Kirchhörder SC 1958  
 
2
:
1
Concordia Wiemelhausen
   
:
   
Westfalenliga 2 2018/2019 - Sonntag, 26. August 2018, 15:00 Uhr
Kirchhörder SC - Concordia Wiemelhausen (0:0) 2:1

Spielort: Sportplatz Kobbendelle, Dortmund
Zuschauer: 50

Tore:
0:1 Kadiu (56.),
1:1 Schwass (73.),
2:1 Scherff (84.)
Schiedsrichter: Yasin Tugrul

Nach längerer Zeit endlich mal wieder zu Gast in der sechstklassigen Westfalenliga. Natürlich verfolge ich in dieser Spielklasse vor allem den Werdegang der beiden Bochumer Klubs sehr intensiv, also der DJK TuS Hordel und von Concordia Wiemelhausen. Die vergangene Saison 17/18 war dabei für beide Klubs höchst unterschiedlich verlaufen.

Nach der Hinrunde hatte Concordia Wiemelhausen auf einem starken dritten Platz in der Westfalenliga (acht Siege und nur eine Niederlage) gestanden, auf Schlagdistanz zu Spitzenreiter DSC Wanne-Eickel, und hatte sogar zwischenzeitlich über viele Spieltage die Tabelle angeführt. Die Rückrunde verlief dagegen relativ desaströs (nur zwei Siege und dagegen zehn Niederlagen), und am Ende landete Concordia nur auf Rang elf. Das lässt sich aber ziemlich leicht damit erklären, dass in der Rückrunde die Luft raus war, weil das Saisonziel, der Klassenerhalt, bereits nach der Hinrunde erreicht worden war.

Bei der DJK TuS Hordel lief es dagegen fast genau umgekehrt. In der Hinrunde war man tief im Abstiegskampf versunken, lag lange Zeit sogar auf einem Abstiegsplatz, und schloss die ersten Saisonhälfte schließlich mit Platz zwölf ab (fünf Siege und neun Niederlagen), knapp vor den Abstiegsrängen. Am Ende der Saison gelang für Hordel dann aber sogar noch der Sprung auf Platz fünf, also deutlich vor Lokalrivale Wiemelhausen, mit neun Siegen und nur drei Niederlagen in der Rückrunde.

An diesem sommerlich warmen Sonntag Nachmittag musste Concordia Wiemelhausen am dritten Spieltag der neuen Saison beim Kirchhörder SC in Dortmund antreten. Der "Kirchhörder Sport-Club" aus dem noblen Dortmunder Süden war erst 1958 gegründet worden, nachdem sich zuvor der TuS Kirchhörde 26 auf Grund des Fehlens einer geeigneten Spielstätte in den 1950er Jahren aufgelöst hatte. 2014 gelang der bislang größte Erfolg der Vereinsgeschichte des "neuen" Kirchhörder Fußballklubs, als man als Zweiter in seiner Landesliga-Staffel das anschließende Aufstiegsspiel gegen die SpVg Olpe in Lüdenscheid mit 3:0 gewinnen konnte. Seitdem spielt man ununterbrochen in der Westfalenliga, auch wenn es immer nur darum geht, den Klassenerhalt zu sichern.

Das gilt für Concordia Wiemelhausen, das mittlerweile in seine dritten Westfalenliga-Saison geht, natürlich auch, und deshalb hat man sich vor dieser Saison auch wieder namhaft mit Oberliga- und Regionalliga-erfahrenen Spielern verstärkt. So kamen u.a. Simon Meyering (1.FC Bocholt), Benjamin Carpentier (SV Schermbeck), Kai Strohmann (TuS Ennepetal) oder Xino Kadiu (TSG Sprockhövel) im Sommer 2018 neu an die Glücksburger Straße. Den Königstransfer erhofft man sich mit der Verpflichtung von Hari Coric, der in der Jugend für den VfL Bochum und Schalke 04, und im Seniorenbereich bereits für die zweiten Mannschaften von Schalke und Greuther Fürth in der Regionalliga gespielt hat.

Zu Beginn lief es für Wiemelhausen erst mal gar nicht in diesem Spiel, denn Hoffnungsträger Coric musste bereits nach neun Minuten das Spielfeld verletzungsbedingt wieder verlassen. Dazu zeigte der gut leitende Schiedsrichter schon in der 13. Minute auf den Elfmeterpunkt für Kirchhörde. Der Dortmunder Schütze knallte den Ball allerdings an den Pfosten, und so blieb den Gästen wenigstens ein früher Rückstand erspart. In der Folgezeit war es ein sehr zähes Spiel, mit wenigen Höhepunkten und ebenso wenigen Torchancen. Zu Anfang der zweiten Halbzeit lief es dann aber besser für Concordia. Die Gäste übernahmen das Kommando, kamen zu guten Möglichkeiten, und gingen auch schnell verdient in Führung. In dieser Phase verpassten die Wiemelhausener es aber, mit dem zweiten Tor alles klar zu machen. So blieb das Spiel weiter offen, und die Gastgeber drehten diese Partie in der Schlussviertelstunde tatsächlich noch, durch zwei Standardsituationen. Das war zwar nicht verdient, aber wer fragt am nächsten Tag danach noch ...