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VfL Bochum bei Westline
Testspiel 2018/2019 - Donnerstag, 12. Juli 2018, 17:00 Uhr
1.FC Kaiserslautern - VfL Bochum (1:0) 2:2

Spielort: Waldstadion, Feldkirch
Zuschauer: 400

FCK: Sievers - Dick (71.Schad), Kraus (71.Gottwalt), Hainault (71.Özdemir), Sternberg (71.Sickinger) - Fechner (61.Löhmannsröben), Albaek (61.Bergmann) - Hemlein (46.Pick), Zuck (46.Kühlwetter) - Thiele (46.Spalvis), Biada (61.Huth)
VfL: Riemann (46.Kraft) - Perthel (62.Soares), Leitsch (62.Kotchap), Fabian (46.Hoogland), Gyamerah (62.Celozzi) - Tesche (46.Janelt), Losilla (46.Baack) - Pantovic, Saglam (46.Hinterseer), Maier (62.Sam) - Wurtz
Tore:
1:0 Gyamerah (44., Eigentor),
1:1 Wurtz (67., Vorarbeit Sam),
1:2 Hinterseer (70., Vorarbeit Wurtz),
2:2 Spalvis (75., Foulelfmeter)
Schiedsrichter: Robert Schörgenhofer (Dornbirn, Österreich)

"VfL Bochum international" gab es also an diesem Donnerstag. Aber erst mal ging es am Vormittag vom Quartier in Feldkirch nochmal kurz hinüber nach Liechtenstein. Und zurück in Feldkirch nach dem wiederum sehr leckeren Mittagessen (Tiroler Gröstl) fuhren wir auch nochmal hoch zur Schattenburg, dem Wahrzeichen der Stadt. Diese sehr ansehnliche Höhenburg gilt als eine der besterhaltenen Burganlagen Mitteleuropas und bietet dazu noch einen herrlichen Überblick über Feldkirch und Umgebung sowie auf die Alpen im Hintergrund. Auch die Innenstadt und insbesondere die ebenfalls sehr gut erhaltene Altstadt von Feldkirch, die wie die Schattenburg um das Jahr 1200 errichtet wurde, konnten voll überzeugen. Ein wirklich schöner Fleck Erde, mit dem Blick auf die hohen Berge in der Ferne und dem ebenfalls eindrucksvollen Nebenfluss des Rheins, der Ill, die in ihrem auffällig hellem Blau mitten durch den Ort fließt.

Am frühen Nachmittag schließlich ging es dann die paar Meter zu Fuß hinüber zum Waldstadion in Feldkirch, wo normalerweise der FC Blau-Weiß Feldkirch in der viertklassigen österreichischen Vorarlbergliga seine Heimspiele austrägt. In der vergangenen Saison konnte der Klub als Vorletzter so gerade noch den Abstieg in die Fünftklassigkeit vermeiden. An diesem Nachmittag traten aber zwei deutsche Profiklubs zum internationalen Testspiel im Feldkircher Waldstadion an. Der VfL Bochum kam aus seinem Trainingslager im bayerischen Weiler im Allgäu nach Vorarlberg, der 1. FC Kaiserslautern reiste kurz aus seinem Trainingslager in Zams in Tirol an. Ursprünglich sollte dieses Testspiel eigentlich im österreichischen Bludenz ausgetragen werden. Deswegen hatte ich das Hotel in Feldkirch ausgewählt, das ziemlich genau auf halber Strecke zwischen Bludenz und Vaduz, den beiden Fußballzielen dieser Woche, lag. Kurzfristig wurde dann der Austragungsort von Bludenz ins Waldstadion nach Feldkirch verlegt, was mir natürlich ebenfalls super ins Konzept passte, denn so musste ich vom Hotel aus gerade einmal 500 Meter zum VfL-Testspiel laufen, statt 20 km bis nach Bludenz zu fahren.

Das Waldstadion in Feldkirch füllte sich für die ungewöhnliche Anstoßzeit an einem Donnerstag Nachmittag um 17 Uhr ganz ordentlich. Während den VfL etwa 15 bis 20 Fans bis ins Allgäu und nach Österreich begleiteten, wurde der FCK von ca. 100 Anhängern ins Trainingslager und auch zu diesem Testspiel unterstützt. Also klare Überzahl auf den Rängen für die Pfälzer, die vor ein paar Wochen ja erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in die 3. Liga abgestiegen waren. So waren aus dem FCK-Zweitligakader der vergangenen Saison auch gerade einmal noch insgesamt sechs Spieler dabei, die vor fast genau drei Monaten beim letzten Zweitligaduell zwischen beiden Klubs 2:3 in Bochum verloren hatten.

Also hätte der VfL zumindest das eingespieltere von beiden Teams sein sollen. Das konnte man über die 90 Minuten aber nicht wirklich erkennen, denn beiden Mannschaften merkte man die harten Tage des Trainingslagers an. Beide wirkten insgesamt müde, und beiden merkte man die schweren Beine an. Sehr unglücklich dann der Pausenrückstand für den VfL, als Lauterns Zuck alleine auf Riemann zulief, der zunächst gut parieren konnte, aber Gyamerah den Abpraller unglücklich ins eigene Tor abfälschte. In der zweiten Hälfte lief es für den VfL etwas besser, und Wurtz und Hinterseer drehten innerhalb von nur drei Minuten das Spiel. Fünf Minuten danach verwandelte Spalvis einen zweifelhaften Foulelfmeter zum 2:2-Endstand. Was fiel sonst auf? Johannes Wurtz mit seinem 11. Tor in der Vorbereitung (und das zweite Tor von Hinterseer bereitete er mustergültig vor), Bochums Torwart Nummer drei, Florian Kraft, in der zweiten Halbzeit mit einer echt starken Leistung und vielen Glanzparaden, und der erst 16-jährige Armel Bella-Kotchap, der für den nach München verliehenen Simon Lorenz ins Trainingslager nachreisen durfte. Bella-Kotchap lieferte ebenfalls in Halbzeit zwei eine bärenstarke Leistung als Innenverteidiger ab, kochte die erfahrenen Lauterer Offensivkräfte ziemlich souverän und geschickt ab und gewann (zumindest gefühlt) jeden Zweikampf.