SC Reken 24/15
 
4
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VfB Kirchhellen
  SC Reken Offiziell
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  VfB Kirchhellen Offiziell
Aufstiegsrelegation Bezirksliga Wf. 2017/2018 - Sonntag, 10. Juni 2018, 17:00 Uhr
SC Reken - VfB Kirchhellen (2:1) 4:3

Spielort: Gevelsberg-Kampfbahn, Reken
Zuschauer: 1.523
Tore:
0:1 Schlak (7.),
1:1 Erwig (19.),
2:1 Mutluer (33., Foulelfmeter),
2:2 Bertlich (60.),
2:3 Kohlaw (68.),
3:3 Erwig (80.),
4:3 Mutluer (90.+2)

Gemeinsam mit Mike ging es also von Herten kurz hinüber ins westliche Münsterland, nach Reken. In der 15.000-Einwohner-Gemeinde, die zum Kreis Borken gehört, sollte uns an diesem sommerlich warmen Sonntag Nachmittag ein wahres Fußball-Spektakel abgeliefert werden. Der SC Reken und der VfB Kirchhellen kämpften um einen Platz in der siebtklassigen Bezirksliga für die kommende Saison. Die Münsterländer vom SC Reken waren in der abgelaufenen Spielzeit Zweiter der Kreisliga A1 im Kreis Recklinghausen hinter TuS Gahlen geworden, während die Gäste aus dem Bottroper Stadtteil Kirchhellen in der gerade zu Ende gegangenen Saison Meister der Kreisliga A1 Gelsenkirchen geworden waren. Weil es aber nur einen direkten Aufsteiger aus dem Kreis Gelsenkirchen in die Bezirksliga gibt, gab es noch ein Entscheidungsspiel zwischen den beiden Meistern, das der VfB Kirchhellen nach langer Führung sehr unglücklich mit 1:2 durch zwei Gegentore in den letzten fünf Minuten gegen die Zweite des SV Horst-Emscher verloren hatte.

Es gab aber noch einen Strohhalm für den VfB Kirchhellen, nämlich eben diese Aufstiegsspiele gegen den SC Reken. Das Hinspiel am vergangenen Donnerstag in der Heimat des "Movie Parks" war torlos 0:0 ausgegangen, also sollte heute die endgültige Entscheidung über den Aufstieg in die Bezirksliga fallen. Stark war auf jeden Fall schon mal die Zuschauerzahl von 1.500 Besuchern. Auf der linken Seite der Hauptttribüne hatte sich ein lautstarker blau-weißer Gästeblock gebildet, der sich allerdings nur bei Toren der eigenen Mannschaft mal kurz zu Wort meldete.

Das 0:0 im Hinspiel hatte ja eigentlich eine etwas bessere Ausgangssituation für den gastgebenden SC Reken bedeutet, aber das war auch schon nach sieben Minuten wieder Geschichte, denn die Gäste aus Bottrop gingen schnell in Führung und dominierten die Partie in den ersten Spielminuten. So langsam kämpften sich die Gastgeber aber besser ins Spiel und schafften es, das Spiel noch vor der Pause wieder zu drehen. Das 2:1 hätte den Aufstieg für den SC Reken bedeutet und deshalb legten sich in der Phase nach der Pause wieder die Gäste etwas mehr ins Zeug und drehten die Partie wieder zu ihren Gunsten. 2:3! Das schien schon fast der Aufstieg für den VfB Kirchhellen zu sein, denn auf Grund der Auswärtstorrregel hätten die Gastgeber ja jetzt noch zwei Tore gebraucht. In der 80. Minute machten die Gastgeber aber das Spiel mit dem 3:3 wieder spannender. Die Nachspielzeit wurde dann noch hochdramatisch, denn in der zweiten Minute dieser gelang den Gastgebern tatsächlich die abermalige Wende in diesem Spiel. Das 4:3 bedeutete dann endgültig den Aufstieg für den SC Reken.

Den SC Reken gibt es zwar erst seit dem 1. Juli 2015, als der VfL Reken, Westfalia Groß Beken und Blau-Weiß Hülsten zum neuen Großklub fusionierten, aber die Gevelsberg-Kampfbahn hat sogar schon höherklassigen Fußball gesehen. Denn der VfL Reken, dessen Initialen noch überall das Stadion des neuen Fusionsklubs prägen, spielte von 1984 bis 1988 immerhin vier Jahre lang (gemeinsam mit der zweiten Mannschaft des VfL Bochum) in der damals noch drittklassigen Oberliga Westfalen. Auch der VfB Kirchhellen spielte drei Jahre lang in der Oberliga Westfalen, ebenfalls gemeinsam mit der Zweiten des VfL Bochum, aber von 1998 bis 2001 in der damals nur noch viertklassigen Oberliga.