VfL Bochum 1848    
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2.Bundesliga 13/14 - Montag, 10.März 2014, 20.15 Uhr

VfL Bochum - Greuther Fürth (0:1) 0:2

Spielort: Ruhrstadion, Bochum
Zuschauer: 10.833
VfL: Luthe - Eyjolfsson (66.Cwielong), Maltritz, Fabian, Acquistapace (78.Butscher) - Tiffert, Jungwirth, Latza - Tasaka - Aydin, Sukuta-Pasu (67.Kreyer)
SGF: Hesl - Brosinski, Korcsmar, Röcker, Gießelmann - Fürstner (72.Sukalo), Sparv - Stieber, Pledl - Füllkrug (76.Azemi), Djurdjic (81.Trinks)
Tore:
0:1 Brosinski (41., direkter Freistoß, Rechtsschuss),
0:2 Azemi (90.+1, Vorarbeit Trinks)
Schiedsrichter: Tobias Stieler (Hamburg)

 

Anfang März herrschen in Deutschland frühsommerliche Temperaturen und da wollte sich natürlich auch der VfL Bochum nicht lumpen lassen, und spielte den dazu passenden pomadigen Sommerfußball, ohne viel Bewegung und Tempo im Spiel. Aber im Ernst: Auch wenn Greuther Fürth derzeit ein Spitzenteam der 2. Bundesliga ist und man die technische (und taktische) Überlegenheit deutlich spürte, hätten es sich die Gäste vorher bestimmt nicht erträumt, an diesem Abend so leicht an die drei Punkte zu kommen. Beim VfL Bochum ist man mittlerweile wieder einmal mitten in der Negativspirale angekommen, die man in den letzten Jahren schon so oft erlebt hat. Erst spielt man - gemessen an den Möglichkeiten - ganz ordentlich, aber sammelt zu wenig Punkte. Das Selbstvertrauen sinkt durch die fehlenden Erfolgserlebnisse irgendwann so in den Keller, dass man dann ab einem gewissen Zeitpunkt die folgenden Spiele desaströs oder zumindest emotionslos wirkend verliert. Das haben wir jetzt schon oft genug erlebt.

 

Viel erschreckender als die Niederlage gegen einen Aufstiegskandidaten war jedenfalls die Tatsache, dass im Spiel des VfL keinerlei Zusammenspiel oder System zu erkennen war. Da kann man noch nicht einmal mehr über die nicht das Tor treffenden Stürmer meckern, wenn diese noch nicht einmal mehr Torchancen bekommen, die sie vergeben können. Defensiv war das zwar wieder ganz ok, aber das war nach dem Freistoßgegentor kurz vor der Pause, als Luthe nicht gut aussah, auch schon wieder Makulatur. Denn jetzt musste ja der VfL Bochum automatisch offensiver werden und versuchen Druck auf den Gegner auszuüben, um zum Ausgleich zu kommen (und vielleicht im 12. Heimspiel endlich den 3. Heimsieg zu holen). Der Wille war auch absolut zu erkennen, aber offensiv wirkte das Spiel des VfL über weite Strecken so, als ständen an diesem Abend elf Einzelkünstler auf dem Rasen, die zufälligerweise das gleiche Trikot an hatten, aber offenbar noch nie zuvor gemeinsam trainiert oder gespielt hatten. So hatte Fürth überhaupt keine Probleme, den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Bei einem der sich zwangsläufig ergebenden Konter in der Nachspielzeit machten sie dann endgültig alles klar.

Ich weiß gar nicht, was schlimmer ist: Dass sich der VfL Bochum wieder mal in akuter Abstiegsgefahr befindet oder dass inzwischen auch bei den Fans eine solche Lethargie (mich eingeschlossen) eingezogen ist, dass man sich nach dem Spiel gar nicht mehr richtig über die Niederlage aufregt, sondern es einfach so hinnimmt. Eben auf die gleiche Art und Weise, wie es die VfL-Spieler auf dem Platz - mit zwei oder drei Ausnahmen - das zuvor auch getan haben. ABER: Noch ist nichts verloren und die vielleicht wichtigsten Spiele der Saison stehen unmittelbar bevor. In den nächsten vier Spielen trifft der VfL Bochum mit Aalen(A), Sandhausen(H), Ingolstadt(A) und Aue(H) ausnahmslos auf Teams, die in der Tabelle knapp davor liegen, also auf Teams, gegen die man punkten muss, wenn man weiter in der 2. Bundesliga spielen möchte.

Alle Spiele Bochum vs. Fürth

79/80 (Pokal) VfL – SpVgg 2:1 (VfL-Tore: Oswald,Kaczor)
99/00 (2.BL) VfL - SpVgg 1:2 (Weber)
01/02 (2.BL) VfL - SpVgg 1:1 (Freier)
05/06 (2.BL) VfL - SpVgg 1:1 (Misimovic)
10/11 (2.BL) VfL - SpVgg 0:2 (-)
11/12 (2.BL) VfL - SpVgg 1:4 (Freier)

13/14 (2.BL) VfL - SpVgg 0:2 (-)

7 Spiele – 1 – 2 – 4 – 6:13 Tore