Bremer Sportverein  
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SG Aumund-Vegesack
  Bremer SV Offiziell
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  SG Aumund-Vegesack Offiziell
Bremen-Liga 2016/2017 - Samstag, 22. Oktober 2016, 13:00 Uhr
Bremer SV - SG Aumund-Vegesack (3:0) 6:0

Spielort:
Stadion am Panzenberg, Bremen
Zuschauer: 150
BSV: Seemann - Waldau (65.Buduar), Nukic, Kwiatkowski, Rieckhof - Arnhold, Kotiukov, Koweschnikow (65.Sahan), Aziri, Rockahr (63.S.Kurkiewicz) - N.Laabs

SAV: Meyer-Wersinger - Basdas, F.Demir, Y.Demir, Fidan - Krombholz, J.Kurkiewicz, Märtens (34.Subasoglu), Tayari - Uslu, van Koll
Tore:
1:0 Aziri (2.),
2:0 Koweschnikow (39.),
3:0 N.Laabs (42.),
4:0 Rieckhof (62.),
5:0 N.Laabs (72.),
6:0 Arnhold (83.)
Schiedsrichter: Yannick Rath (Bremen)

An diesem Samstag Morgen ging es in etwas mehr als zwei Stunden aus dem diesigen Ruhrgebiet ins sonnige Bremen, genauergesagt zum Bremer SV. Der "Bremer Sportverein" wurde 1906 gegründet, spielte bis zur Gründung der Bundesliga im Jahre 1963 meistens erstklassig und war bis in die 1950er Jahre hinein sogar die Nummer eins der Stadt, bis der SV Werder ihn überflügelte. Mittlerweile trennen die beiden Vereine Welten und die Rolle als Nummer zwei im Bremer Fußball scheint mittlerweile so zementiert zu sein, dass man herrlich humorhaft und unverkrampft damit umgeht. Wunderbar gefällt mir zum Beispiel der Vereinsslogan "Seit 1962 NICHT in der Bundesliga". Überhaupt war mir dieser Klub gleich irgendwie sympathisch. Nicht nur wegen des wunderschönen, alten Stadions am Panzenberg, an dem bereits auch der Zahn der Zeit nagt, ohne dass es ungepflegt wirkt. Nein, unter anderem auch wegen der sehr leckeren Stadionwurst, sowie der Tatsache, dass es mit "Bremer Union" eine lokale Biersorte gibt. Ein Hingucker des Stadions ist die alte, überdachte Haupttribüne mit Stehplätzen oben und ein paar Reihen Sitzplätzen unten. Gegenüber gibt es noch eine unüberdachte Stehplatzgerade und hinter dem einen Tor ein paar (allerdings gesperrte) Stehplatzstufen. Natürlich tat auch das schöne Wetter sein Übriges für die gute Laune, und so stellte ich mich auf die Gegengerade und genoss die Sonnenstrahlen, die bislang in diesem Oktober nicht so häufig waren.

Der Bremer SV schafft es seit ein paar Jahren die Bremen-Liga zu beherrschen und gleichzeitig sportlich doch immer wieder zu scheitern. Zuletzt drei Mal in Folge (2014, 2015 und 2016) wurde man jeweils souverän Meister der fünftklassigen Bremen-Liga und stieg doch nicht auf, denn der Bremen-Meister muss sich erst noch in einer Aufstiegsrunde mit den Meistern aus Schleswig-Holstein und Hamburg sowie dem Zweitplatzierten der Oberliga Niedersachsen um nur zwei freie Plätze zur viertklassigen Regionalliga Nord streiten, und da schaffte der BSV das Kunststück, drei Mal in Folge jeweils zu scheitern. Zuletzt davor hatte man 2007 den Aufstieg in die Viertklassigkeit geschafft, scheiterte aber auch damals, weil man keine Lizenz für die höhere Spielklasse bekam. Immerhin gewann man dafür aber auch in den letzten drei Jahren jeweils den Bremen-Pokal und qualifizierte sich so drei Mal in Folge für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals. Leider darf man dort aber aus Sicherheitsgründen nicht im heimischen Stadion am Panzenberg spielen. 2014/15 unterlag man dabei auf Platz 11 des Weserstadions in Runde 1 dem Zweitligisten Eintracht Braunschweig mit 0:1, 2015/16 auf der Anlage des SC Oberneuland dem Erstligisten Eintracht Frankfurt mit 0:3 und in dieser Saison, ebenfalls in Oberneuland, dem Erstligisten SV Darmstadt 98 mit 0:7.

Auch der Start in die neue Saison 16/17 war für den BSV wieder sehr erfolgreich. Durch den heutigen 6:0-Heimerfolg über die SG Aumund-Vegesack hat man eindrucksvolle 30 Punkte aus den ersten 10 Saisonspielen gesammelt. Das bedeutet also 10 Spiele, 10 Siege für den Bremer SV bislang in dieser Spielzeit. Auch die heutigen Gäste aus Vegesack wirkten meist überfordert und konnten sich häufig nur durch hässliche Fouls helfen. Bereits nach noch nicht einmal zwei gespielten Minuten lagen die Gastgeber schon in Führung und bauten diese bis zum Pausenpfiff auf 3:0 aus. Nach der Pause sah es zunächst so aus, als wollten die Gastgeber sich in der zweiten Halbzeit etwas ausruhen und lediglich den Vorsprung verteidigen, denn die Gäste kamen besser ins Spiel und sogar zu Torchancen. Selbst einen Elfmeter konnten die Gäste aber nicht zum Anschlusstor nutzen, und so übernahmen die Gastgeber so langsam wieder das Kommando, spielten ähnlich überlegen wie in der ersten Halbzeit und erzielten noch drei weitere Tore.