VfL Bochum 1848
 
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2. Bundesliga 15/16 - Sonntag, 6. März 2016, 13:30 Uhr
VfL Bochum - Arminia Bielefeld (1:0) 2:2

Spielort: Ruhrstadion, Bochum
Zuschauer: 17.699
VfL: Riemann - Celozzi, Fabian, Bastians, Perthel - Losilla (83.Hoogland), Eisfeld - Bulut (64.Novikovas), Haberer (74.Mlapa), Terrazzino - Terodde
DSC: Hesl - Dick, Hornig, Börner, Salger - Junglas (46.Burmeister), Schütz - Hemlein, Ulm (89.Schuppan), Nöthe - Klos (80.Voglsammer)

Tore:
1:0 Terodde (30., Linksschuss, Vorarbeit Terrazzino),
1:1 Ulm (48., Handelfmeter, Linksschuss
),
1:2 Nöthe (79., Rechtsschuss, Vorarbeit Klos),
2:2 Terodde (90.+6, Elfmeter-Nachschuss, Linksschuss)
Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden)

Total verrücktes Spiel am 25. Spieltag. Nach dem Schlusspfiff war man als Bochumfan total hin- und hergerissen, ob man sich über den in letzter Sekunde (genauergesagt in der 6. Minute der Nachspielzeit) noch erkämpften Punkt freuen oder über zwei verlorene Punkte ärgern sollte, denn eigentlich war selbst dieses 2:2 völlig ungerecht, aus Bochumer Sicht. Denn die Gastgeber hatten diese Partie eindeutig dominiert, und die Gäste aus Ostwestfalen schafften das Kunststück, aus zwei Torchancen im ganzen Spiel auch zwei Tore zu machen und so einen Punkt aus Bochum zu entführen. Die wussten wahrscheinlich selbst gar nicht, wie es sein konnte, dass sie plötzlich zwischenzeitlich mit 2:1 in Führung lagen. Wenigstens zeigten die VfLer aber wieder große Moral und verhinderten, dass die Bielefelder im Ruhrstadion einen Auswärtssieg feiern konnten.

Schon in der ersten Halbzeit hatte man die Gäste so dermaßen an die Wand gespielt, dass diese nicht ein einziges Mal gefährlich vor das Tor von Manuel Riemann gekommen waren. Gleichzeitig vergab man allerdings jede Menge Großchancen. Unter anderem traf Haberer nur den Pfosten. Nach etwa einer halben Stunde dann die mehr als hochverdiente Führung für den VfL. Tatsächlich waren die Gäste einmal über die Mittellinie gekommen, und wurden prompt gnadenlos ausgekontert. Onur Buuuuuuluuuuuut sprintete über gut 50 Meter, und passte den Ball zu Terrazzino, der den Ball Terodde schön in den Lauf spielte. Und der schob souverän mit Saisontor Nummer 14 zum 1:0 für den VfL ein. Leider verpasste es der VfL aber, bis zur Pause ein zweites oder drittes Tor nachzulegen.

Das sollte sich wieder einmal rächen, denn kurz nach der Pause kamen die Arminen völlig überraschend zum Ausgleich. Janik Haberer wurde im Strafraum angeblich der Ball an die Hand geschossen, was man selbst in der Superzeitlupe nicht genau erkennen konnte, aber der an diesem Nachmittag sehr wirr pfeifende Schiri zeigte auf den Punkt. Lachhaft war aber ganz sicher die Gelbe Karte für Haberer, denn ein absichtliches Handspiel war es definitiv nicht. David Ulm verwandelte für Bielefeld den Handelfmeter zum 1:1 und stellte damit den Spielverlauf völlig auf den Kopf. Die Gastgeber wirkten aber nur ganz kurz geschockt und machten einfach da weiter, wo sie in der ersten Hälfte aufgehört hatten. Leider auch bei der Chancenverwertung, die weiterhin mangelhaft blieb. Terrazzino hatte die größte Chance, als er nur den Pfosten traf. Eigentlich schien es nur eine Frage der Zeit, was endlich das erlösende 2:1 für den VfL fallen sollte. Dann kam die 79. Minute und der eigentlich schon halb ausgewechselte Klos lief plötzlich bei einem Konter der Bielefelder mit nach vorne und passte mit letzter Kraft den Ball in die Mitte zu Nöthe, der zum 1:2 einschob. Jetzt war das Spiel endgültig total auf den Kopf gestellt. Zweite Bielefelder Torchance und zweites Tor. Das nennt man wohl gnadenlos effektiv.

Die Gastgeber warfen natürlich alles nach vorne, und kamen in der sechsten Minute der Nachspielzeit wenigstens noch zum hochverdienten(!!!) Ausgleichstor. Eigentlich waren nur vier Minuten Nachspielzeit angezeigt worden, aber der Schiri verlängerte das Spiel (in diesem Fall) völlig zurecht, weil gefühltermaßen alle paar Sekunden ein Bielefelder Spieler auf dem Rasen lag, und sich vor Schmerzen krümmte, und kurz danach eine plötzliche Wunderheilung zu erfahren. Nicht schlimm, weil das heuzutage ja fast jede Mannschaft macht, aber dennoch irgendwo nervig. Nach einem Foul an Eisfeld zeigte der Schiri dann schließlich zum zweiten Mal in diesem Spiel auf den Elfmeterpunkt. Simon Terodde vergab zwar zunächst, aber im Nachschuss gelang ihm das wichtige 2:2. Auf jeden Fall eine starke Reaktion der Mannschaft, trotz vieler Nackenschläge an diesem Nachmittag nicht aufzugeben. Damit sind die Chancen im Aufstiegskampf zwar leider wieder geringer geworden, aber wenigstens verhinderte man es so, dass die Ostwestfalen schon wieder im Ruhrstadion feiern dürfen.

Alle Duelle Bochum vs. Bielefeld:

71/72 (1.BL) VfL - DSC 2:1 (VfL-Tor: Walitza,Köper)
78/79 (1.BL) 
VfL - DSC 1:0 (Eggert)
80/81 (1.BL) 
VfL - DSC 0:2 (-)
81/82 (1.BL) 
VfL - DSC 1:1 (Lameck)
82/83 (1.BL) 
VfL - DSC 1:1 (Knüwe)
83/84 (1.BL) 
VfL - DSC 2:3 (F.Schulz,Eigentor)
84/85 (1.BL) 
VfL - DSC 1:1 (Kuntz)
88/89 (Pokal) 
VfL - DSC 4:1 n.V. (Legat,Leifeld,Bolzek,Heinemann)
95/96 (2.BL) 
VfL - DSC 2:0 (Wohlfarth,Peschel)
96/97 (1.BL) 
VfL - DSC 1:1 (Jack)
97/98 (1.BL) 
VfL - DSC 1:0 (Wosz)
01/02 (2.BL) 
VfL - DSC 0:0 (-)
02/03 (1.BL) 
VfL - DSC 0:3 (-)
04/05 (1.BL) 
VfL - DSC 1:1 (Madsen)
06/07 (1.BL) 
VfL - DSC 2:1 (Fabio Junior,Ilicevic)
07/08 (1.BL) 
VfL - DSC 3:0 (Mieciel(2),Dabrowski)
08/09 (1.BL) 
VfL - DSC 2:0 (Mieciel,Pfertzel)
10/11 (2.BL) 
VfL - DSC 3:1 (Freier,Dabrowski,Jong)
13/14 (2.BL)
VfL - DSC 1:4 (Butscher)
15/16 (2.BL) VfL - DSC 2:2 (Terodde(2))


20 Spiele, 9 - 7 - 4 , 30:23 Tore