Concordia Wiemelhausen
3
:
2
    SG Wattenscheid 09    
  Concordia Wiemelhausen Offiziell
:
  Wattenscheid 09 Offiziell
Westfalenpokal 14/15 - Dienstag, 16.September 2014, 19:00 Uhr
Concordia Wiemelhausen - SG Wattenscheid 09 (1:1) 3:2

Spielort:
Kunstrasenplatz "Glücksburger Straße", Bochum
Zuschauer: 500
CWH: Klüppel - Ruhe, Kaiser, Löhr, Impellizzeri (88.Kronies), Freitag, Siemienowski (81.Kokoschka), Lenze, Wißfeld - Drzymalla (76.Winkel), Schreier
SGW: Carpentier - Jacobs (60.Ferati), Schneider, Clever, Stahmer (66.Grummel) - Kaplan, Zaskoku, Klinger, Kaya - Avci (60.Schwadorf), Oppermann
Tore:
0:1 Kaplan (22., Handelfmeter),
1:1 Siemienowski (45.),
2:1 Schreier (55.).
3:1 Schreier (61.),
3:2 Schwadorf (86.)
Schiedsrichter: Tim Zahnhausen (Herne)
Rote Karte: Kaya (72., wegen einer Tätlichkeit)

In der zweiten Runde des Westfalenpokals empfing die in der achtklassigen Bezirkliga kickende Concordia Wiemelhausen an diesem sommerlich warmen Dienstag Abend die in der viertklassigen Regionalliga West spielende SG Wattenscheid 09. Die Rollen waren also vor dem Anpfiff klar verteilt. Concordia Wiemelhausen hatte in der ersten Runde 2:0 beim ebenfalls in der Bezirksliga spielenden SV Vestia Disteln aus Herten gewonnen, die SG 09 setzte sich souverän mit 6:1 beim ebenso in der Bezirksliga spielenden FC Frohlinde aus Castrop-Rauxel durch. Mit Carpentier, Stahmer, Zaskoku, Kaya, Avci, Oppermann und dem eingewechselten Grummel liefen insgesamt sieben Spieler für die SG 09 auf, die in der Jugend des VfL Bochum ausgebildet wurden. Ihnen gegenüber stand als neuer Trainer von Concordia Wiemelhausen, Jürgen Heipertz, der von 1995 bis 2011 Leiter der Jugend- und Amateurabteilung des VfL Bochum war. Auch bei Concordia hatte man sich vor der Saison ordentlich verstärkt. Mit Löhr, Kaiser und Kokoschka kamen gleich drei Spieler mit Erfahrung aus der sechstklassigen Westfalenliga, von Absteiger S.W. Wattenscheid 08. Aus der ebenfalls sechstklassigen Landesliga Niederrhein, vom Vogelheimer SV, stieß auch noch Stürmer Maximilian Schreier, Sohn der VfL-Legende Christian Schreier, zum Kader von Concordia.

In der ersten Halbzeit wirkten die Gäste aus Wattenscheid lange Zeit überlegen und bestimmten eindeutig das Spiel. Die Hausherren kamen zunächst zu keiner einzigen wirklich gefährlichen Torchance. Allerdings brauchte die SG 09 schon einen Handelfmeter, um durch Kaplan mit 0:1 in Führung zu gehen. Kurz vor der Pause gelang den Gastgebern, zu diesem Zeitpunkt sehr überraschend, der Ausgleich, als Schreier zwei Mal freistehend vergab und Siemienowski schließlich zum 1:1 abstaubte. Das hatte bei den Gastgebern anscheinend für so viel Selbstvertrauen gesorgt, dass sie die zweite Halbzeit total offensiv und entschlossen angingen und der Klassenunterschied überhaupt nicht mehr zu spüren war. Zwei Mal traf Schreier (vor den Augen seines Vaters Christian) und phasenweise nahm Concordia den vier Klassen höher spielenden Gegner nach allen Regeln der Kunst total auseinander. Als sich Wattenscheids Kaya eine Viertelstunde vor dem Ende zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ und vorzeitig zum Duschen durfte, hätte es bei besserer Chancenverwertung gut und gerne 6:1 oder 7:1 für Wiemelhausen stehen können. Vereinzelte "Jacob-raus-Rufe" waren aus dem weiten Rund sogar zu vernehmen. Wattenscheids Coach Klöpper versuchte seine Jungs zwar noch einmal zu motivieren ("Wenn ihr keine Lust habt, dann geht doch nach Hause."), aber zu mehr als zum Anschlusstreffer reichte es am Ende nicht mehr. 

Seit Ende 2013 spielt Concordia Wiemelhausen endlich wieder in der eigenen Anlage an der Glücksburger Straße, direkt am Wiemelhauser Kirchviertel gelegen, nachdem man zwischenzeitlich für einige Wochen an die Wielandstraße in Innenstadtnähe ausgewichen war, weil der Hauptplatz von Asche auf Kunstrasen umgerüstet wurde. Nach wie vor ist das für mich eine der schönsten Anlagen in Bochum, vor allem mit dem wunderschönen Malakowturm der ehemaligen Zeche "Julius Philipp", der inzwischen von der Ruhr-Universität Bochum übernommen wurde, als grandioser Hintergrundkulisse.