SV Hönnepel-Niedermörmter
2
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2
    TuRU Düsseldorf 1880    
  SV HöNie Offiziell
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  TuRU Düsseldorf Offiziell
Oberliga Niederrhein 2016/2017 - Sonntag, 16. Oktober 2016, 15:00 Uhr
SV Hönnepel-Niedermörmter - TuRU Düsseldorf (0:0) 2:2

Spielort:
Stadion Düffelsmühle, Kalkar
Zuschauer: 170
SVH: Juttner - Kleinpaß (82.Amler), Dragovic, Borutzki, Schneider - Seidel, Mehinovic, Staude, Klein-Wiele, Thuyl (74.Boldt) - Trienenjost

TuRU: Nowicki - Nadidai, Beckers (65.Öz, 90.+2 Boermans), Nonaka - Ivosevic, Norf - Fujita, Radojewski (65.Schütz), Lehnert, Imeri - Ferati
Tore:
1:0 Mehinovic (63.),
2:0 Trienenjost (78.),
2:1 Lehnert (84.),
2:2 Fujita (90.+1)
Schiedsrichter: Marco Lechtenberg (Mönchengladbach)

Nach dem Spiel der VfL-Frauen bei Borussia Bocholt ging es also nochmal 30 km weiter durchs an diesem wunderschönen Tag herrlich anzusehende Rheinland, nach Kalkar, genauergesagt in den weit außerhalb gelegenen Stadtteil Hönnepel. Dort sorgt seit einigen Jahren der 1951 entstandene Fusionsklub Spielvereinigung Hönnepel-Niedermörmter, auch kurz "SV Hö-Nie" genannt, auch überregional für Aufmerksamkeit. Das Dorf Hönnepel hat gerade einmal etwas mehr als 1.000 Einwohner und hat außer Landwirtschaft und schöner Natur nicht viel zu bieten. Gerade deswegen ist es schon sensationell, wie gut dort seit vielen Jahren gearbeitet wird. Bis zum Ende des alten Jahrtausends spielte die SV Hö-Nie meist nur auf Kreisebene, aber seitdem hat man sich kontinuierlich nach oben gearbeitet und spielt jetzt seit 2012 ununterbrochen in der fünftklassigen Oberliga Niederrhein.

Und dort spielt man nicht nur einfach mit, sondern meistens sogar eine gute Rolle. 2014 wurde man sogar Meister der Oberliga Niederrhein, vor dem FC Kray und dem favorisierten Wuppertaler SV, verzichtete aber aus wirtschaftlichen Gründen auf den Aufstieg in die viertklassige Regionalliga West. 2012 war man als Sechstligist die große Überraschung im Niederrheinpokal. Im Halbfinale siegte man im Stadion Niederrhein mit 7:5 nach Elfmeterschießen beim damaligen Drittligisten Rot-Weiß Oberhausen. Im Finale des Niederrheinpokals unterlag man vor 10.000 Zuschauern Rot-Weiss Essen im Georg-Melches-Stadion nur denkbar knapp mit 2:3.

In der Saison 2016/2017 tritt man in der Oberliga Niederhein aber nur mit einer ganz jungen, unerfahrenen Mannschaft an, die noch viel Lehrgeld bezahlt. So lag man vor dem heutigen Heimspiel gegen TuRU Düsseldorf aus der Landeshauptstadt noch ohne Saisonsieg auf dem letzten Tabellenplatz. Umso bitterer war der heutige Spielverlauf für die Gastgeber, die einem insgesamt sehr ausgeglichenen Spiel nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit mit 1:0 in Führung gingen. Etwa zehn Minuten vor dem Ende erhöhte Mittelstürmer Trienenjost gar auf 2:0, und der erste Dreier der neuen Saison schien näher zu rücken. Aber die Düsseldorfer schafften fünf Minuten vor Abpfiff das Anschlusstor und TuRU-Spielmacher Fujita gelang in der Nachspielzeit sogar noch das 2:2. Insgesamt war das Ergebnis sicherlich verdient, aber fühlte sich für die SV Hö-Nie wie eine Niederlage an, wenn man so kurz vor dem ersten Saisonsieg steht.

Überall auf der Anlage des SV Hönnepel-Niedermörmter ist der Slogan "Und der Acker bebt" zu lesen, und tatsächlich befinden sich rund um den Naturrasenplatz vor allem Äcker und Felder. Besonders viel Ausbau hat das "Stadion Düffelsmühle" auch nicht zu bieten. Nur auf der einen Längsseite gibt es ein paar überdachte Stehplatzstufen, und dazu vor dem Vereinsheim, das hinter dem einen Tor liegt, ein paar Sitzplätze. Dafür entpuppte sich die SV Hö-Nie allerdings als kulinarischer Hochgenuss. Die Bratwurst war spitze, die frischgebackenen Waffeln fantastisch und auch der selbstgebackene Käsekuchen absolute Weltklasse.