VfL Bochum 1848
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BV Cloppenburg
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2. Bundesliga(F) 14/15 - Sonntag, 1. März 2015, 14:00 Uhr
VfL Bochum - BV Cloppenburg (0:1) 2:1

Spielort: Leichtathletikplatz am Ruhrstadion, Bochum
Zuschauer: 77
VfL: Schlüter - Hoffmann, Grendel, Scholte (81.Gosch), Bröckl - Heep, Angrinck - Richter, Kalamanda, Özkanca (63.Josten) - Grünheid (72.Ließem)
BVC: Crone - Stobba, Löwenberg, Brüggemann, Johanning - Jäger, Chandraratne, Baumann, Luker - Winczo, Kolar (27.Dimitrova)
Tore:
0:1 Chandraratne (32.),
1:1 Grünheid (59.),
2:1 Josten (81.)
Schiedsrichter: Sandy Kuchmann-Nowak (Sondershausen)
Gelb-Rote Karte: Kalamanda (Bochum, 57., wiederholtes Foulspiel)

Eine gute Moral bewies das Frauenteam des VfL Bochum beim Heimspiel gegen den BV Cloppenburg. Nach ganz schwachen 57 Minuten sorgte ausgerechnet der Platzverweis für Tiana Kalamanda dafür, dass die Heimmannschaft endlich wach wurde und zu zehnt den bis dahin verdienten 0:1-Rückstand noch in einen 2:1-Sieg drehte. Das bedeutet für die VfLerinnen im zweiten Spiel nach der Winterpause den zweiten Sieg, und damit auch den ersten Platz in der (noch jungen) Rückrundentabelle. Nach dem 3:2-Auswärtserfolg vor einer Woche bei Holstein Kiel, besiegte man im Mittelfeld-Duell der 2. Bundesliga Nord also auch die Niedersachsen mit 2:1 und dürfte sich damit eigentlich endgültig aller Abstiegsängste entledigt haben. Bei noch neun ausstehenden Spielen liegt man mit 21 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz, und hat jetzt 14 Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz (auf Holstein Kiel auf Platz 10) und 16 auf den ersten Abstiegsplatz (auf Union Berlin auf Platz 11).


Dieser Sieg an diesem wechselhaften und windigen Sonntag Nachmittag war allerdings ein hartes Stück Arbeit. Über weite Strecken der Partie waren die Gäste aus Niedersachsen das bessere oder zumindest optisch überlegene Team. Bis eben zu jener 57. Minute gab es für die Offensive der Gastgeber kaum einmal ein Durchkommen und so waren Torchancen bis dahin absolute Mangelware. So führte der BV Cloppenburg zur Pause verdient mit 1:0, durch die vielleicht beste Spielerin auf dem Platz, die Kapitänin Eve Chandraratne, die 2013 Meister und Champions-League-Sieger mit dem VfL Wolfsburg geworden war.

Erst, als Tiana Kalamanda nach 57 Minuten nach zwei Fouls hintereinander vorzeitig vom Platz musste, wurden die VfLerinnen stärker und nur zwei Minuten danach - quasi mit dem ersten schönen Angriff dieses Spiels - kamen sie zum Ausgleich durch den 10. Saisontreffer von Sarah Grünheid (die damit jetzt auf dem zweiten Platz in der Torschützenliste liegt). Danach war das Spiel ausgeglichener, zwar
immer noch mit leichten Vorteilen für die Gäste, aber mit den besseren Torchancen für die Gastgeberinnen. So war das Siegtor durch die eingewechselte Lisa Josten neun Minuten vor dem Ende gar nicht mehr unverdient. Danach warfen die Gäste natürlich noch einmal alles nach vorne, und dadurch ergaben sich für die Gastgeberinnen noch weitere gute Konterchancen, die allerdings allesamt vergeben wurden. Es reichte aber zum dritten Heimerfolg in dieser Saison (im siebten Heimspiel 14/15). 

Der "Ballspielverein Cloppenburg" wurde 1919 gegründet, die Frauenabteilung gibt es erst seit dem Jahr 2008, als man die Frauenabteilung des gerade in die drittklassige Regionalliga aufgestiegenen SV Höltinghausen übernahm, der sich den Aufstieg finanziell nicht leisten konnte. Ein Jahr später, 2009, gelang erstmals der Aufstieg in die 2. Bundesliga. 2010 wurde das Team durch die finanzielle Hilfe eines örtlichen Feinkosthändlers erheblich verstärkt, spielte ständig oben mit und 2013 gelang tatsächlich der Aufstieg in die 1. Bundesliga. Nach nur einer Saison folgte aber als Tabellenvorletzter der direkte Wiederabstieg. So spielt man seit dem Sommer 2014 wieder in der 2. Bundesliga Nord.