Hombrucher SV U17
 
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VfL Bochum bei Westline
U17-Bundesliga 16/17 - Sonntag, 5. März 2017, 11:00 Uhr
Hombrucher SV U17 - VfL Bochum U17 (0:0) 0:0

Spielort: BZA Wischlinger Weg (R), Dortmund
Zuschauer: 150
HSV: Lenschmidt - Schütte, Gyamfi, Milosz, Uedickoven - Stawski (73.Majewski), Mohammed, Dalyanoglu, Ilic - Telschow, Erdur (76.Janetzki)
VfL: Grave - Nabrotzki, Dagott, Schrick (41.Ahmet), Sengün (71.Lüntz) - Hendel, Sagman (77.Kapagiannidis) - Klakus, Uzun, Lieto - Terzioglu (66.Guirhil)

Tore:
keine
Schiedsrichter: Robin Braun (Wuppertal)

An diesem frühlingshaft wirkenden, sonnigen Sonntag Morgen ging es kurz hinüber in die Nachbarstadt nach Dortmund, um den nächsten Auftritt der B-Jugend des VfL Bochum anzuschauen. Am 19. Spieltag der U17-Bundesliga West mussten die kleinen VfLer bei der U17 des Hombrucher SV antreten, die im vergangenen Sommer erstmals den Aufstieg in die Bundesliga geschafft hatte. Weil die Hombrucher nur über einen Kunstrasenplatz verfügen und der DFB einen Rasenplatz für diese Spielklasse vorschreibt, tragen sie ihre Bundesliga-Heimspiele auf Naturrasen beim SV Arminia Marten am Wischlinger Weg aus. Arminia Marten selbst trägt seine Heimspiele leider nur noch auf dem Kunstrasenplatz nebenan aus, wie ich leider bei meinem Besuch im Oktober 2015 beim Landesliga-Duell gegen Concordia Wiemelhausen erfahren musste.

Also passte mir dieses Spiel eigentlich ganz gut ins Konzept, weil ich hierhin sowieso noch einmal zurückkehren wollte, weil
der Hauptplatz der Bezirkssportanlage "Wischlinger Weg" eine echte Perle in der Stadionlandschaft des Ruhrgebiets ist, die in ihren besten Zeiten mal für fast 10.000 Zuschauer freigegeben war. Über fast 1,5 Seiten sind noch die alten Stehstufen erhalten geblieben, an den anderen Seiten erkennt man noch, dass dort auch einmal Stehstufen vorhanden waren. Der SV Arminia Marten hatte von 1937 bis 1941 in der Gauliga Westfalen, also in der damals höchsten Spielklasse, gespielt und 1940 sogar dort den ehemaligen Lokalkonkurrenten Borussia Dortmund mit 10:0 bezwungen. Gegenüber den erhaltenen Stehrängen befindet sich noch ein modernes Vereinsheim, inklusive Umkleidekabinen.

Der Hombrucher SV, dessen erste Mannschaft ich 2013 bei einem Heimspiel in der sechstklassigen Westfalenliga gegen TuS Hordel besucht hatte, ist noch ein relativ junger Verein, der 2002 aus einer Fusion des Hombrucher FVs mit dem FC Eintracht Hombruch entstanden ist. Der größte Erfolg des Vorgängervereins Hombrucher FV war die Deutsche Amateurmeisterschaft 1958, als man im Finale im Stadion Rote Erde vor 22.000 Zuschauern mit 3:1 gegen den ASV Bergedorf 85 gewinnen konnte. Für den neugegründeten Hombrucher SV dürfte der Aufstieg der B-Jugend im vergangenen Sommer in die U17-Bundesliga der größte Erfolg der noch jungen Vereinsgeschichte gewesen sein. 
Die U17 des mittlerweile nur noch siebtklassigen Landesligisten hatte sich in der vergangenen Saison mit einem Punkt Vorsprung vor Preußen Münster die Meisterschaft in der U17-Westfalenliga gesichert. Für einen kleinen Stadtteilklub ist das natürlich eine Riesensache, dass sich die Talente plötzlich unter erstklassigen Bedingungen mit den Teams von Borussia Dortmund, Schalke 04, 1. FC Köln, Bayer Leverkusen, Borussia Mönchengladbach und dem VfL Bochum usw. in einer Liga messen können.

Es sieht derzeit auch überhaupt nicht nach einem nur einjährigen Abenteuer für den Hombrucher SV in der Junioren-Bundesliga aus, sondern eher nach einem weiteren Jahr in der Erstklassigkeit, denn nach 19 von 26 Spielen liegt man auf dem zehnten Tabellenplatz (von 14 Vereinen) und hat fünf Punkte Vorsprung auf Rot-Weiss Essen, die im Moment auf Platz 12, also auf dem ersten Abstiegsplatz liegen. Gegen den VfL Bochum gelang an diesem Morgen ein weiterer wichtiger Punktgewinn auf dem Weg zum Klassenerhalt, der auch noch dazu absolut verdient war, denn in der ersten Hälfte war man sogar das aktivere Team, während die Gäste kaum einmal gefährlich vor das Hombrucher Tor kamen. Erst in der Schlussphase kam der Favorit aus Bochum, der derzeit auf dem vierten Platz in der U17-Bundesliga liegt, besser ins Spiel und zu einigen guten Torchancen, aber am Ende blieb es beim verdienten torlosen Unentschieden.