VfL Bochum 1848
 
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2. Bundesliga 2018/2019 - Samstag, 24. November 2018, 13:00 Uhr
VfL Bochum - FC Erzgebirge Aue (0:1) 2:1

Spielort: Vonovia Ruhrstadion, Bochum
Zuschauer: 17.012
VfL: Riemann - Celozzi, Hoogland, Gyamerah, Soares - Losilla, Tesche - Sam (64.Ganvoula), Weilandt, Saglam (57.Lee) - Hinterseer
FCE: Männel - Cacutalua, S.Breitkreuz (22.Wydra), Rapp - Rizzuto, Kempe - Fandrich, Riese - Hochscheidt - Testroet (46.Kalig), Krüger (79.Iyoha)
Tore:
0:1 Testroet (2., Linksschuss, Vorarbeit Krüger),
1:1 Weilandt (73., Linksschuss, Vorarbeit Lee),
2:1 Weilandt (90.+3, Linksschuss, Vorarbeit Ganvoula)
Schiedsrichter: Dr. Robert Kampka (Mainz)
Bes. Vorkommnisse: Hinterseer schießt Foulelfmeter an den Pfosten (61.)

Ganz wichtiger Heimsieg für den VfL Bochum am 14. Spieltag der Saison 2018/2019. Und endlich hatte man in dieser Spielzeit auch mal in der Schlussphase, und vor allem in der Nachspielzeit, das Glück auf seiner Seite. Bei einer Ballbesitzquote von 70%:30% und einem Torschussverhältnis von 19:4 für den VfL konnte man aber wohl auch von einem hochverdienten Ergebnis sprechen. Nach einem wahren Sturmlauf in der zweiten Halbzeit gelang Tom Weilandt in der dritten Minute der Nachspielzeit der erlösende Siegtreffer, der für einen explosiven und exzessiven Jubel im Ruhrstadion sorgte. Siege durch Tore in allerletzter Sekunde sind halt die schönsten, zumindest aber die emotionalsten. An diesem Nachmittag war es aber ganz sicher auch ein Sieg des Willens und der Leidenschaft. Man spürte deutlich, dass das gesamte Team noch bis zur letzten Sekunde an den Sieg glaubte. Außerdem musste das mehr als 88-minütige Zeitspiel der Auer einfach noch bestraft werden.

Dabei war der Start in diese Partie für den VfL Bochum alles andere als optimal. Nach wenigen gespielten Sekunden vergab Weilandt völlig freistehend die Riesenchance zur frühen Führung. Quasi im Gegenzug erzielte Testroet nach einem blitzsauber ausgespielten Konter die frühe Führung für die Gäste, die quasi ab diesem Zeitpunkt auf Zeitspiel und das Verteidigen des knappen Vorsprungs umstellten. Sehr geschickt standen die Auer in der Defensive, machten die Räume eng und ließen so kaum etwas zu. Damit kam der VfL in der ersten Hälfte so gut wie gar nicht klar. Das sah genauso wie bei der 0:1-Heimniederlage gegen Dynamo Dresden im September aus, als man trotz optischer Überlegenheit vergeblich auf das gegnerische Tor anrannte.

Und das änderte sich erst zu Beginn der zweiten Halbzeit, als Bochum mit Chung-Yong Lee seinen Spielmacher der letzten Wochen brachte, der etwas geschwächt erst zwei Tage vor diesem Spiel von seiner Länderspielreise in die Heimat zurückgekehrt war, und Aue mit Kalig einen weiteren Abwehrspieler für Torschütze Testroet brachte und fortan noch tiefer stand. Zunächst überstand Aue noch die Angriffswellen des VfL, hatte dabei aber schon viel Gück, z.B. als Hinterseer einen Foulelfmeter an den Pfosten setzte. Es schien aber nur eine Frage der Zeit, wann dem VfL der Ausgleich gelingen sollte, auch, weil Erzgebirge Aue in Hälfte zwei so gut wie gar nicht mehr für Entlastung sorgen konnte. In der 73. Minute war es dann endlich so weit. Lees Schuss blieb an einem Abwehrbein hängen, aber Weilandt stand goldrichtig und markierte das 1:1. Der Druck der Gastgeber wurde anschließend noch größer, und Aues Defensive taumelte Richtung Schlusspfiff. Aues Coach Meyer sprach hinterher in der Pressekonferenz davon, dass der VfL seine Mannschaft müde gespielt habe.

Es folgte der bereits angesprochene, große emotionale Höhepunkt dieses Nachmittags in der dritten Minute der Nachspielzeit, der das Ruhrstadion endlich mal wieder beben ließ. Nach einer Flanke von rechts, von Celozzi, köpfte Ganvoula den Ball wuchtig in den Strafraum, von wo Weilandt den Ball artistisch in den linken Winkel zauberte. Tom Weilandt! Der Offensiv-Allrounder hat sich in dieser Saison von einer Ergänzung zu einem ganz wichtigen und vor allem auch torgefährlichen Leistungsträger gemausert. Seine beiden Treffer an diesem Nachmittag waren schon seine Saisontore 6 und 7 in der Saison 18/19. Wie schon bei den Heimspielen gegen Bielefeld und Darmstadt hat er den VfL damit quasi alleine zum Heimsieg geschossen. Im Moment kann man kaum glauben, dass er in seinem ersten VfL-Jahr scheinbar nur seinen phlegmatisch wirkenden Zwillingsbruder nach Bochum geschickt hat.

Alle Spiele Bochum vs. Aue:

05/06 (2.BL) VfL – FCE 1:0 (van Hout)
10/11 (2.BL) VfL - FCE 2:0 (Jong,Federico)
11/12 (2.BL) VfL - FCE 6:0 (Toski(2),Federico(2),Maltritz,Federico)
12/13 (2.BL) VfL - FCE 0:3 (-)
13/14 (2.BL) VfL - FCE 1:0 (Sukuta-Pasu)
14/15 (2.BL) VfL - FCE 1:1 (Weis)
16/17 (2.BL) VfL - FCE 1:1 (Wurtz)
17/18 (2.BL) VfL - FCE 2:1 (Kruse(2))
18/19 (2.BL) VfL - FCE 2:1 (Weilandt(2))

9 Spiele – 6 – 2 – 1 – 16:7 Tore