SSV Jahn Regensburg
 
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    VfL Bochum 1848    
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VfL Bochum bei Westline
Testspiel 16/17 - Samstag, 23. Juli 2016, 16:00 Uhr
Jahn Regensburg - VfL Bochum (1:2) 2:2

Spielort: Continental Arena, Regensburg
Zuschauer: 7.122
SSV: Pentke - Hein, Nachreiner, Knoll, Nandzik (76.Hofrath) - Geipl, Lais (76.Schöpf) - Thommy, Pusch (42.Džalto), George (63.Hesse) - Hyseni (46.Grüttner)
VfL: Riemann – Celozzi, Hoogland (67.Wydra), Bastians, Perthel – Losilla, Stiepermann (76.Saglam), Eisfeld – Weilandt, Mlapa (46.Quaschner), Wurtz (46.Stöger)

Tore:
1:0 Thommy (11., Vorarbeit Pusch),
1:1 Eisfeld (11.),
1:2 Mlapa (20.),
2:2 Grüttner (47.)
Schiedsrichter: Benjamin Cortus (Röthenbach an der Pegnitz)

Nach dem schönen Ausflug nach Bayreuth ging es an diesem Samstag also weiter nach Regensburg. Dank Mike hatten wir mit dem Nachtquartier – zumindest fahrtechnisch – das große Los gezogen, denn während sich die Massen von Autos an diesem Sommerferien-Reisetag über die proppenvolle A3 von Stau zu Stau quälten, fuhren wir locker und entspannt über Landstraßen und die relativ leere Autobahn A93 in 1,5 Stunden vom Fichtelgebirge in südöstlicher Richtung nach Regensburg. Auch hier fuhren wir zunächst einmal zum Stadion. Der SSV Jahn Regensburg ist im Sommer 2015 in eine neue Arena gezogen, die natürlich – wie alle anderen neuen Arenen auch – autobahnnah und weit außerhalb der Innenstadt gebaut wurde. Die neue Arena in Regensburg liegt direkt an der besagten A3, aber für einen Neubau sah sie zumindest schon einmal von außen ganz nett aus. Der erste Eindruck war also ganz positiv. In einem kräftigen Rot und mit offenen Ecken, von man von außen einen ersten Blick ins Innere werfen kann, strahlt die neue Heimat des SSV Jahn schon von weitem. Trotz Trick 17 gelang es dort aber nicht, vorher ins Stadion zu kommen, um ein paar Bilder von den leeren Rängen zu schießen.

Also fuhren wir erst mal in die wunderschöne Regensburger Altstadt, die völlig zu Recht zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Dieses Mal klappte es auch besser mit dem Finden eines Restaurants mit einheimischer Küche. Wir speisten im „Regensburger Weissbräuhaus“, das ich an dieser Stelle wärmstens empfehlen kann, sowohl vom Preis als auch von der Leistung her, und erst recht von der netten Bedienung her. Danach schlenderten wir noch bei dem weiterhin herrlichen Sommerwetter mit Temperaturen um die 30°C ein bisschen durch die Gassen der „nördlichsten Stadt Italiens“, wie Regensburg sicherlich zu Recht genannt wird.

Danach fuhren wir auch schon wieder zurück zur Arena weit außerhalb der Stadt. Entgegen meiner sonstigen Vorurteile gegenüber modernen Arenen war der auch der zweite Eindruck eindeutig positiv. Von innen hat die neue Heimat der Oberpfälzer zwar nichts Besonderes außer Zweckmäßigkeit zu bieten, aber von außen ist sie aber dennoch durchaus ein Hingucker. Außerdem war die alte Heimat, das Jahnstadion, trotz seines Alters in meinen Augen auch kein besonders schönes Stadion. Mitten in einem Wohngebiet gelegen, hatte der SSV Jahn dort fast hundert Jahre, von 1926 bis 2015, seine Heimspiele ausgetragen. Bei meinem Besuch dort, beim Zweitligaspiel von Jahn gegen den VfL Bochum, war die schöne, alte Haupttribüne durch zwei Stahlrohrtribünen im unteren Bereich verschandelt worden. Dazu war auf der einen Hintertorseite eine weitere Stahlrohrtribüne über die alten Stehplatzränge gebaut worden. Einziges Markenzeichen des Jahnstadions war die Unverwechselbarkeit, durch das Hochhaus hinter der Stehplatzgeraden, von wo aus man das Spiel auch verfolgen konnte, sowie die markante Brauerei direkt hinter dem Gästestehbereich.

Das ist aber Vergangenheit beim SSV Jahn Regensburg. In der Gegenwart ist der Klub gerade aus der viertklassigen Regionalliga Bayern wieder in die 3. Liga aufgestiegen, und die neue, schicke Arena zeigt wohl, dass die Ambitionen beim Verein aus der Oberpfalz sogar noch höher sind. Eine Woche vor dem Saisonstart, mit einem Heimspiel gegen den FC Hansa Rostock, empfing man also den aktuellen Zweitligisten VfL Bochum zur Generalprobe für die neue Drittligasaison. Für den VfL Bochum waren es zu diesem Zeitpunkt noch zwei Wochen bis zum Saisonstart, ebenfalls mit einem Heimspiel (gegen den 1. FC Union Berlin). Organisiert hatte dieses Testspiel eine Supermarktkette, die ebenfalls in der Oberpfalz (ganz in der Nähe von Regensburg) ihren Sitz hat und die derzeit Hauptsponsor beider Vereine ist. Für den VfL war es gleichzeitig ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Cheftrainer Heiko Herrlich, der für den letzten Bundesligaabstieg steht und jetzt die gleiche Position in Regensburg bekleidet.

Zum Spiel selbst lohnt es sich nicht viel zu schreiben. Die ersten zehn Minuten gehörten ganz klar den Gastgebern, die dann auch schnell verdient zum Führungstor kamen. Im Gegenzug gab es dann den allerersten Angriff der Gäste, der auch gleich mit einem Tor, einem Traumtor von Thomas Eisfeld endete. Nur fünf Minuten später drehte der VfL in Person von Peniel Mlapa das Spiel komplett und kontrollierte mit viel Selbstvertrauen fortan bis zum Pausenpfiff die Partie souverän. Kurz nach der Pause kamen die Gastgeber zum Ausgleich. Danach plätscherte das Spiel, trotz der Tatsache, dass beide Trainer nur vier Mal wechselten, nur noch dahin und lief bis zum Abpfiff relativ ereignislos. Stimmung gab es natürlich keine. Von der aktiven Fanszene des SSV Jahn war an diesem Nachmittag nichts zu sehen. Im Gästeblock verloren sich etwa 50 Anhänger des VfL Bochum.

Regensburg hat ca. 136.000 Einwohner und ist damit die viertgrößte Stadt Bayerns. Außerdem gehört die Altstadt der Hauptstadt der Oberpfalz seit 2006 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der „Sport- und Schwimmverein Jahn Regensburg“ wurde 1907 basierend auf dem 1886 gegründeten „Turnerbund Jahn Regensburg“ gegründet und war von 1967 bis 1974 (Regionalliga Süd), 1975 bis 1977 (2. Bundesliga Süd), sowie 2003/2004 und 2012/2013 (2. Bundesliga) jeweils zweitklassig. Nach dem Abstieg 2013 aus der 2. Bundesliga folgte 2015 ein weiterer Abstieg in die Regionalliga. Und ein Jahr später als Regionalliga-Meister die Rückkehr in die 3. Liga. Zu den größten Erfolgen der Vereinsgeschichte gehört auch die 18-malige Qualifikation für die erste Hauptrunde des DFB-Pokal, wo man zwei Mal das Achtelfinale erreichen konnte.
Arena außen
Arena außen
Arena außen
Arena außen
direkte Lage an der Autobahn A3
direkte Lage an der Autobahn A3
Gästefanbereich
Gästefanbereich
Spielstand nach 18:48 Minuten
Spielstand nach 18:48 Minuten
Trinkpause
Trinkpause
Regensburg
Regensburg
Regensburg
Regensburg
Regensburger Dom
Regensburger Dom
... an der Donau
... an der Donau

Pano by Mike: