Vogelheimer SV     
1
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2
PSV Wesel-Lackhausen
  Vogelheimer SV Offiziell
:
  PSV Wesel Offiziell
Landesliga Niederrhein 14/15 - Sonntag, 7.September 2014, 15:30 Uhr
Vogelheimer SV - PSV Wesel (1:1) 1:2

Spielort:
Sportanlage Lichtenhorst, Essen
Zuschauer: 180
VSV: Bader - Hentschel, Aracli, Askin, Hassouni - Dedek, Schroven, Buttenbruch, Bouazza (67.Houndoh) - Benvenuti (74.Laschke), Haruna
PSV: Erhart – Assfelder, Sanders (56.Bruns), Vos – Klejonkin, Floris, Schweds, Eisenstein, Kirstein (78.Cwiek) - Güclü, Begic (62.Giese)
Tore:
0:1 Kirstein (15.),
1:1 Benvenuti (25.),
1:2 Kirstein (61.)
Schiedsrichter: Marcel Donath (Hilden)

Vor dem Länderspiel in Dortmund sollte es noch etwas lokalen Fußball im Ruhrgebiet geben. Die Wahl fiel auf Essen und den Vogelheimer SV, der in der sechstklassigen Landesliga Niederrhein spielt. Am 3. Spieltag kam es dort an der Sportanlage Lichtenhorst zum "Kellerduell". Beide Klubs hatten die ersten beiden Spiele verloren, und so galt bereits in dieser frühen Saisonphase: Verlieren verboten! Für den Essener Stadtteilklub ist es alleine schon ein Erfolg, überhaupt in der Landesliga zu spielen. 2010 war man als Bezirksligameister in die Landesliga aufgestiegen, und spielt 14/15 bereits die fünfte Landesliga-Saison in Folge, wobei man sich in jeder Saison im unteren Tabellenmittelfeld knapp vor den Abstiegsplätzen platzierte (10/11: Platz 11, 11/12: Platz 8, 12/13: Platz 12 und 13/14: Platz 9). Die Platzanlage des Vogelheimer SV bietet keinen Ausbau, aber macht einen sehr gepflegten Eindruck. Die Gäste aus Wesel dagegen dürften ganz andere Ambitionen haben. Nach nur einer Saison ist man gerade wieder (als Tabellenletzter) aus der fünftklassigen Oberliga Niederrhein abgestiegen, und man wird vom Klub zumindest mittelfristig den Wiederaufstieg in die Oberliga erwarten. Durch den heutigen Erfolg konnte man den Negativtrend wenigstens erst einmal stoppen. Das Duell der beiden Klubs an diesem sommerlichen Nachmittag war allerdings insgesamt ausgeglichen. Die Gäste vom PSV Wesel hatten die besseren Einzelspieler, und kombinierten ganz gefällig, die Gastgeber hielten mit Kampf und Leidenschaft dagegen. Der Sieg der Gäste war am Ende sehr glücklich, besonders weil sie das Siegtor gerade in der stärksten Phase der Gastgeber erzielten. Gespannt war ich darauf, ob es die kleine Fanszene des PSV Wesel noch gibt. Tatsächlich waren eine Handvoll Anhänger mit grün-weißen Schals und einer Fahne am Lichtenhorst anwesend, akustisch machten sie allerdings nicht auf sich aufmerksam.

Der "Postsport- und Spielverein Wesel-Lackhausen 1928 e. V." (kurz: "PSV" oder "PSV Wesel") ist auch nach dem Abstieg der höchstspielende Fußballverein der Stadt Wesel mit seinen knapp 60.000 Einwohnern. Der Verein wurde zunächst als "Spielverein Lackhausen" am 15. August 1928 gegründet und trat bereits zur Vereinsgründung dem Westdeutschen Fußballverband bei. Auf Grund der strategisch wichtigen Lage an Rhein und Lippe wurde die Stadt Wesel im Zweiten Weltkrieg durch die Luftangriffe zu 97 Prozent zerstört. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, genauergesagt a
m 14. August 1948, beschlossen rund 50 Mitglieder des "Spielvereins Lackhausen" sowie des "Postsportvereins Wesel" eine Fusion zum heutigen "Postsport- und Spielverein Wesel-Lackhausen 1928". 2009 stieg der PSV Wesel erstmals in die sechstklassige Landesliga Niederrhein und nach zwei eher mittelmäßigen Spielzeiten mit den Plätzen 12 und 11 gelang ihn der Saison 2012/2013 der Meistertitel der Landesliga Niederrhein und somit erstmals in der Vereinsgeschichte der Aufstieg in die fünftklassige Oberliga Niederrhein. Nach nur einer Saison stieg man wieder in die Landesliga ab.