AC Horsens
 
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Aalborg BK
  AC Horsens Offiziell
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  Aalborg BK Offiziell
Superliga Dänemark 2018/2019 - Montag, 20. August 2018, 19:00 Uhr
AC Horsens - Aalborg BK (0:0) 0:0

Spielort: CASA Arena, Horsens
Zuschauer: 3.023
ACH: Delac – Kortegaard, Reese, Nielsen, Nymann - Nilsen - Qvist, Jacobsen, Skytte (76.Kryger), Frantsen (86.Drost) - Hansson
AaB: Rinne - Ahlmann, Blaabjerg, Okore, Pallesen - Christensen, Abildgaard - Thellufsen (86.Børsting), Kusk (81.Risgaard) - Pohl (75.Kaufmann), Ali
Tore:
keine
Schiedsrichter: Mads-Kristoffer Kristoffersen

Wenn man schon mal fußballmäßig direkt an der dänischen Grenze unterwegs ist, anläßlich des Pokalspiels des VfL Bochum bei Weiche Flensburg, dann bietet es sich natürlich geradezu an, auch ein Spiel in Dänemark zu besuchen. Leider war die Ansetzung des Bochumspiels für den Sonntag Nachmittag für mich eher suboptimal, weil der Samstag in Dänemark an Fußballspielen nicht viel Interessantes, Neues oder Nahes hergab und für den Sonntag kein zweites Spiel möglich war. Zum Glück gab es bei der Bekanntgabe der genauen Ansetzung der Partien der dänischen Superliga aber noch die Möglichkeit, den AC Horsens zu besuchen, dessen Heimspiel gegen Aalborg BK auf den Montag Abend gelegt wurde. Zwar nicht gerade ein Knallerspiel, aber der Ground des AC Horsens stand schon seit einiger Zeit weit oben auf meiner To-Do-Liste, vor allem wegen seiner außergewöhnlichen Flutlichter, die man bereits von weitem sieht und die wirklich einzigartig sind.

So ging es also an diesem sommerlich schönen Montag zunächst von Flensburg über die Grenze, und anschließend etwa 1,5 Stunden weiter in Richtung Norden bis nach Horsens. Horsens hat fast 59.000 Einwohner und ist damit die drittgrößte Stadt Östjütlands nach Aarhus und Randers. Und durch die Lage am gleichnamigen Fjord hat die Stadt auch einige schöne Sandstrände und Häfen zu bieten. Auch die Innenstadt erwies sich als sehr nett, mit der breitesten Fußgängerzone Dänemarks. Horsens ist eine lebendige Kunststadt. Das Theater beispielsweise, gilt als eines der besten des Landes. Stolz ist man in Horsens auch auf das "Fængslet", Europas größtes Gefängnismuseum, in dem auch jede Menge Kulturveranstaltungen und Konzerte stattfinden. Für uns ging es nach dem Sightseeing erst mal ins Hotel, das wir strategisch günstig in Laufweite zur CASA Arena des AC Horsens ausgewählt hatten.

Der "Alliance Club Horsens" wurde erst am 1. Januar 1994, wie in Dänemark üblich, nach einer Fusion von mehreren Klubs in der Umgebung, gegründet. Bekanntester der fusionierten Vereine war "Horsens fS", das in der Vergangenheit schon mal ein paar Jahre in der höchsten dänischen Fußballliga gespielt hatte. Zum Zeitpunkt der Fusion spielte HfS auch in der zweiten dänischen Liga, weshalb man durch Übernahme der Lizenz auch gleich in dieser Spielklasse starten konnte. Zunächst einmal ging es aber für den neuen Klub sogar noch eine Spielklasse bergab, in die dritte Liga, aber 2005 schließlich wurde erstmals die dänische Eliteklasse des Fußballs erreicht. Seitdem ist man zum typischen Fahrstuhlklub geworden, der zwischen erster und zweiter Liga hin- und herpendelt. In dieser Spielzeit 2018/19 geht man in die insgesamt zehnte Saison in der dänischen Superliga.

Die vergangene Saison 2017/18 war die bislang erfolgreichste, mit Platz sechs, der zur Teilnahme an der Meisterschafts-Endrunde berechtigte. Der Start in die neue Spielzeit 2018/19 lief durchschnittlich, und an diesem Abend empfing man also mit Aalborg BK einen der großen Traditionsklubs in Dänemark. Am Ende trennte man sich torlos, aber es war eindeutig ein 0:0 der besseren Sorte. Ausreichend Chancen zu Toren gab es jedenfalls auf beiden Seiten. Leichte Vorteile hatten dabei die Gäste aus Aalborg, die alles in allem etwas reifer wirkten. Ein Wiedersehen mit Philipp Ochs, der in der Rückrunde der letzten Saison an den VfL Bochum verliehen war, gab es leider nicht, denn der in dieser Saison von Hoffenheim an Aalborg verliehene Linksaußen stand gar nicht im Aufgebot der Gäste.

Aber der Star des Abends waren ja sowieso die schon erwähnten, futuristischen Flutlichtmasten. Eine weitere Besonderheit des Grounds ist die Hintertortribüne, auf der normalerweise die aktive Fanschar des AC Horsens steht, denn die kann man bei Bedarf, also z.B. bei Konzerten, einfach nach hinten auf den Parkplatz verschieben, und so Platz für die Bühne machen. Supportmäßig war das an diesem Abend wie erwartet nichts besonderes. Die Heimanhänger schwenkten beim Einlauf der Mannschaften schwarz-gelbe Fahnen und meldeten sich dann auch mal kurz akustisch, um dann für den Rest des Spiel zu schweigen. Viel besser war das, was die Gästefans aus Aalborg, die direkt neben mir platziert waren, hinlegten. Denn dort gab es ultraorientierten, manchmal auch ganz gut lauten, Dauersupport.