FC Sankt Pauli 1910
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2. Bundesliga 14/15 - Sonntag, 17. Mai 2015, 15:30 Uhr
FC St. Pauli - VfL Bochum (2:1) 5:1

Spielort: Millerntor-Stadion, Hamburg
Zuschauer: 23.584 (ausverkauft)
FCP: Himmelmann - Schachten, L.Sobiech, Gonther (17.Ziereis), Halstenberg - Rzatkowski, Daube - Kalla (80.Sobota), Buchtmann (70.Koch), Buballa - Thy
VfL: Luthe - Celozzi, Fabian, Bastians, Perthel - Losilla (60.Tasaka), Eisfeld - Cwielong, Gregoritsch, Terrazzino (59.Forssell) - Terodde (86.Cacutalua)
Tore:
0:1 Gregroritsch (4., Rechtsschuss),
1:1 Thy (34., Rechtsschuss, Vorarbeit Halstenberg),
2:1 Halstenberg (45.+1, Linksschuss, Thy),
3:1 Buchtmann (49., Linksschuss),
4:1 Thy (52., Rechtsschuss, Daube),
5:1 Sobota (83., Rechtsschuss)
Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)

Ganz spontan (Danke an Fabian für die Karte!) und entspannt ging es an diesem Sonntag nach Hamburg, um den seit der vergangenen Woche geretteten VfL Bochum bei seinem letzten Auswärtsauftritt vor der Sommerpause anzuschauen. Außer einer möglichen besseren Platzierung in der Fernsehgeldwertung geht es für den VfL Bochum in dieser Saison also um nichts mehr. Die Gastgeber dagegen steckten vor diesem Spiel noch tief im Abstiegskampf, hatten allerdings die letzten beiden Spiele gewinnen können, unter anderem mit 2:0 auswärts beim ehemaligen Tabellenzweiten und Aufstiegsanwärter 1. FC Kaiserslautern überrascht. Wie schon im letzten Jahr wurde beim VfL zum letzten Auswärtsspiel der Saison ein Sonderzug für 600 Personen organisiert, der auch schnell ausverkauft war. Insgesamt machten sich wohl knapp 2.000 Bochumer auf zum Gastspiel an der Reeperbahn, oder verbrachten gleich das ganze Wochenende dort. Etwa zwei Stunden vor dem Anpfiff traf sich ein Teil der Gästeanhänger an den Landungsbrücken in Sankt Pauli, um ein Gruppenfoto zu machen und gemeinsam zum nur etwa 10 Minuten entfernten Millerntor-Stadion zu gehen. Die neue Hintertortribüne des Stadions ist noch im Bau, so dass ein Teil der Gästefans auf der Haupttribüne untergebracht war und ein anderer Teil auf einer Behelfstribüne auf der neuen Tribüne (allerdings direkt an der Gegengeraden mit den Heimfans). Supporttechnisch war das nicht allzu förderlich, denn den anderen Teil der Gästefans konnte man so akustisch kaum vernehmen, so dass man selten in die Gesänge der anderen Seite einsteigen konnte, weil man sie erst gar nicht hört.

34 Minuten lang sah in diesem Spiel alles nach einem klaren Auswärtserfolg des VfL Bochum aus, der das Spiel bis dahin eindrucksvoll dominiert hatte. Bereits nach vier Minuten hatte Gregoritsch den VfL mit 1:0 in Führung gebracht, und die anfangs sehr nervösen Gastgeber wirkten total geschockt. Die Paulianer wackelten bedenklich in der Defensive, und hatten sehr viel Glück, dass die Gäste es nicht schafften, die Führung auszubauen. Wiederum Gregoritsch vergab die vielleicht größte Gelegenheit, als er schön freigespielt wurde, alleine auf Himmelmann zulief, aber knapp neben das Tor zielte. Auch ein klarer Elfmeter (nach einem Foul an Terodde) wurde dem VfL verwehrt. Drei Minuten nach der Elfmetersituation, in jener 34. Minute, kam St. Pauli praktisch das erste Mal in diesem Spiel gefährlich vor das Tor der Gäste, und prompt lag der Ball im Netz, nach einem sehenswerten Schuss von Thy. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit wurde das Millerntor dann noch zum Tollhaus, als Halstenberg das 2:1 erzielen konnte. In der Anfangsphase der zweiten Hälfte erhöhten die Gastgeber sogar auf 4:1. Die Gäste fielen jetzt völlig auseinander, und jeder Schuss auf das Bochumer Tor war ein Treffer, zumindest gefühltermaßen. Kurz vor dem Ende erhöhte der eingewechselte Sobota noch auf 5:1. Für den FC St. Pauli war das ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt, während der VfL Bochum schlimmstenfalls noch auf Platz 12 herunterfallen könnte.

Zum ersten Mal zu Besuch im (damals noch alten) Millerntor-Stadion war ich tatsächlich im letzten Jahrtausend, beim Zweitligaspiel beider Klubs in Hamburg am 29. August 1999, als man ein lahmes 0:0 sah, der VfL aber am Ende trotzdem mal wieder in die 1. Bundesliga aufstieg. Wirklich viel zu holen gab es für den VfL am Millerntor bislang nicht. Zu dem 3:0-Erfolg im DFB-Pokal am 20. August 1977 kam immerhin in der vergangenen Saison ein 1:0-Erfolg durch ein Tor des Isländers Eyjolfsson. Dem gegenüber stehen jetzt sechs Heimsiege der Hamburger und fünf Mal konnte der VfL immerhin einen Punkt ins Ruhrgebiet mitnehmen. Eine ähnliche Klatsche wie in diesem Jahr hatte es in der Saison 2005/06 gegeben, als der VfL Bochum als Tabellenführer der 2.Liga und späterer Zweitligameister 0:4 beim damals drittklassigen FC St. Pauli unterlag, der anschließend auf seiner "Bokal-Tour" neben dem Bochum noch Wacker Burghausen, Hertha BSC Berlin und Werder Bremen bezwang und bis ins Halbfinale kam.

Alle Spiele FC St. Pauli vs. Bochum:

77/78 (Pokal) FCSP – VfL 0:3 (VfL-Tore: Bast,Pochstein,Woelk)
77/78 (1.BL) FCSP – VfL 1:1 (Abel)
88/89 (1.BL) FCSP – VfL 1:0 (-)
89/90 (1.BL) FCSP – VfL 2:0 (-)
90/91 (1.BL) FCSP – VfL 3:3 (Kohn,Heinemann,Peschel)
93/94 (2.BL) FCSP – VfL 1:1 (Wegmann)
96/97 (1.BL) FCSP – VfL 2:1 (Kracht)
99/00 (2.BL) FCSP – VfL 0:0 (-)
05/06 (Pokal) FCSP – VfL 4:0 (-)
11/12 (2.BL) FCSP – VfL 2:1 (Azaouagh)
12/13 (2.BL) FCSP - VfL 1:1 (Dabrowski)
13/14 (2.BL) FCSP - VfL 0:1 (Eyjolfsson)
14/15 (2.BL) FCSP - VfL 5:1 (Gregoritsch)

13 Spiele – 6 – 5 – 2 – 22:13 Tore