Euskirchener TSC 1848/1913
 
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      FC Blau-Weiß Friesdorf      
  TSC Euskirchen Offiziell
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  BW Friesdorf Offiziell
Oberliga Mittelrhein 2017/2018 - Sonntag, 3. September 2017, 15:00 Uhr
TSC Euskirchen - BW Friesdorf (0:0) 0:0

Spielort: Erftstadion, Euskirchen
Zuschauer: 211
TSC: Hoeschel - Uhlemann, Borgelt, Vatovci, Habl - Ristovski, Leßenich, Fiegen, Mehmeti (46.Wiedenau) - Euenheim (57.Ohmert), Dahas (87.Behr)
BWF: Weidner - Biermann, Tuysuz, Lima Ribeiro, Liontos - Civgin (46.De Oliveira), Kartal, Idrizi, Kamm - Fichtl (78.Pütz), Püttmann (67.Kizil)

Tore:
keine
Schiedsrichter: Patrick Dupont (Herzogenrath)

An diesem spätsommerlichen Sonntag Nachmittag ging es gemeinsam mit Mike in etwas mehr als einer Stunde an den Rand der Eifel, nach Euskirchen, in die 56.000-Einwohner-Stadt, die ganz in der Nähe von Köln (35 km) und Bonn (25 km) liegt. Der Euskirchener Turn- und Sportclub, der 1967 aus einer Fusion des Euskirchener SC mit dem Euskirchener TSV entstanden war, spielt seit 2012 in der fünftklassigen Oberliga Mittelrhein. Der größte Erfolg der letzten Jahrzehnte war der Aufstieg in die damals viertklassige Oberliga Nordrhein 1999. Allerdings war das Abenteuer schon nach zwei Jahren wieder beendet. Danach ging es sportlich bergab, bis zum finanziellen Kollaps in der Saison 2004/05. Seitdem geht es sportlich langsam wieder bergauf. Seit fünf Jahren, also seit der (Neu-)Gründung dieser Spielklasse, hält man sich mittlerweile also in der nur noch fünftklassigen Oberliga Mittelrhein.

Am zweiten Spieltag der Saison 2017/2018 in der Oberliga Mittelrhein empfing der ETSC an diesem Nachmittag den FC Blau-Weiß Friesdorf, aus dem gleichnamigen Bonner Stadtteil. Mike und ich bekamen leider ein wahnsinnig langweiliges, niveauloses Gekicke zu sehen. Ein höhepunktarmes Spiel wäre ja noch zu ertragen, allerdings handelte es sich bei diesem Duell mehr um ein höhepunktloses Spiel. Die erste Halbzeit kam komplett ohne Torchancen aus, in der zweiten Hälfte gab es immerhin einen Lattenknaller der Gäste aus Bonn, die in Halbzeit zwei wenigstens etwas aktiver wurden. Für etwas Abwechslung sorgten lediglich die Mini-Ultras des ETSC, mit ihren monotonen "ETSC, Ole, Ole!!!"-Gesängen. In der zweiten Halbzeit gingen sie mit der Spendendose herum. Wobei der Satz "Eine Spende für die Jugend des ETSC!" nicht wie eine Frage, sondern eher wie eine Drohung klang. Dazu gab es extrem böse Blicke von ein paar 5-Jährigen. Ich schmiss lieber etwas Geld in die Spendendose, bevor wir hier noch richtig Ärger bekommen würden. In der Halbzeitpause entdeckten wir, dass nebenan auf dem Kunstrasenplatz bei einem Kreisliga-A-Spiel viel mehr Zuschauer als auf dem Hauptplatz waren, angeblich, weil ein bekannter Rapper anwesend war. Wenigstens schien das Spiel dort etwas interessanter zu sein, wie man am gelegentlichen Raunen, Applaus und Torjubel hören konnte.

Der einzig schöne Punkt an diesem Besuch war also das Erftstadion, das durchaus gefallen konnte, trotz der Tatsache, dass es sich um einen Leichtathletik-Ground handelt und man durch die Laufbahnen relativ weit weg vom Geschehen ist. Dafür hat der Ground aber eine überdachte Sitzplatztribüne mit 550 Plätzen und rundherum ein paar Stehplatzstufen zu bieten. Dahinter gibt es noch Graswälle, und rundherum ein paar Parkbänke. Die vielen Bäume in der Anlage vermitteln bei schönem Wetter wie heute noch zusätzlich so etwas wie Idylle und Gemütlichkeit. Ein negativer Punkt ist, dass es kein Vereinsheim gibt. So kann man Getränke und Speisen nur von einem Tapeziertisch kaufen, der auch noch blöderweise direkt am Eingang steht, so dass man immer irgendwo im Weg steht, wenn man sich dort in der Schlange anstellt.