SC Spelle-Venhaus 1946      
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1. FC Germania Egestorf/Langreder
  SC Spelle-Venhaus Offiziell
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  Germania Egestorf Offiziell
Oberliga Niedersachsen 14/15 - Samstag, 23. Mai 2015, 17:00 Uhr
SC Spelle-Venhaus - Germania Egestorf (0:1) 0:1

Spielort: Stadion an der Venhauser Straße, Spelle
Zuschauer: 250

SCV: Egbers - Stegemann, Stapper (64.Bartling), Vaal (57.Thielke), Lampen - Schütte-Bruns, Hoff, Menke - Raming-Freesen, Wald, Ahrens (79.Schmagt)
GEL: Raum - Dismer, Hessel, Baranek (46.Weydandt), Ratzsch - Siegert (85.Stellmacher), Baar (81.Stieler), Bönig, Derr - Oltrogge, Gaida
Tore:
0:1 Hessel (39.)
Schiedsrichter: Hannes Saul (Rotenburg)

Von Rheine ging es in ca. 11 km in gerade einmal etwa 10 Minuten kurz hinüber nach Niedersachsen, in die Nachbargemeinde Spelle, die bereits zum Emsland gehört. Nur 11 km weiter, aber eine ganz andere Liga. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn der heimische SC Spelle-Venhaus spielt wie Rheine in der fünftklassigen Oberliga, aber in Niedersachsen. Und keine schlechte Rolle in dieser Saison. Denn trotz der heutigen Heimniederlage belegt man am Ende dieser Saison einen hervorragenden sechsten Tabellenplatz in der höchsten niedersächsischen Spielklasse. Die heutigen Gäste aus Barsinghausen beenden diese Saison sogar als Vierter, allerdings mit großem Abstand zu den ersten Drei, die sich ein ganzes Stück von der Konkurrenz absetzen konnten. Zu sehen bekamen wir dann auch ein höchstlangweiliges Spiel, also genauergesagt "Sommerfußball" in seiner Perfektion. Kurz vor der Pause sorgten die Gäste immerhin dafür, dass es wenigstens kein torloses Unentschieden wurde, auch wenn es sich fast so anfühlte. Wie eines der schlechten Art, mit ganz wenig Torchancen und Offensivbemühungen von beiden Seiten, wo es scheinbar nur darum ging, vor der Saisonabschlussfahrt noch Verletzungen zu vermeiden. Gästefans konnten keine ausgemacht werden, und die Fanszene Spelle existiert scheinbar noch, war auch mit Fahne präsent aber heute nicht aktiv. Die gesamte Anlage des SC Spelle verfügt über drei Rasenplätze und einen Kunstrasenplatz. Dort kickten fast zeitgleich die U19 und U17. Die Verkostung der Currywurst ergab, dass Spelle und Lingen scheinbar Welten trennen (obwohl sie durchaus ok war). Direkt nach dem Schlusspfiff ging es schnell zurück ins Ruhrgebiet, um sich die aufgezeichnete Sportschau mit dem äußerst spannenden letzten Spieltag der Bundesliga anzuschauen.

Der "Sportclub Spelle-Venhaus" wurden 1946 als "SC Spelle" gegründet und nahm 1965 den heutigen Namen an. 1971 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Venhaus in die Stadt Spelle eingemeindet. Der Verein ist regional bekannt für seine gute Jugendarbeit. 1994 schaffte man es schon einmal bis in die Niedersachsenliga, aber es folgte ein sportlicher Abstieg bis in die Bezirksliga. 2011 stieg man aber wieder in die sechstklassige Landesliga Weser/Ems auf, und 2014 gelang sogar der Sprung in die fünftklassige Oberliga Niedersachsen, in der man sich jetzt mit einem starken sechsten Platz gleich etabliert hat. Das Stadion an der Venhauser Straße hat eine Kapazität von etwa 4.000 Plätzen, und bietet neben einer schicken, kleinen Sitzplatztribüne, noch zwei ausgebaute Seiten mit ein paar Stehstufen. Die Sitzplatztribüne bietet dazu noch auf der Rückseite ein paar überdachte Stehplätze für den Kunstrasenplatz nebenan.