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Photomafia Bochum
VfL Bochum bei Westline
2. Bundesliga 16/17 - Sonntag, 4. Dezember 2016, 13:30 Uhr
Arminia Bielefeld - VfL Bochum (1:0) 1:0

Spielort: 
Schüco-Arena, Bielefeld

Zuschauer: 17.479
DSC: Hesl - M.Görlitz, Behrendt, Börner (57.Cacutalua), Schuppan - Junglas, Schütz - Voglsammer (80.Hemlein), Prietl, Hartherz (85.Ulm) - Klos

VfL: Riemann - Gyamerah (64.Gündüz), Hoogland, Dawidowicz (80.Canouse), Perthel - Losilla, Stiepermann - Merkel, Quaschner, Weilandt (46.Novikovas) - Mlapa
Tore:
1:0 Voglsammer (16., Brust, Vorarbeit Hartherz)

Schiedsrichter: Harm Osmers (Hannover)

Am 15. Spieltag der Saison 16/17 musste der VfL endlich mal wieder auf der Bielefelder Alm antreten. Seit vielen Jahren ist die Arminia bekanntlich einer der Lieblingsgegner des VfL Bochum. Nicht nur, dass der VfL in den vergangenen Jahren auf der Alm meistens sehr gut aussah (vor diesem Spiel standen starke neun VfL-Auswärtssiege nur sechs Arminia-Heimsiegen gegenüber). Nein, durch die vielen gemeinsamen Aufstiegs- oder Abstiegsfights als direkte Konkurrenten in den letzten Jahren hat sich zwischen den beiden Vereinen sogar eine besondere Rivalität entwickelt, die seinen Höhepunkt sicherlich im der Bielefelder Kurve entgegengestreckten Stinkefinger von Dariusz Wosz fand. Wosz wurde im Folgenden zum Hassobjekt der Arminia-Anhänger, und animierte die Ostkurve u.a. zur Choreo "Kniet nieder vor König Dariusz, ihr Bauern". In den letzten Jahren ist es bei den Duellen gegen die Ostwestfalen zwar etwas ruhiger geworden, aber die Fahrt zur Arminia ist in Zeiten fehlender Derbys ganz sicher die interessanteste Auswärtsfahrt der Saison.

Gemeinsam ging es mit Mike die ca. 130 km gen Ostwestfalen, an diesem zwar bitterkalten aber auch sehr sonnigen Sonntag, bei gefühlten Temperaturen deutlich im Minusbereich. Neben uns machten sich etwa 2.500 weitere Bochumer auf in die Stadt, die es eigentlich gar nicht gibt, in der Hoffnung, dass der VfL in dieser Spielzeit auch endlich mal auswärts überzeugen kann. Der bislang einzige Auswärtssieg in dieser Saison datiert schon aus dem September. Daneben hatte es einige echt schwache Auftritte gegeben, z.B. beim 0:2 in Würzburg, beim 0:3 in Düsseldorf, beim 0:3 in Kaiserslautern oder auch beim 1:2 in Fürth. Der letztwöchige Auswärtsauftritt mit dem letzten Aufgebot in Dresden hatte natürlich Hoffnung gemacht. Direkt nach dem Anpfiff wurde es erst einmal heiß. Der etwas übermotivierend wirkende Bielefelder Stadionsprecher hatte vor dem Anpfiff dazu aufgefordert, "die Alm heute brennen zu lassen", was einige Bochumer Anhänger vielleicht etwas zu wörtlich nahmen. Aber die VfLer auf dem Platz schafften es relativ schnell, das zarte Hoffnungspflänzchen aus Dresden wieder zu zertrampeln. Nach starker Anfangsphase samt Großchance durch Losilla ließ man schnell wieder nach, und Arminia schaffte es tatsächlich in der 16. Minute zum allerersten Mal in dieser Partie gefährlich vor das Tor des Gegners zu kommen und auch gleich in Führung zu gehen. Die Gäste blieben zwar auch bis zur Pause das aktivere Team, aber ohne wirklich überzeugen zu können und ohne große Torgefahr ausstrahlen zu können.

Auch in der zweiten Hälfte hatten die Gäste deutlich mehr Ballbesitz, ohne, dass das irgendwelche positiven Effekte gehabt hätte. Die VfLer waren zwar stets bemüht, aber fanden keine Lücken in der Bielefelder Defensive, die den knappen Vorsprung sehr geschickt verteidigte. Immer wieder ergaben sich so auch Kontermöglichkeiten für die Gastgeber, die diese aber jedes Mal slapstickartig verstolperten. Das Ganze wirkte wie ein typischer Abstiegsfight. Hätte Arminia nicht mit seiner einzigen echten Torchance im gesamten Spiel getroffen, wäre das eigentlich ein typisches 0:0-Spiel gewesen. Erst kurz vor dem Ende dämmerte den Gästen, dass sie dieses Spiel tatsächlich verlieren könnten, und kamen wieder zwingender vor das Bielefelder Tor. In der 86. Minute zielte Hoogland knapp neben das Tor. Das war bezeichnenderweise die erste Torchance für die Gäste in der zweiten Halbzeit. Und plötzlich wackelte die Bielefelder Defensive. Junglas fälschte in der 89. Minute eine Flanke von Novikovas an das eigene Tordreieck ab. In der Nachspielzeit rettete Bielefelds Keeper Hesl noch zwei Mal stark gegen Mlapa und Hoogland. Insgesamt war der Erfolg für Bielefeld aber sicher nicht unverdient, denn zehn starke Minuten zu Beginn und zehn starke Minuten zum Ende reichen in so einem Spiel einfach nicht aus.

Alle Duelle Bielefeld-Bochum:

71/72 (1.BL) DSC - VfL 3:1 (VfL-Tor: Walitza)
78/79 (1.BL) DSC - VfL 1:2 (Woelk, Abel)
80/81 (1.BL) DSC - VfL 3:3 (Pinkall(2), Abel)
81/82 (1.BL) DSC - VfL 2:0 (-)
82/83 (1.BL) DSC - VfL 1:1 (Schreier)
83/84 (1.BL) DSC - VfL 2:1 (Pater)
84/85 (1.BL) DSC - VfL 2:3 (Woelk, Benatelli, Fischer)
88/89 (Pokal) DSC - VfL 0:0 n.V. (-)
95/96 (2.BL) DSC - VfL 1:3 (Baluszynski, Gaugler, Wynalda)
96/97 (1.BL) DSC - VfL 3:1 (Wosz)
97/98 (1.BL) DSC - VfL 0:2 (Mamic, Wosz)
00/01 (Pokal) DSC - VfL 0:4 (Maric, Schindzielorz, Bastürk, Peschel)
01/02 (2.BL) DSC - VfL 3:0 (-)
02/03 (1.BL) DSC - VfL 1:3 (Freier, Christiansen, Buckley)
04/05 (1.BL) DSC - VfL 1:2 (Zdebel, Diabang)
06/07 (1.BL) DSC - VfL 1:3 (Gekas(2), Dabrowski)
07/08 (1.BL) DSC - VfL 2:0 (-)
08/09 (1.BL) DSC - VfL 1:1 (Klimowicz)
10/11 (2.BL) DSC - VfL 2:2 (Aydin(2))
13/14 (2.BL) DSC - VfL 0:2 (Ilsø,Tasaka)
15/16 (2.BL) DSC - VfL 1:1 (Terodde)
16/17 (2.BL) DSC - VfL 1:0 (-)

 

22 Spiele, 7 - 6 - 9 , 32:35 Tore