VfB 1903 Hilden  
3
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TV Kalkum-Wittlaer
  VfB Hilden Offiziell
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  TV Kalkum-Wittlaer Offiziell
Oberliga Niederrhein 15/16 - Sonntag, 30. August 2015, 15:00 Uhr
VfB Hilden - TV Kalkum-Wittlaer (1:2) 3:3

Spielort: Sportanlage Hoffeldstraße, Hilden
Zuschauer: 150

VfB: Sube - Schulz, Härtel, Percoco, Andree - zur Linden, Grün (60.Remmert), Krol (78.Wester), Schaumburg - P.Weber (46.Lichtenwimmer), J.Weber
TVK: Gröger – Weiß, Böhm, Zimmermann, M.Ryboth – Schmitz (46.Brunnen), Grambow, P.Ryboth, Afkir (46.Tekadiomona), Fenster (76.Heckhoff) – Schuh
Tore:
0:1 Afkir (9.),
0:2 Schuh (22.),
1:2 Schaumburg (28., Foulelfmeter),
2:2 J.Weber (76.),
2:3 Heckhoff (85.),
3:3 Schulz (87.)
Schiedsrichter: Marco Lechtenberg (Mönchengladbach)

An diesem ebenfalls wieder schwülwarmen Sonntag Nachmittag ging es kurz hinüber nach Hilden, das irgendwo zwischen Wuppertal und Düsseldorf liegt. Die Anlage des VfB Hilden ist mitten in einem Wohngebiet gelegen, deswegen ist die erste Hürde, die man dort bewältigen muss, an einem Sonntag Nachmittag einen Parkplatz zu finden. Am dritten Spieltag der fünftklassigen Oberliga Niederrhein empfing der VfB Hilden den TV Kalkum-Wittlaer aus Düsseldorf, den ich ja schon vier Tage zuvor bei der 1:3-Derbyheimniederlage gegen TuRU Düsseldorf gesehen hatte. Die Gastgeber, die in den vergangenen Jahren in der Oberliga jeweils eine ganz gute Rolle gespielt hatten, standen nach dem Saisonstart schon etwas unter Zugzwang. Zwar hatte man das erste Heimspiel gewonnen, aber war auswärts zwei Mal sehr hart unter die Räder gekommen, unter anderem 1:6 beim Wuppertaler SV zum Saisonauftakt. Die Gäste waren zwar noch ohne Saisonsieg, aber als Aufsteiger war die Erwartungshaltung natürlich nicht ganz so groß und man hatte sich bislang ganz gut geschlagen, auch wenn es bislang nur zu einem einzigen Punkt aus den ersten drei Spielen gereicht hatte.

Die eindeutig spielbestimmende Mannschaft in den ersten 30 Minuten waren etwas überraschend die Gäste aus Düsseldorf, die früh in Führung gingen und diese nach etwa 20 Minuten sogar ausbauen konnten. Durch einen zweifelhaften Foulelfmeter kamen die Gastgeber wie aus dem Nichts zum Anschlusstreffer, und plötzlich war es ein ganz anderes Spiel, in dem der VfB Hilden näher am Ausgleich als die Gäste am Ausbau der Führung waren. Der gute TVK-Keeper Gröger rettete den Gästen aber die knappe Führung in die Pause.

Danach wurde es kurios. Nach einer kurzen, nur zehnminütigen Pause kamen die beiden Teams sehr schnell wieder aus den Umkleidekabinen und stellten sich zur Verwunderung der etwa 150 Zuschauer wieder genauso auf wie in der ersten Halbzeit. Es stellte sich heraus, dass der Schiedsrichter offenbar bemerkt hatte, dass er die Trinkpausen der ersten Hälfte vergessen hatte nachzuspielen, und ließ deswegen erst noch mal zwei Minuten der ersten Halbzeit nachspielen, bevor dann endlich die Seiten gewechselt wurden, und die zweite Halbzeit angestoßen wurde.

In einer zunächst höhepunktarmen zweiten Hälfte kamen die Gastgeber in der 76. Minute doch noch zum inzwischen aber insgesamt verdienten Ausgleich durch Weber. Beinahe hätte es den perfekten Doppelschlag gegeben, denn nur Sekunden nach dem 2:2 hatte erneut Weber die Führung für die Gastgeber auf dem Fuß, aber traf nur den Querbalken. Anschließend wurde es doch noch ein sehr interessantes Spiel, mit plötzlich vielen Torchancen auf beiden Seiten. Beide wollten jetzt unbedingt den Sieg und spielten risikoreich und sehr offensiv eingestellt nach vorne. Fünf Minuten vor dem Ende gelang den Gästen dann das scheinbar entscheidende 3:2-Führungstor. Die Freude währte aber nur wenige Sekunden, denn quasi im Gegenzug kamen die Gastgeber erneut zum 3:3, was dann auch der Endstand in dieser Partie war.