TSB Flensburg
 
3
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2
TSV Lägerdorf
  TSB Flensburg Offiziell
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  TSV Lägerdorf Offiziell
Oberliga Schleswig-Holstein 2018/2019 - Samstag, 18. August 2018, 14:00 Uhr
TSB Flensburg - TSV Lägerdorf (1:1) 3:2

Spielort: Eckener Platz, Flensburg
Zuschauer: 153
TSB: Hagge – Nissen, Ingwersen, Vosgerau, Thomsen – Warncke (77.Pawlowski), Sohrweide, Puttins (57.Brix), Holtze (34.Moeller) – Butzek, Carstensen
TSV: Koch - Kunter, Brendemuehl (82.Mälk), Schroeder, Beetz (57.Feist) – Jauk, Engel, Hellmann, Kuhr (87.Chionidis) – Peters, Appel
Tore:
1:0 Butzek (18.),
1:1 Peters (45.),
2:1 Sohrweide (79.),
3:1 Pawlowski (83.),
3:2 Peters (90.)
Schiedsrichter: Susann Kunkel

An diesem Wochenende ging es in den Norden, zum Pokalspiel des VfL Bochum bei Weiche Flensburg in der ersten Runde, das an diesem Sonntag Nachmittag stattfinden sollte. Wenn man aber schon mal dort oben ist, kann man sich auch noch mehr Fußballspiele anschauen, also startete diese kleine Tour bereits am Samstag Morgen um 6 Uhr. Gegen Mittag erreichten wir Flensburg, die drittgrößte Stadt des Bundeslandes Schleswig-Holstein und die nördlichste kreisfreie Stadt Deutschlands, mit etwas mehr als 87.000 Einwohnern. Da die für das Wochenende reservierte Ferienwohnung erst am späten Nachmittag bezugsfertig war, fuhren wir zunächst einmal in die Innenstadt. Den sehr schönen Hafen mit zahlreichen Restaurants und Kneipen kannte ich ja schon von meinem Besuch vor ziemlich genau drei Jahren. In Deutschlands nördlichster Brauereigaststätte (Hansens Brauerei) aßen wir zu Mittag. Dort gibt es direkt an der Flensburger Förde selbstgebrautes Bier und rustikale, deftige, gutbürgerliche Küche, sodass man sich wie einem Brauhaus mitten in Bayern fühlt.

Nach dem Essen ging es weiter zum "Eckener Platz", wie der Ground des TSB Flensburg nach Hugo Eckener, einem der Pioniere der Luftschifffahrt, genannt wird. Der "Turn- und Sportbund Flensburg" ist der größte Sportverein der Stadt, der Abteilungen in insgesamt 27 verschiedenen Sportarten hat, von Fußball bis zum Rhönrad. Die erfolgreichste Abteilung ist dabei sicher die traditionell im Norden sehr beliebte Handball-Abteilung, die 2018 zum zweiten Mal in ihrer Geschichte Deutscher Handball-Meister bei den Herren wurde. Seit 1990 betreibt der TSB Flensburg nämlich zusammen mit dem Handewitter SV eine Spielgemeinschaft, die bundesweit bekannte SG Flensburg-Handewitt, die seit vielen Jahren zu den europäischen Top-Teams im Handball gehört.

Die Fußballer des TSB Flensburg stehen da eindeutig im Schatten, aber waren in den letzten Jahren für ihre Verhältnisse auch relativ erfolgreich. Ende der 1990er und Anfang der 2000er Jahre spielten die Fußballler des TSB Flensburg insgesamt drei Jahre lang in der damals noch viertklassigen Oberliga HH/Schleswig-Holstein. Nach einigen sportlichen Abstürzen gelang 2015 die Rückkehr in die jetzt fünftklassige Oberliga Schleswig-Holstein, in der man seitdem ununterbrochen spielt. Die vergangene Saison 17/18 war dabei die erfolgreichste der letzten Jahre, als man als Zweitplatzierter hinter Meister NTSV Strand nur ganz knapp die Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord verpasste.

An diesem wechselhaften Samstag Nachmittag empfing der TSB Flensburg am vierten Spieltag den TSV Lägerdorf zum Duell in der fünftklassigen Oberliga Schleswig-Holstein. Nach durchwachsenem Start (1 Sieg, 1 Unentschieden und 1 Niederlage) standen die Gastgeber auf Grund der starken letzten Saison schon etwas unter Druck, spielten aber in den ersten 35 Minuten sehr stark und einen sehr attraktiven Fußball, und lagen völlig verdient mit 1:0 in Führung. Dann gab es einen Bruch im Spiel, weil der bislang beste Spieler des TSB, Nicholas Holtze, verletzt raus musste, und direkt ins Krankenhaus gebracht wurde. Die Gäste nutzten dies kurz vor der Pause zum überraschenden, eigentlich total unverdienten Ausgleich. In der zweiten Halbzeit waren die Gäste aus Lägerdorf dann das bessere, zumindest aktivere Team, ohne zu großen Torchancen zu kommen. Die Gastgeber vom TSB Flensburg gewannen dieses Spiel aber trotzdem noch, durch einen Doppelschlag in der Schlussphase. Zwar kamen die Gäste in der 90. Minute nochmal zum Anschlusstreffer, aber die Gastgeber konnten den Vorsprung souverän über die Zeit bringen.

Hingucker der Anlage des TSB Flensburg sind natürlich zum einen die imposant wirkende, große Tribüne mit Stehstufen, die offiziell für bis zu 8.000 Zuschauer Platz bieten soll, und zum anderen das etwas höher gelegene Vereinsheim, wo man einen schönen Überblick über die Anlage und ebenso einen schönen Blick auf die Flensburger Förde hat.