VfL Bochum 1848
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2.Bundesliga 13/14 - Sonntag, 11.Mai 2014, 15:30 Uhr
VfL Bochum - Karlsruher SC (0:0) 1:1

Spielort: Ruhrstadion, Bochum
Zuschauer: 14.282
VfL: Luthe - Klostermann, Maltritz, Eyjolfsson, Acquistapace - Freier (74.Sinkiewicz), Latza (46.Bulut), Zahirovic, Gulden - Aydin, Sukuta-Pasu (59.Kreyer)
KSC: Vollath - Klingmann, Gordon, Gulde (46.Stoll), Schiek - Schwertfeger (74.Dulleck) - Torres (65.Park), Krebs, Yabo, Nazarov - Hennings
Tore:
1:0 Zahirovic (62., Kopfball, Vorarbeit Gulden)
Schiedsrichter: Günter Perl (Pullach)

Im bedeutungslosen Heimspiel am letzten Spieltag gegen den Karlsruher SC gab es noch einmal einen Heimsieg, den insgesamt fünften(!) in der gesamten Saison 2013/2014. Es war das letzte Pflichtspiel für Marcel Maltritz (302 Ligaspiele und 17 Tore zwischen 2004 und 2014) und Slawo Freier (266 Ligaspiele und 24 Tore zwischen 1996 und 2004 und 2008 bis 2014), die vor dem Spiel ebenso verabschiedet wurden, wie der ausscheidende Finanzvorstand Ansgar Schwenken, sowie Christa Ternow, die seit 1971 für den VfL Bochum gearbeitet hatte. Was bleibt von dieser Saison 2013/2014 in positiver und negativer Hinsicht?

Positiv ist sicher, dass der Negativtrend der letzten Jahre, an dem folgerichtig eigentlich der Abstieg in die 3. Liga hätte stehen müssen, endlich mal gestoppt wurde. Zwar ging es auch keinen Schritt nach vorne, aber wenigstens auch keinen weiteren mehr nach hinten. Positiv wird mir von dieser Saison in Erinnerung bleiben, dass es auch endlich mal wieder seit ein paar Jahren leichte Ausschläge nach oben gab, als man zu Saisonbeginn bei Union Berlin und in Fürth gewann und auch den direkten Aufsteiger Paderborn zu Hause eindrucksvoll mit 4:2 bezwang und kurzzeitig sogar auf den dritten Platz kletterte. Was gibt es noch Positives? Sicherlich die ordentliche Auswärtsbilanz mit 21 von den insgesamt 40 geholten Punkten.

Neben der desaströsen Heimbilanz mit acht(!) Heimniederlagen ist der wichtigste negative Punkt dieser Saison wohl die Tatsache, dass in den Spielen selbst und auch generell überhaupt keine Fortschritte oder gar eine Weiterentwicklung zu erkennen waren. Zu sehen bekam man meist antiquierten Fußball, ohne Technik und Tempo, mit viel Verunsicherung und meist ohne erkennbares Zusammenspiel, so dass man sich häufig gefragt hat, was denn dort die ganze Woche lang beim Training geübt wurde? Häufig wirkte der Fußball des VfL Bochum völlig ohne Konzept, ohne einstudierte Spielzüge oder Laufwege, geschweige denn einem irgendwie erkennbar geplantem Spielaufbau, und die Spieler dementsprechend hilflos. Natürlich ist das auch eine Qualitätsfrage, weil man sich derzeit schlicht und einfach keine Spieler leisten kann, die hohe Ablösesummen kosten und das Gesamtniveau heben würden. Aber dieses Argument zählt für mich überhaupt nicht, wenn man auf der anderen Seite Konkurrenten wie Paderborn oder aber auch Aalen und Sandhausen betrachtet, die mit einem wesentlich geringeren Etat in der Abschlusstabelle (weit) vor dem VfL liegen. Mit der schlechtesten Platzierung im Profifußball, also der schlechtesten Saisonplatzierung seit 41 Jahren(!), landet der VfL Bochum dazu in der kommenden Saison erstmals wieder im Amateurtopf bei der Auslosung der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals. Die gute Jugendarbeit des VfL, in die jedes Jahr viel Geld investiert wird, wurde in dieser Saison leider auch ad absurdum geführt, weil die sportliche Führung sich scheute, Talente ins kalte Wasser zu schmeißen und lieber den erfahrenen Leuten zum wiederholten Mal trotz schlechter Leistungen die x-te Chance gab. Mit Ausnahme des letzten Spiels, in dem es sportlich um nichts mehr ging, kamen die eigenen Talente selten über Kurzeinsätze hinaus. Besonders mutig kann man das wohl eher nicht nennen, wenn man lieber arrivierte Spieler ständig positionsfremd einsetzt, weil man eigentlich denken könnte, dass man gerade in einer so genannten "Übergangssaison", wie diese vorher bezeichnet wurde, mal ein bisschen Risiko gehen könnte oder vielleicht sogar muss.

Letztendlich muss das Fazit für diese Saison lauten, dass man beim VfL Bochum mal wieder alle Saisonziele verpasst hat (Platz 8 und 12 sowie eine vielversprechende Mannschaft, auf die man aufbauen kann), aber glücklicherweise wenigstens den Super-GAU, also den Abstieg in die Drittklassigkeit verhindert hat.

Alle Spiele Bochum vs. Karlsruhe

67/68 (Pokal) VfL – KSC 3:1 (VfL-Tore: Klever,Böttcher,Eversberg)
70/71 (BL-AR) VfL - KSC 1:0 (Walitza)
75/76 (1.BL) VfL - KSC 4:2 (Kaczor,Eggeling,Eggert,Pochstein)
76/77 (1.BL) VfL - KSC 1:0 (Tenhagen)
80/81 (1.BL) VfL - KSC 0:0 (-)
81/82 (1.BL) VfL - KSC 3:1 (Abel,Knüwe,Bast)
82/83 (1.BL) VfL - KSC 0:1 (-)
82/83 (Pokal) VfL - KSC 3:1 (Woelk,Knüwe,Storck)
84/85 (1.BL) VfL - KSC 5:2 (Kree,Fischer,Knüwe,Kuntz,Benatelli)
87/88 (1.BL) VfL - KSC 5:0 (Leifeld(2),Nehl(2),Reekers)
88/89 (1.BL) VfL - KSC 2:0 (Leifeld(2))
89/90 (1.BL) VfL - KSC 2:0 (Rzehaczek,Nehl)
90/91 (1.BL) VfL - KSC 0:1 (-)
91/92 (1.BL) VfL - KSC 1:3 (Milde)
92/93 (1.BL) VfL - KSC 2:2 (Aden(2))
94/95 (1.BL) VfL - KSC 0:1 (-)
96/97 (1.BL) VfL - KSC 3:1 (Wosz(2),Donkov)
97/98 (1.BL) VfL - KSC 3:3 (Michalke(3))
99/00 (2.BL) VfL - KSC 2:1 (Peschel,Dickhaut)
01/02 (2.BL) VfL - KSC 1:1 (R.Schröder)
05/06 (2.BL) VfL - KSC 2:3 (Edu,van Hout)
06/07 (Pokal) VfL - KSC 3:2 (Butscher(2),Gekas)
07/08 (1.BL) VfL - KSC 2:2 (Sestak(2))
08/09 (1.BL) VfL - KSC 2:0 (C.Fuchs,Klimowicz)

10/11 (2.BL) VfL – KSC 1:1 (Jong)
11/12 (2.BL) VfL - KSC 0:0 (-)
13/14 (2.BL) VfL - KSC 1:0 (Zahirovic)

27 Spiele – 15 – 7 – 5 – 52:29 Tore