VfL Bochum 1848   
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2. Bundesliga 2016/2017 - Freitag, 28. April 2017, 18:30 Uhr
VfL Bochum - Dynamo Dresden (0:2) 4:2

Spielort: Vonovia Ruhrstadion, Bochum
Zuschauer: 17.264
VfL: Riemann - Gyamerah, Hoogland, Bastians - Losilla, Janelt - Weilandt (56.Gündüz), Stiepermann (74.Rieble) - Eisfeld (71.Saglam) - Wurtz, Mlapa
SGD: Schwäbe - Kreuzer, J.Müller, Ballas, Heise - Konrad - Hauptmann (82.Alvarez), Lambertz (72.Aosman) - Gogia (78.Berko), Kutschke, Stefaniak
Tore:
0:1 Hauptmann (7., Linksschuss, Vorarbeit Gogia),
0:2 Gogia (25., Linksschuss),
1:2 Eisfeld (50., Rechtsschuss, Vorarbeit Losilla),
2:2 Stiepermann (51., Linksschuss),
3:2 Losilla (70., Rechtsschuss, Vorarbeit Wurtz),
4:2 Saglam (88., Rechtsschuss, Vorarbeit Wurtz)
Schiedsrichter: Lasse Koslowski (Berlin)

Wahnsinn! Wahnsinn! Wahnsinn! Die wahrscheinlich schlechteste Halbzeit der gesamten Saison und die vermutlich beste Halbzeit der gesamten Saison in nur einem einzigen Spiel. Eine wahre Achterbahnfahrt erlebten die etwas mehr als 17.000 Zuschauer an diesem Freitagabend im Ruhrstadion. Zur Halbzeit stand es 2:0 für die Gäste aus Dresden, und das beste aus Bochumer Sicht daran war tatsächlich noch das Ergebnis, also dass es "nur" 0:2 stand, denn es hätte durchaus auch 0:3 oder 0:4 für das Team aus der sächsischen Landeshauptstadt stehen können. Dynamo spielte die VfLer so dermaßen an die Wand, dass einem angst und bange wurde. Die Leistung der Gastgeber in den ersten 45 Minuten war ein einziger Offenbarungseid, und so dachte ich in der Halbzeitpause schon an harten Abstiegskampf in den letzten drei Saisonspielen. Bei der Form, die die VfLer in der ersten Hälfte präsentiert hatten, keine besonders guten Aussichten, bei drei noch folgenden Duellen gegen Teams, die noch mitten im Abstiegskampf stehen.

Mit dem Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit drehte sich das Spiel aber plötzlich und eigentlich (zumindest für mich) völlig unerwartet komplett. Die Gastgeber, die in den ersten 45 Minuten immer viel zu weit weg von ihren Gegenspielern standen, pressten die Gäste aus Dresden jetzt auf einmal von der ersten Sekunde an richtig gut und kamen so auch ganz schnell zum Erfolg. In der 50. Minute steckte Losilla, nach einem Ballgewinn von Weilandt, den Ball schön nach vorne zu Eisfeld durch, der frei vor Dresdens Keeper Schwäbe stand und nur noch zum 1:2 einschieben musste. Nur 41 Sekunden nach dem Anschlusstor störte Stiepermann erfolgreich Dresdens Kreuzer, gewann den Ball und stand so ebenfalls frei vor dem Tor, und machte das 2:2. Jetzt tobte das Ruhrstadion endlich mal wieder. Es war nicht nur Stiepermanns erstes VfL-Tor, sondern vor allem auch sein bislang mit Abstand bestes Spiel im VfL-Trikot. Von Dresden kam anschließend garnichts mehr, und so schien es nur noch eine Frage der Zeit, wann der VfL dieses Duell komplett auf den Kopf stellen würde. Das schaffte dann Losilla, nach schöner Vorarbeit von Wurtz, in der 70. Minute mit dem 3:2. Görkem Saglam markierte mit seinem ersten Profitor noch den Schlusspunkt zum 4:2, das am Ende wohl sogar verdient war.

Zur Pause hatte ich mich also schon intensiv und sorgenvoll mit dem Abstiegskampf und dem schweren Restprogramm beschäftigt, nach dem Schlusspfiff sah die Welt mit jetzt erreichten 40 Punkten auf einmal wieder absolut in Ordnung aus. Nach den Sonntagsspielen stand der VfL also drei Spieltage vor dem Saisonende mit sieben Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz auf Tabellenplatz acht und kann in dieser (wieder mal) verrückten Saison plötzlich sogar wieder nach oben schauen, mit gerade vier Punkten Rückstand auf Platz sechs.

Alle Spiele Bochum vs. Dresden

91/92 (1.BL) VfL - SGD 1:0 (Wegmann)

92/93 (1.BL) VfL – SGD 2:2 (Reekers,Dressel)
94/95 (1.BL) VfL - SGD 2:0 (Aden,von Ahlen)
05/06 (2.BL) VfL - SGD 1:0 (Drsek)
11/12 (2.BL) VfL - SGD 0:2 (-)
12/13 (2.BL) VfL - SGD 2:1 (Goretzka,Freier)
13/14 (2.BL) VfL - SGD 1:1 (Fabian)
16/17 (2.BL) VfL - SGD 4:2 (Eisfeld,Stiepermann,Losilla,Saglam)

8 Spiele – 5 – 2 – 1 – 13:8 Tore