Würzburger FV 1904
 
2
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0
  TSV Aubstadt 1921  
  Würzburger FV Offiziell
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  TSV Aubstadt Offiziell
Bayernliga Nord 15/16 - Samstag, 14. Mai 2016, 14:00 Uhr
Würzburger FV - TSV Aubstadt (0:0) 2:0

Spielort: Sepp-Endres-Sportanlage, Würzburg
Zuschauer: 504
WFV: Koob – Drösler, Steinmetz, Hofmann (90.Tahir), Istrefi (86.Röckert) - Borba, Ganzinger, Schömig, Hänschke - Droszcz, Heim (75.Schmidt)
TSV: Mack – Hümmer, Kirsten, Benkenstein, Bauer (87.Glückstein) – Grader – Noack, Bäcker, Thomann, Dellinger (77.Schebak) – Schirber (65.Wachmer)

Tore:
1:0 Hofmann (48.),
2:0 Schmidt (87.)
Schiedsrichter: Mario Hofmann (Forchheim)

Nach tagelangen sommerlichen Temperaturen wurde es leider rechtzeitig zum Pfingstwochenende 2016 wieder herbstlich. An diesem also relativ kühlen Samstag ging es morgens in ca. drei Stunden zu meiner Schwester in die Nähe von Würzburg. Zwischendurch verabschiedete ich mich mal kurz für ein paar Stunden und fuhr kurz hinüber zur Sepp-Endres-Sportanlage in der Nähe der Würzburger Innenstadt, um das heutige Heimspiel des Würzburger FVs in der fünftklassigen Bayernliga Nord gegen den TSV Aubstadt anzuschauen. Die Anlage des WFV konnte dabei voll überzeugen, mit dem wunderschönen Ausblick auf die Würzburger Weinberge im Hintergrund, der kleinen, überdachten Tribüne inklusive kleiner, aber feiner Fanszene sowie dem netten Biergarten neben dem Vereinsheim, von dem man ebenfalls das Spiel verfolgen kann. Für diese Spielklasse ist die Fanszene des WFV doch ganz ordentlich, auch wenn natürlich nicht durchgängig supportet wurde. Auf der Gegenseite gibt es sogar noch eine zweite kleine aktive Fangruppe, die zwar ihr eigenes Ding durchzieht, aber immerhin doch ab und zu einem Wechelgesang animiert oder animiert wird.

Nach finanziellen Schwierigkeiten im Jahr 2014 geht es für den Würzburger FV derzeit nur ums sportliche Überleben in der Bayernliga, während der große Lokalrivale, die Würzburger Kickers, mit dem man jahrzehntelang auf Augenhöhe gespielt hat und sich viele Derbys geliefert hat, derzeit in ganz anderen Sphären schwebt und sich aktuelle sogar noch Hoffnungen auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga machen darf. Sicherlich eine besonders bittere Situation für den Anhang des Würzburger FVs. Durch den heutigen Heimerfolg am vorletzten Spieltag hat man sich aber tatsächlich auf einen Nichtabstiegsplatz hochgekämpft und kann so in der folgenden Woche aus eigener Kraft den Klassenerhalt schaffen, nachdem es lang in dieser Saison nach einem trostlosen Abstieg ausgesehen hatte. Am 24. Spieltag hatte man noch (fast) hoffnungslos und scheinbar abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz gestanden. Kurz nach der Pause sorgte Hofmann an diesem Nachmittag für den umjubelten Treffer zum 1:0 für die Gastgeber. Kurz vor dem Ende machte Schmidt den Sack mit dem 2:0 zu und sorgte für ausgelassene Stimmung in der Sepp-Endres-Sportanlage. So eine Aufholjagd hätten wohl selbst die kühnsten Optimisten nicht für möglich gehalten.

Nach dem gelungenen Fußballausflug ging es für mich anschließend wieder zurück zu meiner Schwester und ich durfte nach einer ausführlichen Stadtbesichtigung auch noch abends die äußerst köstliche unterfränkische Küche und das ebenfalls sehr leckere unterfränkische Weizenbier in einem traditionellen Weinrestaurant testen.

Der "Würzburger Fußballverein" versteht sich als Nachfolger des 1981 wegen finanziellen Schwierigkeiten aufgelösten FV Würzburg 04, der von 1976 bis 1980 in der 2. Bundesliga kickte. 1981 nahm man den Spielbetrieb in der untersten Klasse auf und kämpfte sich langsam wieder nach oben, bis 2005 immerhin wieder bis in die zunächst viertklassige und danach fünftklassige Bayernliga. 2009 stieg man aus der Bayernliga ab, aber schaffte 2011 den Wiederaufstieg. 2012 wollte man den Sprung in die neu eingeführte viertklassige Regionalliga Bayern schaffen, aber verpasste die Qualifikation knapp in der Relegation. Dadurch liegt man seitdem erstmals seit 1998 wieder in der Ligenhierarchie hinter dem Lokalrivalen Würzburger Kickers. Auf Initiative der Stadt gab es Anfang 2016 Gespräche über eine Fusion der beiden größten Würzburger Fußballklubs, die aber von den beiden Seiten der Anhänger zum Großteil abgelehnt wird.
Marienkapelle Würzburg
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Würzburg
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