SV Adler Osterfeld   
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SpVgg Sterkrade-Nord
  Adler Osterfeld Offiziell
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  SpVgg Sterkrade-Nord Offiziell
Kreispokal Oberhausen 15/16 - Samstag, 31. Oktober 2015, 15:00 Uhr
Adler Osterfeld - SpVgg Sterkrade-Nord (0:0) 0:0, 1:0 n.V.

Spielort:
Waldstadion Rothebusch, Oberhausen

Zuschauer: 130
SVA: Strauch – Pach, Karabudak, Duran (84.Erbas), Hauner, Giotis (119.Bögüs), Görlich, Demircan, Boukdir, Basar (100.Lo Mele), Saglam
RSV: Klingbeil - Charlier, Tempes, Yilmaz (46.S.Müller), Ali Khan, Biegierz (71.Özdemir), Vogel, Augenstein, van de Sand (46.Nawzad), Konarski, M.Müller
Tore:
1:0 Karabudak (113.)
Schiedsrichter: Jörg Salzsiedler (Mülheim an der Ruhr)

An diesem sonnigen Samstag ging es mit Mike zunächst einmal kurz hinüber nach Oberhausen, genauergesagt in den Stadtteil Osterfeld, wo eine Sportanlage steht, die ich schon seit Ewigkeiten auf dem Zettel für einen Besuch hatte: das Waldstadion Rothebusch. Der heimische SV Adler Osterfeld hat hier von 1998 bis 2005 sieben Jahre lang in der damals viertklassigen Oberliga Nordrhein für Furore gesorgt, denn man spielte fast in jeder Saison um den Aufstieg in die damals noch drittklassige Regionalliga mit. Am nächsten dran war man gleich in der ersten Oberliga-Saison 1998/99, als man am Ende nur knapp Vizemeister hinter Rot-Weiss Essen wurde. In diesen Jahren entstand auch der Ausbau am Stadion Rothebusch. Herausragend an dieser Anlage ist sicher die eine Längsseite komplett umfassende Sitzplatztribüne mit einer Kapazität für 1.260 Zuschauer. Ausgestattet ist sie mit roten und weißen Plastikschalen, die dazu noch den Schriftzug "SV Adler Osterfeld" ergeben. Dazu gibt es auf der einen Hintertorseite, wo sich zu früheren Zeiten mal der Gästeblock befand, noch fünf Stehstufen. Letztendlich hatte sich der Verein damals aber wohl doch wirtschaftlich etwas übernommen, denn 2005 zog sich man sich freiwillig aus finanziellen Gründen aus der Oberliga zurück, und ging hinunter in die damals noch fünftklassige Landesliga, die 2008 durch die Einführung der 3. Liga nur noch sechstklassig wurde. 2012 stieg man sogar noch in die siebtklassige Bezirksliga ab, in der man aktuell immer noch spielt.

Auch wenn die Anlage mittlerweile Kunstrasen bekommen hat, nagt mittlerweile leider durch die finanziellen Probleme des Klubs überall im Stadion der Zahn der Zeit. Aber auch das macht sicherlich inzwischen den Charme dieser Anlage aus. Überall sieht man noch Zeichen der damals ambtionierten Ziele des Oberhausener Stadtteilklubs, wie zum Beispiel den ehemaligen Fanshop, der zwar schon seit Jahren geschlossen ist, aber immer noch so wirkt, als könnte er jederzeit wieder geöffnet werden. Die Currywurst des SV Adler Osterfeld kann jedenfalls auch noch in höheren Spielklassen mithalten.

An diesem Samstag kam es also zum Duell im Achtelfinale des Kreispokals Oberhausen/Bottrop. Zu Gast war die eine Klasse höher spielende SpVgg Sterkrade-Nord. Bereits in der vergangenen Saison trafen beide Klubs im Kreispokal aufeinander, und zwar im Finale. Im Juni diesen Jahres gewann Adler Osterfeld das Endspiel in Sterkrade mit 4:2 und ist somit in dieser Saison Titelverteidiger des Oberhausener Kreispokals. Dadurch qualifizierten sich beide Vereine auch für den Niederrheinpokal in dieser Saison. Während für Adler Osterfeld schon in der ersten Runde das Aus durch eine 0:1-Heimniederlage gegen den FC Remscheid kam, erreichten die heutigen Gäste das Achtelfinale und treten in der kommenden Woche zu Hause gegen Rot-Weiss Essen an. Das wird aber in der kommenden Saison nicht mehr möglich sein, denn auch an diesem Nachmittag unterlagen sie dem eine Klasse tiefer spielenden SV Adler Osterfeld, und können sich somit nicht mehr für den Niederrheinpokal 16/17 qualifizieren. Am Reformationstag 2015 war es ein spannendes aber nicht gerade hochklassiges Spiel, das erst in der zweiten Hälfte der Verlängerung entschieden wurde. Insgesamt war der Erfolg für Adler Osterfeld aber sicher verdient, waren sie doch das Team mit den besseren Torchancen. Die Gäste wirkten zwar spielerisch überlegen, aber kamen viel zu selten mal gefährlich vor das Osterfelder Tor.