PAOK Saloniki 
 
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VfL Bochum 1848
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Testspiel 15/16 - Mittwoch, 8. Juli 2015, 16:30 Uhr
PAOK Saloniki - VfL Bochum (3:3) 3:4

Spielort: Sportpark De Schuytgraaf, Arnhem
Zuschauer: 350
PAOK 1.HZ: Olsen - Vitor, Ricardo Costa, Tzavellas - Kitsiou, Mak, Maduro, Golasa, Pelkas - Perez, Pereyra
PAOK 2.HZ: Glukos - Skondras, Papagiannopoulos, Pouggouras - Mistakidis, Korovesis, Tziolis, Kace, Charisis - Savvidis, Salpingidis

VfL: Riemann (46.Luthe) - Celozzi (46.Bulut), Fabian (46.Simunek), Cacutalua (61.Lach), Perthel (46.Wijnaldum) - Haberer (61.Saglam), Losilla (73.Gül), Hoogland (61.Gulden) - Gregoritsch, Terodde (46.Rafael), Terrazzino
Tore:
1:0 Pereyra (8., Vorarbeit Perthel),
1:1 Ricardo Costa (10., Eigentor),
2:1 Pereyra (11.),
2:2 Hoogland (32., Vorarbeit Perthel),
2:3 Vitor (42., Eigentor),
3:3 Kitsiou (45.),
3:4 Gregoritsch (65., Vorarbeit Terrazzino)
Schiedsrichter: ???

Ferienzeit und nicht viel los im Büro, also ging es ganz spontan an diesem regenerisch kalten Mittwoch Nachmittag direkt vom Büro in etwas mehr als einer Stunde kurz hinüber ins Nachbarland. Im kleinen Sportpark "De Schuytgraaf" in Arnhem hatte der VfL kurzfristig noch ein Testspiel gegen den letztjährigen Tabellendritten der griechischen Super League, gegen PAOK Saloniki, vereinbart. Bei freiem Eintritt wollten sich etwa 350 Zuschauer dieses deutsch-griechische Duell anschauen, dass sich für die Handvoll anwesenden Bochumfans ein bisschen wie Europapokal anfühlte. Die Mehrheit der Zuschauer stellten ganz klar die Griechen, die von einigen Hundert Fans, vor allem aus Deutschland, begleitet wurden. Auf der Sitzplatztribüne kamen dazu noch zahlreiche griechische Journalisten und TV-Kameras, denn dieses Spiel wurde sogar live im griechischen Fernsehen übertragen.

Und die bekamen einiges geboten. Bereits zur Pause stand es 3:3, was aber nicht nur an der offensiven Spielweise lag, die beide Teams boten, sondern vor allem an den vielen, krassen Defensivfehlern auf beiden Seiten. Nach acht Minuten ging PAOK mit 1:0 in Führung, nachdem Perthel den Ball wunderbar mit der Brust vorgelegt hatte. Zwei Minuten der Ausgleich durch ein Eigentor des ehemaligen Bundesligaprofis Ricardo Costa, der Simon Terodde so gerade noch den Ball wegspitzelte, allerdings ins eigene Tor. Im Gegenzug lagen die Griechen auch schon wieder vorne, wieder nach einem dicken Patzer von Perthel. Nach etwas einer halben Stunde dann wieder der Ausgleich für den VfL. Nach einem wunderschön vorgetragenen Angriff, und einer perfekten Flanke von links, wiederum von Perthel, schob Neuzugang Tim Hoogland zum 2:2 ein. Kurz vor der Pause dann der Höhepunkt dieses Slapstickfestivals. PAOKs Abwehrspieler Vitor wollte den Ball zurück zu seinem Torwart Olsen spielen, dem der Ball aber "über den Schlappen" rutschte und ins Netz kullerte. 3:2 für den VfL. Kurz vor dem Pausenpfiff gelang den Griechen dann noch der Ausgleich.

In der zweiten Halbzeit wechselte PAOK einmal komplett durch, und der VfL erst mal fünf Mal (den Rest dann während des Spiels), wodurch der Spielfluss sichtbar litt. Immerhin erzielte Michael Gregoritsch aber noch das 4:3-Siegtor für den VfL.

Für den VfL, der damit in dieser Vorbereitung ungeschlagen bleibt, war es der fünfte Sieg im sechsten Testspiel für die neue Saison. PAOK muss bereits in der nächsten Woche in der zweiten Qualifikationsrunde zur Europa League ran (gegen Lokomotiva Zagreb oder UK Airbus aus Wales), hat scheinbar noch einiges - vor allem in Sachen Defensivarbeit - zu tun, wenn man die Gruppenphase erreichen möchte.

PAOK Saloniki (eigentlich: PAOK Thessasaloniki) wurde 1926 von griechischen Flüchtlingen aus Konstantinopel gegründet. "PAOK" bedeutet auf deutsch in etwa "Panthessalonikischer Sportklub der Konstantinopler" und versteht sich als Nachfolger des 1875 im Istanbuler Stadtteil Pera gegründeten "Hermes Club". So ist das Logo des Klubs auch der Doppelkopf-Adler, das Hauswappen des "Byzantinischen Reiches". Allerdings hat dieser, aus Trauer über den Verlust der Heimat, die Flügel angelegt. Die Vereinsfarbe Schwarz soll für diese Trauer stehen, und das Weiß für die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. PAOK wurde zwei Mal griechischer Meister (1976 und 1985) und vier Mal Pokalsieger (1972, 1974, 2001 und 2003).