VfL Bochum 1848    
 
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1. FC Heidenheim 1846
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  1. FC Heidenheim Offiziell
2. Bundesliga 16/17 - Sonntag, 30. Oktober 2016, 13:30 Uhr
VfL Bochum - 1. FC Heidenheim (2:0) 2:1

Spielort: Ruhrstadion, Bochum
Zuschauer: 14.729
VfL: Riemann - Hoogland, Dawidowicz, Bastians (63.Wydra), Perthel - Canouse, Stiepermann - Weilandt, Wurtz (77.Quaschner), Saglam (80.Rieble) - Mlapa
FCH: Müller - Strauß (46.Widemann), Wittek, Beermann, Feick - Theuerkauf - Thomalla, Griesbeck (46.Skarke), Titsch-Rivero, Schnatterer - Verhoek (80.Finne)

Tore:
1:0 Mlapa (6., Linksschuss),
2:0 Bastians (31., Foulelfmeter, Linksschuss, Vorarbeit Mlapa
),
2:1 Dawidowicz (49., Eigentor, Kopfball)
Schiedsrichter: René Rohde (Rostock)

Der heutige Heimsieg gegen den 1. FC Heidenheim wird für den VfL Bochum hoffentlich der dringend benötigte Befreiungsschlag. Nach der ganz schwachen Leistung beim 0:3 beim 1. FC Kaiserslautern sechs Tage zuvor und zuletzt nur einem Sieg aus den vergangenen fünf Spielen war die Stimmung beim VfL mal wieder in den Keller bzw. in die übliche Herbstdepression gerutscht. Benötigt wurde an diesem sonnigen Herbstnachmittag also nur irgendwie ein Dreier, egal wie. Und dass das schwierig wird, war vorher auch schon klar. Nicht nur wegen der argen Verletzungsprobleme und der daraus resultierenden Leistungsschwankungen der vergangenen Wochen, sondern natürlich auch wegen eines starken Gegners, denn die Heidenheimer reisten als Tabellendritter zum Tabellenelften ins Ruhrgebiet. Immerhin gab es auf der Jahreshauptversammlung am Freitag zuvor erfreuliche Zahlen zu verkünden, und auch die Zuschauerzahl an diesem Nachmittag war mit fast 15.000 Besuchern besser als vermutet.

Glücklicherweise gelingt dem VfL Bochum in dieser Saison bislang immer zur rechten Zeit, also immer wenn eine größere Krise droht, ein Erfolgserlebnis. An diesem Nachmittag war man zwar über weite Strecken das schlechtere (oder zumindest passivere) Team, aber das interessiert ja bekanntlich am nächsten Morgen niemand mehr. Erstaunlich, dass Gertjan Verbeek etwas von seiner Linie abwich, und nicht den üblichen Ballbesitzfußball spielen ließ. Durch leidenschaftlichen Einsatz und aufopferungsvollen Kampf machte man heute nämlich vieles wieder gut. Dazu kann man auch noch etwas Glück, denn bereits in der sechsten Miniute gelang das wichtige Führungstor zum 1:0. Dabei zeigte der VfL ein starkes Umschaltspiel, als Stiepermann bei einem schnellen Gegenangriff Mlapa wunderschön freispielte, und der souverän den Ball ins Netz knallte. Die Gastgeber beschränkten sich auch danach weiter aufs geschickte Verteidigen und so fiel auch das 2:0, als wiederum Mlapa bei einem schnellen Gegenangriff freigespielt wurde und im Strafraum nur noch durch ein Foul gebremst werden konnte. Felix Bastians verwandelte den Foulelfmeter sicher zum 2:0.

In der zweiten Halbzeit wurden die Gäste aus Heidenheim noch offensiver, und das wäre dem Spiel des VfL eigentlich perfekt entgegengekommen. Wäre das Anschlusstor nicht viel zu früh gefallen. In der 49. Minute gab es eine besondere Slapstick-Einlage der Bochumer Defensive, als Riemann den Ball an den Kopf von Stiepermann abwehrte, und von dessen Kopf der Ball an den Kopf von Dawidowicz ins eigene Tor abgefälscht wurde. Das war definitiv das Kacktor des Monats, vielleicht sogar des Jahres. Das gab den Gästen natürlich noch mehr Rückenwind und es schien zunächst nur eine Frage der Zeit, wann der Ausgleich fallen würde. Die Bochumer Defensive wackelte einige Minuten lang bedenklich, fiel aber nicht, denn wirklich viel fiel den Gästen auch nicht ein, und irgendwann flaute der Offensivdrang der Gäste auch wieder merklich ab. So blieb es am Ende beim sehr glücklichen Sieg. Aber solche Spiele muss man vielleicht auch mal einfach gewinnen, um erst überhaupt keinen Negativtrend zuzulassen.

Alle Spiele Bochum vs. 1. FC Heidenheim

14/15 (2.BL) VfL - FCH 4:1 (Sestak(2),Terodde,Gregoritsch)
15/16 (2.BL) VfL - FCH 1:1 (Bulut)
16/17 (2.BL) VfL - FCH 2:1 (Mlapa,Bastians)

3 Spiele – 2 – 1 – 0 – 7:3 Tore