1. FC Wunstorf 1919
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SV Drochtersen/Assel
  1. FC Wunstorf Offiziell
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  SV Drochtersen/Assel Offiziell
Oberliga Niedersachsen 14/15 - Samstag, 16. Mai 2015, 16:00 Uhr
1. FC Wunstorf - SV Drochtersen/Assel (2:1) 2:2

Spielort: Barne-Arena, Wunstorf
Zuschauer: 50

FCW: 29 Primke - 3 Öney (75. 15 Fieberg), 4 Beser, 7 Boateng, 10 Kiy (85. 8 Behrendt), 13 Schirrmacher, 20 Ullmann, 21 Kaya, 23 Neubert, 24 Tcha-Gnao (82. 5 Klein), 26 Geppert
SVD: 1 Lemke - 5 Th.Gooßen, 7 Gierke, 10 Zielke, 11 Johrden, 13 Behrmann, 14 Neumann, 19 Sung, 23 Kühn, 25 Zöpfgen (49. 28 Nagel), 27 J.Gooßen (57. 12 Mau)
Tore:
0:1 Kühn (28.),
1:1 Kiy (38.),
2:1 Tcha-Gnao (40.),
2:2 Behrmann (66.)
Schiedsrichter: Benjamin Buth (Hannover)

Von Hannover-Ricklingen ging es in ca. 25 Minuten an den südlichen Rand der niedersächsischen Landeshauptstadt, nach Wunstorf, unweit des "Steinhuder Meers" mit immerhin ca. 40.000 Einwohnern. Dort empfing der heimische 1. Fußballclub Wunstorf in der fünftklassigen Oberliga Niedersachsen den frischgebackenen Meister dieser Klasse und damit aktuellen Aufsteiger in die Regionalliga Nord: Den SV Drochtersen/Assel aus dem nördlichen Niedersachsen, ca. 45 km nordwestlich von Hamburg. Mit viel Zeit ausgestattet erreichte ich eine halbe Stunde vor Anpfiff die Anlage des 1. FC Wunstorf. Aber bei der Ankunft gab es gleich die ernüchternde Nachricht, dass das Gästeteam noch im Stau steht, und sich der Anpfiff um unbestimmte Zeit verzögert. Also ging ich noch ein bisschen in die sehr ansehnliche Innenstadt von Wunstorf, mit vielen alten und sehr gepflegten Gebäuden, wo allerdings am Samstag um 16 Uhr die Bürgersteige schon komplett hochgeklappt waren, also so gut wie alle Geschäfte und Supermärkte bereits geschlossen waren, und kaum ein Mensch irgendwo auf den Straßen zu sehen war. Wahrscheinlich hing ein Großteil der Einwohner vor dem Fernseher, um sich live anzuschauen, was Hannover 96 gerade im Abstiegskampf der Bundesliga anstellt. Eine halbe Stunde nach dem eigentlich geplanten Anstoß erreichte ich wieder den Eingang der "Barne-Arena". Dort gab es die Info, dass die Gäste mittlerweile angekommen waren, aber der Anpfiff sich noch ein bisschen verzögert, weil das Team insgesamt fünf Stunden im Bus saß und sich erst einmal ein bisschen warmmachen muss. Um 16:55 Uhr, also fast eine Stunde später als geplant, ging es dann endlich los, und wahnsinnige 50 Zuschauer hatten bei scheußlichem Schmuddelwetter außer mir noch durchgehalten, und wollten sich diesen Klassiker des niedersächsischen Fußballs nicht entgehen lassen.

Wenigstens das Spiel entschädigte dann etwas für die Warterei. Die Gäste waren teilweise hochüberlegen und spielten einen sehr schönen Fußball, vergaßen aber zunächst das Toreschießen. Erst nach etwa einer halben Stunde gingen sie hochverdient in Führung. Kurz vor der Pause stellten die Gastgeber die bis dahin sehr einseitige Partie völlig auf den Kopf. Durch einen Doppelschlag innerhalb von knapp zwei Minuten drehten sie den Spielstand in ein 2:1 für sich. So ging es auch in die Pause. Auch in der zweiten Halbzeit bestimmten die Gäste das Spiel und drängten auf den Ausgleich, den sie dann in der 66. Minute schafften. Mehr ging heute aber nicht mehr, was auch den Aufstiegsfeierlichkeiten in der letzten Woche und der anstrengenden fünfstündigen Busfahrt gelegen haben könnte. Den Namen Arena hat diese Anlage wie andere auch sicherlich nicht verdient. Trotzdem ist es für diese Klasse eine ganz nette Anlage, denn eine Längsseite hat man komplett mit zwei Reihen voller Sitzplätze ausgestattet. Die anderen Seiten sind nicht ausgebaut, aber dafür verfügt die Anlage noch einen zweiten Rasenplatz mit überdachter Tribüne.