TuS Essen-West 1881
2
:
6
     Rather SV 1919     
  TuS Essen-West Offiziell
:
  Rather SV Offiziell
Landesliga Niederrhein 15/16 - Sonntag, 25. Oktober 2015, 15:15 Uhr
TuS Essen-West - Rather SV (1:4) 2:6

Spielort:
Eberhard-Piekenbrock-Stadion, Essen

Zuschauer: 75
TuS: Niggemeier - Christoph, Brose (64.Schraven), Kirschstein, Ramanovic - Nouri, Fischer, El-Said, Brenk (55.Yeren) - Kaltenmaier, Arongundade (46.Zamkiewicz)
RSV: Liesemann - Palac (34.Ziegler), Plödereder, Nikolic, Sakaschewski (72.Nounouh) - A.Abelski, Pira, Hyseni, Werchau (66.Opdenberg) - B.Abelski, Podszus
Tore:
0:1 B.Abelski (12.),
0:2 Podszus (29.),
0:3 Nikolic (30.),
0:4 A.Abelski (39.),
1:4 Arogundade (41.),
1:5 Werchau (52.),
1:6 A.Abelski (60.),
2:6 Zamkiewicz (82.)
Schiedsrichter: Jonas Böing-Messing (Rhede)

An diesem für Oktober relativ warmen aber bedeckten Sonntag Nachmittag ging es kurz hinüber nach Essen. Und das mit einigen Hindernissen, denn auf dem Nadelöhr des Ruhrgebiets, der A 40, hatte sich durch einen Unfall mal wieder ein 7-km-langer Stau zwischen Bochum und Essen gebildet. Also wählte ich die autobahnlose Variante über Wattenscheid und Steele, die aber entsprechend auch einiges an Zeit kostete, weil ich natürlich nicht der einzige war, der diese Idee hatte. Das Eberhard-Piekenbrock-Stadion des TuS Essen-West liegt mitten in einem dichtbesiedelten Wohngebiet im Essener Stadtteil Holsterhausen. Der Eingang liegt mitten zwischen zwei Wohnhäusern und ist nur durch das große Hinweisschild mit dem Vereinslogo überhaupt zu erkennen. Der Begriff "Stadion" ist vielleicht etwas zu groß gewählt, denn die Anlage besteht nur aus einem Kunstrasenplatz, der auf der einen Längsseite zwei Stehstufen hat und auf der anderen Längsseite das etwas höher gelegene Vereinsheim sowie eine kleine Tribüne mit sechs Stehstufen. Trotzdem kann die Anlage gefallen, denn dadurch hat sie mehr Ausbau als manch anderer Sportplatz in dieser Spielklasse zu bieten.

In der sechstklassigen Landesliga Niederrhein (Gruppe 1) empfing der TuS Essen-West an diesem Nachmittag den Rather SV aus Düsseldorf zum Duell am 13. Spieltag. Etwas weniger als 100 Zuschauer wollten sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen und fanden ebenfalls den Weg zum Eberhard-Piekenbrock-Stadion. Es sollte ein sehr interessantes Spiel für den neutralen Zuschauer werden, alleine schon wegen der acht Tore, die zum Teil sehr schön waren. Von den Torchancen her, hätte dieses Spiel auch 4:8 oder 6:10 ausgehen können. Die Gäste aus der Landeshauptstadt, die trotz einiger Ex-Profis im Aufgebot (u.a. Marcel Podszus und die Brüder Alon und Ben Abelski) auch nur im unteren Tabellenmittelfeld stehen, beherrschten dieses Spiel ganz klar, so dass man teilweise sogar den Eindruck hatte, wenn man es nicht genau wüsste, dass sie mindestens eine Klasse höher spielen. Die Gastgeber aus Essen stehen als immer noch frischgebackener Aufsteiger direkt wieder auf einem Abstiegsplatz und dürften es wohl schwer haben, den Klassenerhalt zu schaffen. Für den TuS Essen-West war es die zweite Klatsche in Folge, denn am vorherigen Wochenende hatte man bei den Sportfreunden Niederwenigern mit 2:7 ebenfalls Prügel bekommen. Immerhin schossen die Gastgeber noch das schönste Tor des Tages, als der eingewechselte Zamkiewicz einen Freistoß aus 30 Metern in der 82. Minute zum 2:6 verwandelte.

Der "Turn- und Spielverein Essen-West" entstand aus zahlreichen Fusionen. Der älteste ehemalige Klub dieser Fusionen ist der TV 1881 Altendorf, weswegen man die 1881 als Gründungsjahr in den Vereinsnamen aufgenommen hat. Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte war das Erreichen der II. Division, der damals zweithöchsten Spielklasse des deutschen Fußballs. Nach einigen Jahren mit Pendeln zwischen Landesliga und Bezirksliga stieg man bis 2008 bis in die Kreisliga B ab. Seitdem geht es aber wieder bergauf. Vorläufiger Höhepunkt war der Meistertitel der siebtklassigen Bezirksliga Niederrhein 2015, wodurch man in die sechstklassige Landesliga aufstieg. Der bekanntestes Fußballer, den der TuS Essen-West in den letzten Jahren hervorgebracht hat, ist mit Michael "Ata" Lameck eine Legende des VfL Bochum.