TSV Meerbusch 2015
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TV Kalkum-Wittlaer
  TSV Meerbusch Offiziell
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  TV Kalkum-Wittlaer Offiziell
Oberliga Niederrhein 15/16 - Sonntag, 13. Dezember 2015, 14:15 Uhr
TSV Meerbusch - TV Kalkum-Wittlaer (2:0) 3:2

Spielort:
Theodor-Mostertz-Sportanlage, Meerbusch

Zuschauer: 100
TSV: Platen – Yanik (66.Kapuscinski), Kreis, Reinert, Klinger - Galster, Purisevic (70.Witte), Staschik, Pranjes (90.+3 Yücel) - Dauser, D.Schmidt
TVK: Gröger - Zimmermann, Schmitz, Weiß - Rodriguez, Brockhoff (79.Brors), Grambow, Heckhoff (46.Müller), Afkir (86.Pesch), P.Ryboth - Tekadiomona
Tore:
1:0 Pranjes (2., Vorarbeit Galster),
2:0 Dauser (9., Vorarbeit Pranjes),
2:1 P.Ryboth (56.),
2:2 Afkir (59.),
3:2 D.Schmidt (71., Vorarbeit Dauser)
Schiedsrichter: Thomas Ulitzka (Bocholt)

An diesem bedeckten und regnerischen Sonntag Nachmittag ging es bei Temperaturen um die 10°C kurz hinüber nach Meerbusch, in die 55.000-Einwohner-Stadt zwischen Krefeld und Düsseldorf. Die Stadt Meerbusch ist noch eine recht junge Stadt, wurde sie doch erst am 1. Januar 1970 gegründet, indem man die kleinen, aber bis dahin selbstständigen Gemeinden Büderich, Ilverich, Langst-Kierst, Lank-Latum, Nierst, Bösinghoven, Osterath und Strümp zu einer Stadt zusammenfasste und diese neue Gemeinde "Meerbusch" nannte. Laut Wikipedia ist Meerbusch deutschlandweit mit weitem Abstand die Gemeinde mit dem höchsten Anteil von Einkommensmillionären an der Wohnbevölkerung. Ebenso wie die Stadt ist auch der Klub "TSV Meerbusch" ein sehr junger Verein. Erst am 1. Juli 2015 wurde er gegründet, indem sich die beiden größten Klubs der Stadt, der TuS Bösinghoven und der ASV Lank zusammenschlossen. Weil die Fußballer vom TuS Bösinghoven schon seit 2012 ununterbrochen in der Oberliga Niederrhein spielten, konnte der neue Klub deren Platz in der Oberliga und einen Großteil des Teams, das sich in der neuen Klasse erstaunlich gut geschlagen hatte, übernehmen. Mit Olivier Caillas konnte man dazu einen ehemaligen Profi als neuen Chefcoach verpflichten.

Am letzten Spieltag vor der Winterpause und gleichzeitig ersten Rückrundenspieltag empfing der TSV Meerbusch in der fünftklassigen Oberliga Niederrhein den Aufsteiger TV Kalkum-Wittlaer aus Düsseldorf. Also empfing der aktuelle Tabellenfünfte den Vorletzten, und zu Beginn sah es auch aus, als sollte dieses Duell eine ganz klare Sache werden. Bereits nach zwei Minuten hatte Pranjes die Gastgeber in Führung gebracht, und in der neunten Minute erhöhte Dauser verdientermaßen auf 2:0. Auch wenn die Gastgeber weiterhin dominant blieben, gaben sich die Gäste niemals auf und kamen auch zu der einen oder anderen guten Torchance. Trotzdem hätte es schon längst gut und gerne 4:0 oder 5:0 stehen können, als die Gäste kurz nach der Pause zum überraschenden Anschlusstreffer zum 2:1 kamen. Nur drei Minuten kamen sie sogar zum Ausgleich und stellten den Spielverlauf so völlig auf den Kopf. Auch das Hinspiel in Düsseldorf war 2:2 ausgegangen, durch ein Last-Minute-Ausgleichstor für die Düsseldorfer Vorstädter. Aber dieses Mal kamen die Gastgeber doch noch zum hochverdienten Siegtreffer, durch Ex-Profi Dennis Schmidt (u.a. SV Wehen, VfL Osnabrück), dessen schöne Direktabnahme unhaltbar im Netz landete. Damit überwintern die Gastgeber auf dem fünften Tabellenplatz, während die Gäste auf dem vorletzten Platz, und damit auf einem Abstiegsplatz, bleiben.

Der neue Hauptplatz des TSV Meerbusch ist die ehemalige Anlage des ASV Lank, im Stadtteil Lank-Latum. Der Kunstrasenplatz der Theodor-Mostertz-Sportanlage in Lank-Latum gehört definitiv zu den sinnlosesten Anlagen der Oberliga Niederrhein, verfügt er doch über keinerlei Ausbau noch über irgendwelche interessante Besonderheiten. Immerhin hat man in der Nähe des Vereinsheims an der einen Längsseite ein Zelt errichtet, wo man sich setzen kann und von wo man sogar das Spiel verfolgen kann. Überraschenderweise gab es sogar etwas Support für die Hausherren, von den "Kinder-Ultras" des TSV Meerbusch, die die bekannten Sänge und Melodien aus der Bundesliga präsentierten (sogar mit Trommel), allerdings mit etwas höheren Stimmen als gewohnt. Aus dem nahen Düsseldorf waren keine Gästefans erkennbar. Nur am Applaus bei den beiden Toren nahm man wahr, dass auch ein paar Leute aus der Landeshauptstadt ihren Klub nach Meerbusch begleitet hatten.