SC Freiburg   
1
:
3
VfL Bochum 1848
  SC Freiburg Offiziell
:
  VfL Bochum Offiziell
VfL4u - Fanforum
Photomafia Bochum
Fantastic Supporters Blog
1.Bundesliga 15/16 - Samstag, 15. August 2015, 13:00 Uhr
SC Freiburg - VfL Bochum (0:0) 1:3

Spielort: Schwarzwald-Stadion, Freiburg
Zuschauer: 23.700
SCF: Schwolow - Mujdza, Torrejon, Höhn, C.Günter - Abrashi, Höfler - Hedenstad (60.Møller Dæhli), Grifo (75.Hufnagel), Frantz - Petersen (73.Guedé)
VfL: Luthe - Celozzi, Fabian (79.Simunek), Bastians, Perthel - Losilla, Hoogland - Bulut, Haberer (80.Weis), Terrazzino - Terodde (82.Rafael)
Tore:
0:1 Bulut (65., Rechtsschuss, Vorarbeit Terrazzino),
0:2 Terodde (70., Rechtsschuss, Bulut),
0:3 Terodde (75., Linksschuss, Terrazzino),
1:3 Torrejon (83., Rechtsschuss, Guedé)
Schiedsrichter: Peter Sippel (München)
Gelb-Rote Karte: Mujdza (Freiburg, 57., wiederholtes Foulspiel),
Rote Karte: Torrejon (Freiburg, 89., grobes Foulspiel)

An diesem bedeckten aber trockenen Samstag ging es mit Mike, Anna und Ricardo zum Tagesausflug in den Schwarzwald. Im Schwarzwald-Stadion kam es heute zum Spitzenspiel am 3. Spieltag der 2. Bundesliga, zwischen Tabellenführer SC Freiburg und dem Zweiten VfL Bochum, die beide ihre ersten beiden Saisonspiele gewinnen konnten, und jeweils souverän ihre Aufgabe in der ersten Pokalrunde beim fünftklassigen Außenseiter gelöst hatten.

Bislang habe ich den SC Freiburg, wie viele andere auch, als äußerst sympathischen Klub empfunden, aber das hat sich seit heute Nachmittag erheblich geändert. Normalerweise verbinde ich den SC Freiburg mit den "Breisgau-Brasilianern", also attraktiven Kurzpass-/Offensivfußball, aber aktuell wird hier vor allem die sportliche Fairness mit Füßen getreten. Unfassbar, wie man dort versucht, den Schiedsrichter zu manipulieren, indem bei jedem(!) noch so kleinen Bochum-Foulspiel die komplette Mannschaft inklusive Trainer die Gelbe Karte fordert und umgekehrt bei jedem(!) Foulspiel an einen gegnerischen Spieler dieser mit der gleichen Vehemenz der Schauspielerei bezichtigt wird. Und was für eine Frechheit, dass der Freiburger Trainer überhaupt über die Gelb-Rote Karte für Mujdza in der 57. Minute diskutiert. Schon die erste Gelbe Karte für Mujdza war absolut berechtigt und bei der zweiten Karte geht dieser mit dem Ellenbogen in Teroddes Gesicht. Dass dort überhaupt darüber diskutiert wird, ob dieser Platzverweis gerechtfertigt ist oder nicht, ist schon blanker Hohn, aber dass dieser Trainer, der 90 Minuten lang bei jeder Aktion, die gegen sein Team gepfiffen wird, eine Verschwörung wittert, sich dann in der Pressekonferenz noch darüber aufregt, dass der Schiedsrichter dieses Spiel entschieden habe, ist dann wirklich unfassbar unsportlich und zeigt, dass er ein schlechter Verlierer ist. Man kann für ihn nur hoffen, dass er dies am Tag danach schon wieder anders sieht.

Dieser Platzverweis war allerdings definitiv der entscheidende Augenblick in diesem Spiel, denn bis dahin waren auf dem Rasen zwei absolut gleichwertige Mannschaften zu sehen. Die etwas bessere Mannschaft in den ersten 60 Minuten war aber schon Gastgeber SC Freiburg, weil er sich wenigstens ein paar Torchancen erkämpfte, und optisch leicht überlegen war, während von den Gästen offensiv so gut wie keine Gefahr ausging, man defensiv aber wiederum sehr kompakt stand. Petersen vergab nach etwa einer halben Stunde freistehend die größte Chance der Gastgeber. Bis dahin sah so aus, als ob dem SC Freiburg schon noch irgendwann das Siegtor gelingen sollte und er dieses Spiel irgendwie gewinnen wird. Aber nach dem absolut berechtigten Platzverweis für den Freiburger Kapitän gab es plötzlich einen totalen Bruch im Spiel der Gastgeber und die Gäste übernahmen vollständig das Kommando. Schuld daran war aber weder der VfL noch der Schiedsrichter, sondern einzig und allein die Dummheit von Mujdza, der ja schon Gelb hatte und trotzdem so hart in jeden Zweikampf ging, dass logischerweise irgendwann Gelb-Rot folgen würde. Die folgenden 20 Minuten, in denen bei den Gastgebern totales Chaos in der Defensive herrschte, können auch nicht nur dem Platzverweis geschuldet sein, so wie es ihr Trainer nach dem Spiel schilderte. Etwas Glück hatten die Gäste beim 0:1, als Bulut den Ball über Schwolow ins Netz spitzelte. Es folgten ein paar blitzsaubere Konter, von denen zwei Simon Terodde zu den Toren 2 und 3 nutzte. Damit war diese Partie bereits 15 Minuten vor dem Ende entschieden. Etwas Spannung kam aber doch noch mal auf, als Torrejon in der 83. Minute den Ball wunderbar und unhaltbar für Luthe zum 1:3 in den Winkel versenkte. Eben jener Torrejon nahm dem Spiel aber auch wieder das kleine bisschen Spannung, als er Timo Perthel in der 89. Minute mit gestrecktem Bein entgegensprang und dafür ebenfalls zurecht die Rote Karte sah.

Für mich war es der zweite Fußballbesuch in Freiburg. Beim ersten Besuch 2010 holte der VfL seinen bislang letzten Punkt in der 1. Bundesliga. Es folgten fünf Niederlagen in Folge, der verdiente Bundesliga-Abstieg und inzwischen die sechste Zweitligasaison in Folge. Mit dem heutigen Erfolg konnte der VfL wenigstens die Statistik in Freiburg wieder ausgeglichen gestalten (siehe unten auf dieser Seite).


Alle Duelle Freiburg – Bochum:

94/95 (1.BL) SCF – VfL 1:2 (VfL-Tore: Wegmann,Wosz)
96/97 (1.BL) SCF – VfL 0:1 (Peschel)
98/99 (1.BL) SCF – VfL 1:1 (Schindzielorz)
00/01 (1.BL) SCF – VfL 5:0 (-)
03/04 (1.BL) SCF – VfL 4:2 (Hashemian,Madsen)
04/05 (1.BL) SCF – VfL 1:1 (Bechmann)
04/05 (Pokal) SCF – VfL 3:2 n.V. (Bechmann,Misimovic)
05/06 (2.BL) SCF – VfL 0:0 (-)
09/10 (1.BL) SCF - VfL 1:1 (Dabrowski)
15/16 (2.BL) SCF - VfL 1:3 (Terodde(2),Bulut)

10 Spiele – 3 – 4 – 3 – 17:13 Tore