DJK SpVgg Herten           
 
7
:
6
SV Germania Hovestadt-Nordwald
  DJK SpVgg Herten Offiziell
:
  SV Germania Offiziell
Aufstiegsrelegation Landesliga Frauen 2017/2018 - Sonntag, 10. Juni 2018, 15:00 Uhr
DJK SpVgg Herten - Germania Hovestadt (1:1) 3:3, 7:6 n.E.

Spielort: Kampfbahn Katzenbusch, Herten
Zuschauer: 300
Tore:
1:0 Klebeck (12.),
1:1 Mergelkuhl (39., Foulelfmeter),
1:2 Silberberg (57.),
2:2 Uslu (83.),
2:3 Freitag (85.),
3:3 Klebeck (89., Foulelfmeter)

Gemeinsam mit Mike ging es an diesem sommerlich warmen Sonntag ins knapp 20 km entfernte Herten. In der nostalgischen Kampfbahn Katzenbusch kämpften die Frauen der DJK SpVgg Herten heute um den Aufstieg in die fünftklassige Landesliga Westfalen gegen den SV Germania Hovestadt-Nordwald aus dem Kreis Soest. Eigentlich hätte dieses Spiel bereits am vergangenen Donnerstag stattfinden sollen, wurde aber wegen der Unwetter über dem Ruhrgebiet abgesagt und auf den heutigen Tag verschoben. Es entwickelte sich ein interessantes, kurzweiliges Spiel mit vielen Toren. Zunächst waren die Gastgeberinnen in Führung gegangen, aber noch vor der Pause konnten die Gäste durch einen verwandelten Foulelfmeter ausgleichen. Später in Hälfte zwei gingen die Gäste noch zwei Mal in Führung, aber kassierten jedes Mal postwendend den Ausgleich. So stand es am Ende 3:3 und es kam zum Elfmeterschießen, das die Gastgeberinnen gewinnen konnten und so weiter vom Aufstieg träumen dürfen, während für die Gäste die Saison damit beendet ist.

Während die Frauen der DJK SpVgg Herten also noch von der Fünftklassigkeit träumen, spielt die erste Herrenmannschaft des Klubs leider nur noch in der achtklassigen Kreisliga A. Am 1. Juli 2000 hatten sich die "SpVgg Herten" und die "DJK Herten 07/26" zur neuen "DJK SpVgg Herten" zusammengeschlossen. Die SpVgg Herten gehörte dabei zu den großen Traditionsvereinen des Ruhrgebiets. Die Kampfbahn Katzenbusch hatte kurz vor und kurz nach dem Zweiten Weltkrieg viele Jahre erstklassigen und zweitklassigen Fußball des damals noch "Spielverein Herten" genannten Klubs gesehen, der damals noch mit den ganz großen Ruhrgebietsklubs auf Augenhöhe gespielt hatte. So schwärmt man heute noch in Herten davon, dass man damals dem als unschlagbar geltenden FC Schalke 04 regelmäßig in der Kampfbahn Katzenbusch Punkte abknöpfen konnte. Der letzte große Erfolg der SpVgg Herten war 1963 die Qualifikation für die damals noch zweitklassige Regionalliga West. Nach nur einer Saison stieg man aber wieder ab, und es folgte ein sportlicher (und finanzieller) Absturz bis in die Niederungen der Kreisliga. Die Kampfbahn aber bleibt immer noch eine Augenweide, besonders mit dem schönen, alten Eingangstor.