenbar vor kurzem neu angebracht worden sind:

 

1848: Gründung des "Turnvereins Bochum", des ältesten Vorgängerklubs des VfL Bochum

1911: Seit diesem Jahr trägt man seine Heimspiele an der Castroper Straße aus

1949: Gründung der "VfL Bochum Fußballgemeinschaft e.V.", innerhalb des 1938 gegründeten "VfL Bochum e.V."

1968: Erstmaliges Erreichen des DFB-Pokalfinales (Finale 1:4 gegen den 1. FC Köln)

1971: Erstmaliger Aufstieg in die 1. Bundesliga

1979: Einweihung des "neuen" Ruhrstadions

1988: Zum zweiten Mal erreicht der VfL das DFB-Pokalfinale (Finale 0:1 gegen Eintracht Frankfurt)

1997: Beste Platzierung in der Bundesliga (5. Platz) und erstmalige Qualifikation für den UEFA-Cup

2004: Einstellung der besten Bundesliga-Platzierung (5. Platz) und zum zweiten Mal Qualifikation für den UEFA-Cup

2017: Das Jahr vor dem Jahr 2018

Alle Spiele Bochum vs. Ingolstadt

10/11 (2.BL) VfL - FCI 1:4 (Jong)
11/12 (2.BL) VfL - FCI 0:1 (-)
12/13 (2.BL) VfL - FCI 1:1 (Brügmann)
13/14 (2.BL) VfL - FCI 0:1 (-)
14/15 (2.BL) VfL - FCI 3:1 (Gregoritsch,Forssell,Tasaka)
17/18 (2.BL) VfL - FCI 2:0 (Bastians,Stöger)
18/19 (2.BL) VfL - FCI 6:0 (Hinterseer(3),Kruse,Weilandt,Losilla)

7 Spiele – 3 – 1 – 3 – 13:8 Tore