VfL Bochum 1848    
 
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Boys Bielefeld
Arminia Forever
2.Bundesliga 13/14 - Freitag, 25.April 2014, 18:30 Uhr
VfL Bochum - Arminia Bielefeld (0:3) 1:4

Spielort: Ruhrstadion, Bochum
Zuschauer: 19.166
VfL: Luthe - Freier, Maltritz, Fabian, Butscher (85.Holthaus) - Jungwirth, Latza (72.Klostermann) - Tasaka, Cwielong (84.Eyjolfsson) - Kreyer, Sukuta-Pasu

DSC: Ortega - Strifler, Hübener, Salger, Feick - Schütz - Przybylko, C.Müller, Schönfeld (79.Appiah), Sahar (64.Renneke) - Klos (69.Burmeister)
Tore:
0:1 Sahar (14., Linksschuss, Vorarbeit C.Müller),
0:2 Sahar (31., Rechtsschuss, Klos),
0:3 Klos (39., Linksschuss, Schönfeld),
1:3 Butscher (72., Linksschuss),
1:4 C.Müller (86., Kopfball)
Schiedsrichter: Benjamin Cortus (Röthenbach a. d. Pegnitz)

An dieser Stelle habe ich schon oft geschrieben, dass immer, wenn man denkt, dass man schon alle Tiefpunkte und die schlimmsten und desaströsesten Auftritte des VfL Bochum gesehen hat, der VfL zeigt, dass es noch schlimmer kommen und werden kann. Dabei deutete bis ca. 18:45 Uhr vieles darauf hin, dass dies ein perfekter Fußballabend werden könnte. Schönstes Fußballwetter bei ca. 23°C, wunderschöne Choreographien von Block A und der Ostkurve mit Bezug auf das Bochumer Maiabendfest an diesem Wochenende, knapp 20.000 Zuschauer, mit großer Vorfreude, den möglichen letzten Schritt zum Klassenerhalt am drittletzten Spieltag zu feiern. Dazu als Gast der Vorletzte der Tabelle, Arminia Bielefeld, das möglicherweise am schlechtesten besetzte Team in dieser Liga, das sieben der letzten acht Spiele vor diesem Duell verloren hatte und das offensichtlich dem direkten Abstieg entgegen taumelte. Der 2:0-Auswärtserfolg des VfL bei Bielefeld in der Hinrunde war einer der souveränsten und eindeutigsten Siege dieser Saison.

Dann kam die 14. Spielminute und der erste Tiefschlaf in der Defensive des VfL, den Ben Sahar zum 0:1 für die Ostwestfalen nutzte. Wer zu dem Zeitpunkt noch an einen kleinen Schönheitsfehler an diesem Abend dachte, wurde in den nächsten zehn Minuten eines besseren belehrt, denn die Gäste übernahmen jetzt eindeutig das Kommando und der VfL wackelte auch weiter bedenklich in der Defensive. Zehn Minuten nach dem 0:1 wurde Bielefelds Klos schön freigespielt und lief alleine auf Luthe zu, der den Stürmer in fast schon gewohnter Form einfach mal abräumte. Glück für den VfL, dass der Schiedsrichter nur auf Gelb für den Bochumer Keeper entschied. Den fälligen Elfmeter hielt Luthe allerdings wieder mal bravorös. Wer jetzt auf einen Wendepunkt in dieser Partie hoffte, wurde bitte enttäuscht. Denn das Gegenteil war der Fall. Der VfL Bochum brach jetzt in dieser Phase des Spiels total auseinander, wie man es zumindest in dieser Saison selten gesehen hat, und lag nach 39 Minuten völlig verdient (auch in der Höhe) mit 0:3 hinten. In der zweiten Halbzeit merkte man den Gästen deutlich an, dass die Spielweise in der ersten Halbzeit viel Kraft gekostet hat. Leider konnte der VfL daraus aber keinerlei Kapital schlagen, denn wie so oft in dieser Saison gelang es überhaupt nicht, so etwas wie Druck aufzubauen. Erst als in der 72. Minute der 17-jährige Lukas Klostermann eingewechselt wurde, kam wieder etwas Schwung in das Offensivspiel der Gastgeber. Wenige Sekunden nach der Einwechslung erzielte Heiko Butscher den Anschlusstreffer zum 1:3. Wer jetzt auf einen Schlussspurt der VfLer hoffte, wurde erneut bitterlich enttäuscht. Nur zwei Minuten nach dem 1:3 hatte Piotr Cwielong das 2:3 auf dem Fuß, schaffte es aber nicht, den Ball im leeren Tor unterzubringen. In der 87. Minute war das Spiel dann endgültig gelaufen, als ausgerechnet Patrick Fabian, noch einer der besseren in einer grottenschlechten Bochumer Mannschaft, den Ball perfekt für Müller auflegte, der zum 1:4 einköpfte.

Jetzt brachen bei einigen Anhängern natürlich alle Dämme. Zum ersten Mal in dieser Saison hörte man deutlich vernehmbare "Neururer-raus"-Rufe, ein Teil der Ostkurve versuchte in den Innenraum zu gelangen und aus allen Bereichen des Stadion mussten sich die blau-weißen Akteure Beschimpfungen aller Art anhören. Darüber sollte man sich nicht wundern, wäre ein Erfolg gegen Bielefeld doch nicht nur für den Klassenerhalt, sondern auch für die Bochumer Fanseele wichtig gewesen.

Alle Duelle Bochum vs. Bielefeld:

71/72 (1.BL) VfL - DSC 2:1 (VfL-Tor: Walitza,Köper)
78/79 (1.BL) 
VfL - DSC 1:0 (Eggert)
80/81 (1.BL) 
VfL - DSC 0:2 (-)
81/82 (1.BL) 
VfL - DSC 1:1 (Lameck)
82/83 (1.BL) 
VfL - DSC 1:1 (Knüwe)
83/84 (1.BL) 
VfL - DSC 2:3 (F.Schulz,Eigentor)
84/85 (1.BL) 
VfL - DSC 1:1 (Kuntz)
88/89 (Pokal) 
VfL - DSC 4:1 n.V. (Legat,Leifeld,Bolzek,Heinemann)
95/96 (2.BL) 
VfL - DSC 2:0 (Wohlfarth,Peschel)
96/97 (1.BL) 
VfL - DSC 1:1 (Jack)
97/98 (1.BL) 
VfL - DSC 1:0 (Wosz)
01/02 (2.BL) 
VfL - DSC 0:0 (-)
02/03 (1.BL) 
VfL - DSC 0:3 (-)
04/05 (1.BL) 
VfL - DSC 1:1 (Madsen)
06/07 (1.BL) 
VfL - DSC 2:1 (Fabio Junior,Ilicevic)
07/08 (1.BL) 
VfL - DSC 3:0 (Mieciel(2),Dabrowski)
08/09 (1.BL) 
VfL - DSC 2:0 (Mieciel,Pfertzel)
10/11 (2.BL) 
VfL - DSC 3:1 (Freier,Dabrwoski,Jong)
13/14 (2.BL)
VfL - DSC 1:4 (Butscher)


19 Spiele, 9 - 6 - 4 , 28:21 Tore