BSV Schwarz-Weiß Rehden
 
2
:
0
      Hannover 96 U23      
  Schwarz-Weiß Rehden Offiziell
:
  Hannover 96 Offiziell
Regionalliga Nord 15/16 - Samstag, 21. Mai 2016, 14:00 Uhr
Schwarz-Weiß Rehden - Hannover 96 U23 (1:0) 2:0

Spielort: Waldsportstätten, Rehden
Zuschauer: 350
SWR: Hester - Kljajic, Siala, Tietz (75.Heyken), Matovina - Stutter, Gyasi - Boyamba, Artmann (75.Gerdes-Wurpts), Fehr (71.Bolyki) - Kargbo
H96: Rehberg - Hoins, Stühmeier, Polomka (63.Schwarz), Rankovic - Bachmann (63.Bahn), Dierßen - Jahn, Hortum (46.Marotzke), Ballmert - Prokoph

Tore:
1:0 Fehr (2.),
2:0 Kargbo (70.)
Schiedsrichter: Stefan Zielsdorf (Hülsen-Westerloh)

An diesem frühsommerlichen Samstag ging es bei Temperaturen um die 25°C, also bei bestem Fußballwetter, gemeinsam mit Mike in etwa zwei Stunden nach Niedersachsen, irgendwohin zwischen Osnabrück und Bremen, genauergesagt nach Rehden, wo der heimische BSV Schwarz-Weiß Rehden am letzten Spieltag der viertklassigen Regionalliga Nord die U23 von Hannover 96 zum "Spiel um die goldene Ananas" empfing. Für beide Klubs ging es in diesem Duell um nichts mehr, lagen doch beide im gesicherten Tabellenmittelfeld. Das Spiel begann vielversprechend. Nach noch nicht einmal 120 gespielten Sekunden lag der Ball bereits im Netz, nachdem ein Spieler der Heimmannschaft wunderbar frei gespielt wurde und alleine aufs Tor zulief. Leider wurde das Match aber doch nicht das erhoffte Torfestival zwischen zwei Teams, für die es um nichts mehr geht, sondern ein langweiliger Sommerfußball-Kick. Von Hannover, mit dem Ex-VfLer Roman Prokoph als Mittelstürmer und Kapitän, kam über 90 Minuten überhaupt nichts, die Gastgeber bemühten sich wenigstens ab und zu mal, vor das Tor der Gäste zu kommen, und wurden dafür in der 70. Minute mit dem 2:0 und dem Heimsieg belohnt.

Wir nutzten die Zeit und das schöne Wetter vor allem, um uns in der Sonne zu aalen und mit Essen und Trinken zu versorgen. Support gab es erwartungsgemäß keinen. Hannovers aktive Fanszene war beim fast gleichzeitigen U19-Pokalfinale in Berlin (dass sie 4:2 gegen Hertha BSC gewannen), und bei den Gastgebern fiel nur der 1-Mann-Fanclub mit einer Schwenkfahne und zwei Zaunfahnen auf. In der zweiten Halbzeit gab es immerhin etwas Abwechslung für die Ohren, denn direkt am Stadion lief der große Umzug des Rehdener Schützenfestes mit jeder Menge Blaskapellen vorbei. Ansonsten konnte die Anlage überzeugen, mit einer kleinen Sitztribüne und dem Vereinsheim mit Plätzen auf dem Balkon auf der einen Seite, und ein paar Stufen auf den anderen drei Seiten. Insgesamt eine sehr gepflegte Anlage, mit sympathischen Menschen. Dazu kommt noch der kultige Gästeblock, der schon mal überregional Aufmerksamkeit erregt hatte (siehe Fotos), der wohl einer der schlechtesten in den ersten vier Ligen Deutschlands sein dürfte.

Der "Ballsportvervein Schwarz-Weiß Rehden" wurde 1954 gegründet und kommt aus der gleichnamigen 2.000-Einwohner-Gemeinde aus dem Kreis Diepholz. Bis in die 1990er Jahre kickte der Verein vor allem in der Kreisklasse, dann begann auch hier der langsame Aufstieg aus der Bedeutungslosigkeit. 2003 qualifizierte man sich erstmals für den DFB-Pokal und unterlag dort in der ersten Runde dem damaligen Bundesligisten TSV 1860 München mit 1:5. 2010 konnte man sich erstmals für die eingleisige, fünftklassige Oberliga Niedersachsen qualifizieren und zwei Jahre sogar für die neu eingeführte viertklassige Regionalliga Nord, in der man seitdem ununterbrochen spielt. 2013 konnte man sich erneut für den DFB-Pokal qualifizieren, und zog in der ersten Runde gleich das ganz große Los: den FC Bayern München. Ausgetragen wurde dieses Spiel im Osnabrücker Stadion an der Bremer Brücke, wo man vor ausverkauftem Haus den großen Bayern "nur" 0:5 unterlag.
Gästeblock
Gästeblock