SV Budberg Frauen
 
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VfL Bochum Frauen
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VfL Bochum bei Westline
Regionalliga West 2018/2019 - Sonntag, 9. September 2018, 13:00 Uhr
SV Budberg - VfL Bochum (3:0) 3:1

Spielort: SCANIA Sportpark (KR), Rheinberg
Zuschauer: 30
SVB: Stawowy - Dannehl, A.Hellfeier, Blittersdorf, Fleischer - Hake, Vom Eyser, S.Hellfeier - Zorychta, Steffans (79.Kimpeler), Presch (71.Brzeski)
VfL: Vrataric - Michelsen (46.Vogt), Meißner, Fölsing, Härle - Angrinck, Heep - L.Buczkowski, Demirönal (46.Kilic), Lümmer - Senking (46.Özkanca)
Tore:
1:0 Presch (3.),
2:0 Zorychta (24.),
3:0 Zorychta (27.),
3:1 Kilic (73.)
Schiedsrichter: Lena Mertens

An diesem spätsommerlichen Sonntag ging es bei Temperaturen um 23°C mal wieder an den Niederrhein. Es ging nach Rheinberg, genauergesagt in den Stadtteil Budberg, der knapp 5.000 Einwohner hat und bis 1975 noch selbstständig war, aber anschließend in die Stadt Rheinberg eingemeindet wurde. Als Meister der viertklassigen Niederrheinliga war den Fußballfrauen des SV Budberg (mit nur einer einzigen Saisonniederlage) im vergangenen Sommer erstmals der Aufstieg in die drittklassige Regionalliga West gelungen, in der man an diesem Nachmittag am dritten Spieltag der neuen Saison die Frauen des VfL Bochum empfing.

Die Frauen des VfL Bochum gelten in dieser Regionalliga-Saison als Aufstiegskandidat in die 2. Bundesliga, nachdem man in der vergangenen Saison nach einer extrem starken Rückrunde fast noch den Aufstieg geschafft hätte. Als Vizemeister der Regionalliga West verhinderte die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga eigentlich nur, dass man dafür gar nicht gemeldet hatte. Zur Saisonhalbzeit konnte man nämlich überhaupt nicht damit rechnen, denn es sah es eigentlich eher nach Abstiegskampf denn nach Aufstiegskampf aus, weil der Abstand nach hinten deutlich geringer als der nach oben war. Es folgte wie erwähnt eine wahnsinnige Rückrunde, mit 11 Siegen, einem Unentschieden und nur einer Niederlage, sowie einem Torverhältnis von 55:13 (nur in diesen 13 Rückrundenspielen!). Der zweite Platz hätte dann auch eigentlich zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde gereicht, weil der Meister Borussia Bocholt verzichtet hatte. Weil der VfL aber ebenfalls gar nicht gemeldet hatte, nahm schließlich der Tabellendritte - SGS Essen II - teil, und schaffte tatsächlich den Aufstieg in die neue eingleisige 2. Frauen-Bundesliga.

Weil sich die Frauen des VfL Bochum für diese Spielzeit 18/19 auch noch aus der 2. Bundesliga (u.a. mit den beiden Rückkehrerinnen Janine Angrinck und Celine Demirönal) verstärkt haben, galten sie eigentlich vorab als Aufstiegsfavorit. Aber offensichtlich plant man einen ähnlichen Verlauf wieder in der vergangenen Saison, als man nach einem ganz schwachen Start noch die oben erwähnte Superserie startete. Denn die ersten beiden Partien dieser neuen Saison wurden wiederum verloren, und auch heute unterlag man dem Aufsteiger aus Budberg. Allerdings sehr unglücklich, denn das eigentlich spielbestimmende Team über weite Strecken dieses Spiels waren die Gäste aus Bochum. Den VfL-Frauen fehlte vor allem die Durchschlagskraft in der Offensive, und die Tore fielen so erstmal nur auf der anderen Seite. Die eingewechselte Kilic konnte in der Schlussphase noch verkürzen.

Der SV Budberg ist bislang das Überraschungsteam dieser noch jungen Saison, denn gegen den VfL Bochum feierten sie in ihrem dritten Regionalliga-Spiel ihren dritten Saisonsieg und grüßen erst einmal von der Tabellenspitze der Regionalliga West. Was aber auch daran liegt, dass einige Teams noch ein Spiel weniger absolviert haben, weil an diesem Wochenende zeitgleich die zweite Runde im DFB-Pokal stattfand.