VfL Bochum U19
 
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DFB-Vereinspokal der Junioren 2018/2019 - Samstag, 1. September 2018, 11:00 Uhr
VfL Bochum U19 - Holstein Kiel U19 (3:0) 6:2

Spielort: 
Nachwuchszentrum Hiltroper Straße (R), Bochum
Zuschauer: 116
VfL: Wehking - Römling, Gyamfi, Kokovas, Aboagye - Holtkamp (65.Stawski), Wellers (73.Hendel) - Yilmaz, Martin, Sagman - Uzun (65.Mucic)
KSV: Rau - Weickert (60.Tanrikulu), Helbing (76.Voigt), Cissé, Schmidt - Njinmah (46.Wansiedler), Wolf - Tiedemann (75.Borgmann), Seidel (58.Schmidtke), Möller - Melahn
Tore:
1:0 Sagman (8.),
2:0 Uzun (23.),
3:0 Wellers (43.),
4:0 Uzun (62.),
4:1 Schmidt (68.),
5:1 Sagman (75.),
6:1 Mucic (84.),
6:2 Voigt (89.)
Schiedsrichter: Alexander Schuh (Düsseldorf)
Gelb-Rote Karte: Cissé (Kiel, 23.)

In der ersten Runde des DFB-Pokals der A-Junioren setzte sich die U19 des VfL Bochum sehr souverän und standesgemäß gegen die U19 von Holstein Kiel durch. Zum insgesamt zehnten Mal war der VfL Bochum für diesen Wettbewerb, den es seit 1987 gibt, qualifiziert. Bislang hatte man das ja immer nur als U19-Westfalenpokalsieger geschafft, seit dem letzten Jahr kommen zu den 21 Landespokalsiegern aber auch noch der Titelverteidiger, der Deutsche U19-Meister sowie die jeweils besten drei der drei U19-Bundesligen dazu, sodass das Teilnehmerfeld auf 32 Klubs gestiegen ist. Die bislang erfolgreichste Pokalsaison der U19 des VfL Bochum war 1988/1989, als man nach Siegen gegen den 1. SC Norderstedt (9:0), VfL Wolfsburg (2:0), Borussia Mönchengladbach (3:1) und im Finale zu Hause vor 3.000 Zuschauern im Ruhrstadion gegen den Karlsruher SC (4:1) zum ersten und bislang einzigen Mal diesen Titel nach Bochum holte. Dazu stand man zwei Mal (1989/90 und 2009/10) im Halbfinale des U19-DFB-Pokals.

Davon ist man aber in dieser Spielzeit noch weit entfernt, denn durch den Erfolg über Holstein Kiel steht man jetzt erst einmal im Achtelfinale. Die A-Jugend von Holstein Kiel war in der letzten Saison als Vorletzter aus der Bundesliga Nord/Nordost abgestiegen, aber steht zu Saisonbeginn in der zweitklassigen U19-Regionalliga Nord gleich an der Tabellenspitze und gilt dort als Aufstiegsfavorit. Damit spielt aber in der aktuellen Saison in der U19-Bundesliga Nord/Nordost kein einziger Klub mehr aus dem Bundesland Schleswig-Holstein in dieser höchsten Juniorenklasse. Immerhin schaffte die U19 von Holstein Kiel aber in der letzten Saison als Pokalsieger 2018 in Schleswig-Holstein (3:0 im Finale gegen Weiche Flensburg) die Qualifikation für den DFB-Vereinspokal der Junioren in dieser Spielzeit.

Die Favoritenrolle war jedenfalls schon vor dem Anpfiff geklärt, aber in der Anfangsphase dieser Partie war überhaupt kein Klassenunterschied zu erkennen, auch trotz des frühen Führungstores für den VfL durch Sagman. Die 23. Spielminute war dann die wohl entscheidende in diesem Duell. Zunächst zeigte der Schiri dem Kieler Cissé Gelb-Rot. Ein Platzverweis, den ich persönlich als viel zu hart empfand, denn der Kieler hatte einen Bochumer Schuss an die Hand bekommen, was der Schiedsrichter wohl als Absicht deutete (ich nicht!) und den bereits Verwarnten vorzeitig zum Duschen schickte. Den anschließenden, fälligen Freistoß hämmerte Uzun wunderschön oben links unhaltbar in den Winkel, zum 2:0. Der Außenseiter musste also folglich mehr als 75 Minuten in Unterzahl spielen und lag schon 0:2 hinten. Damit war das Spiel eigentlich so gut wie gelaufen.

Aber die Gäste gaben sich noch nicht auf, und fortan ließen es die "kleinen VfLer" auch etwas ruhiger angehen, aber erhöhten durch Wellers kurz vor und wiederum Uzun kurz nach der Pause auf ein sicheres 4:0. Zwar kamen anschließend noch zwei weitere Treffer durch Sagman und den eingewechselten Mucic dazu, aber in der Defensive war man in der Schlussphase sehr nachlässig, sodass man auch noch zwei Gegentreffer kassierte. Aber am Ende war das Resultat trotzdem absolut standesgemäß und spiegelte auch die klaren Verhältnisse auf dem Rasen wider.