FSV Gütersloh 2009
 
2
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3
SV Meppen Frauen
  FSV Gütersloh Offiziell
:
  SV Meppen Offiziell
2. Bundesliga Nord 2017/2018 - Sonntag, 12. November 2017, 14:00 Uhr
FSV Gütersloh - SV Meppen (0:2) 2:3

Spielort: Tönnies Arena, Rheda-Wiedenbrück
Zuschauer: 140
FSV: Rolle - Lange, Lückel, Schmücker (83.Posdorfer), Günnewig - Hermes, Ott, Kmiecik (46.Berning) - Aradini (62.Wolf), Pollmann, Giard
SVM: Mühlenbrock - Fullenkamp, Schulte, Liening-Ewert, Gismann - Juraschek, Senß, Weiss - Schomaker (53.Berentzen), Dalaf, Franjkovic (77.Sasse)
Tore:
0:1 Senß (20.),
0:2 Franjkovic (23.),
1:2 Pollmann (67., Foulelfmeter),
1:3 Fullenkamp (88.),
2:3 Giard (89.)
Schiedsrichter: Naemi Breier (Saarburg)

An diesem nasskalten Sonntag Nachmittag ging es bei einstelligen Temperaturen, Dauerregen und Dauergrau gemeinsam mit Mike nach Rheda-Wiedenbrück, auf das Werksgelände des Tönnies-Fleischwerks, das ja vor allen Dingen Bekanntheit durch deren Eigentümer Clemens Tönnies erlangt hat, der auch seit vielen Jahren gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender des FC Schalke 04 ist. Auf dem Betriebsgelände an der Autobahn A2, direkt neben dem Werksverkauf mit großem Parkplatz, hat man 2012 innerhalb von nur fünf Monaten ein passables, kleines Fußballstadion errichtet, das aktuell für 4.252 Zuschauer zugelassen ist (3.252 Sitz- und 1.000 Stehplätze). Es besteht immerhin aus zwei überdachten, modernen Sitzplatztribünen und einem unüberdachten Stehplatzblock, der bei Bedarf als Gästeblock eingesetzt werden kann. Auf beiden Sitzplatztribünen ergeben die schwarzen und die weißen Sitzschalen jeweils den Schriftzug "TÖNNIES ARENA".

Durch den Kunstrasenbelag in Verbindung mit einer Rasenheizung ist dieser Spielort theoretisch auch im tiefsten Winter nutzbar und aus diesem Grund finden vor allem in der Winterpause hier regelmäßig viele Testspiele höherklassiger Teams statt.

Auch der SC Verl und die U23 von Arminia Bielefeld trugen hier in der "Tönnies Arena" schon Heimspiele in der Regionalliga bzw. Oberliga aus, weil alle ihre Grounds zu dem Zeitpunkt nicht bespielbar waren.
Als Heimstadion nutzen derzeit der in der Kreisliga B bei den Herren spielende BSC Rheda sowie die aktuell in der 2. Frauen-Bundesliga kickenden Damen vom FSV Gütersloh diesen Ground. Mit dem DFB einigte man sich darauf, dass die jeweiligen Gegner des FSV Gütersloh dem Kick auf Kunstrasen zustimmen müssen. Wenn sich das nicht machen, wird auf Naturrasen im Heidewaldstadion zu Gütersloh gespielt.

An diesem Nachmittag empfingen also die heimischen Damen vom FSV Gütersloh am 7. Spieltag der 2. Bundesliga Nord die Damen vom SV Meppen auf Kunstrasen in Rheda-Wiedenbrück. Der "Frauensportverein Gütersloh" entstand 2009, als sich die Frauen- und Mädchenfußballabteilung vom FC Gütersloh 2000 abspaltete. Man konnte so den Platz des FC Gütersloh in der 2. Bundesliga übernehmen und hält sich auch seitdem ununterbrochen in dieser Spielklasse. Aber in dieser Saison 2017/2018 wird es für den FSV Gütersloh ganz schwer mit dem Klassenerhalt. Denn der DFB hat für die kommende Saison 2018/2019 die Einführung einer eingleisigen 2. Frauen-Bundesliga beschlossen, war wiederum bedeutet, dass es in dieser Spielzeit mindestens fünf, vielleicht sogar sechs Absteiger in die Regionalliga geben wird.

Beide Teams von heute liegen derzeit ganz knapp "über dem Strich", also wären im Moment für die neue eingleisige 2. Bundesliga qualifiziert, aber vor dem Erreichen des Saisonziels steht noch jede Menge Arbeit. So galt es natürlich für beide Teams an diesem Nachmittag unbedingt zu punkten. Die Anfangsphase gehörte dabei eigentlich den Gastgeberinnen, aber nach einem Doppelschlag in der 20. und 23. Minute lagen die Gäste aus dem Emsland plötzlich 2:0 vorne und sahen schon wie die sicheren Sieger aus. Ein sicher verwandelter Fouelfmeter in der 67. Minute brachte die Gastgeberinnen zu diesem Zeitpunkt überraschend wieder auf 1:2 heran. Jetzt warf der FSV Gütersloh natürlich in der Schlussphase alles nach vorne und ging volles Risiko. Einen der sich zahlreich ergebenden Konter nutzten die Fußballfrauen aus Meppen dann in der 89. Minute zum scheinbar endgültig entscheidenden 1:3. Aber im Gegenzug gelang den Gastgeberinnen erneut das Anschlusstor, was für eine spannende Nachspielzeit sorgte. Glücklicherweise gelang den Gastgeberinnen aber das Ausgleichstor in der Nachspielzeit nicht mehr, denn Mike hatte vollmundig angekündigt, nackt über den Platz zu flitzen, wenn dem FSV Gütersloh jetzt auch noch der Ausgleichstreffer gelingen sollte.