VfL Bochum II
 
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Regionalliga 14/15 - Samstag, 8.November 2014, 14:00 Uhr
VfL Bochum II - Viktoria Köln (0:0) 0:0

Spielort: Lohrheidestadion, Wattenscheid
Zuschauer: 250
VfL: Weeke – Niepsuj, Jakubowski, Siala, Cokkosan – Zajas, Bulut - Brümmer (77.De Meo), Balci, Gündüz (69.Stock) – Göttel (79.Kulikas)
FCV: Pellatz – Koronkiewicz, Brzenska, Reiche, Schäfer – Dej – Röttger, Staffeldt, Nottbeck (58.Hamanaka/86.Löhden), Wunderlich – Assauer (58.Steegmann)

Tore:
keine
Schiedsrichter: Florian Exner (Beelen)
Gelb-Rote Karte: Jakubowski (Bochum, 89.)

Zum zweiten Mal in diesem Kalenderjahr empfing die U23 des VfL Bochum den FC Viktoria Köln im Lohrheidestadion, und zweiten Mal in diesem Kalenderjahr trennte man sich 0:0. Aber während das erste 0:0 im Februar ein torloses Unentschieden der eher langweiligen Art war, war dieses torlose Duell ein eigentlich interessantes Spiel mit vielen Torszenen, in dem eigentlich nur die Tore fehlten. Wenn man sich die Aufstellungen beider Teams anschaut, sieht man sofort den großen Umbruch, den es im vergangenen Sommer im U23-Kader des VfL Bochum gegeben hat. Mit Gündüz, Balci und Göttel waren auf Bochumer Seite nur noch drei Spieler dabei, die schon vor neun Monaten gegen die Kölner auf dem Platz standen.

Nach der grausamen Serie mit neun Niederlagen in zehn Spielen ist Tendenz der U23 des VfL Bochum so ganz langsam wieder ein wenig positiv. Zwar steht man nach wie vor auf einem Abstiegsplatz, aber in der vergangenen Woche siegte man mit 1:0 bei der U23 von Schalke 04 und an diesem sonnigen Samstag Nachmittag trotzte man dem großen Favoriten Viktoria Köln ein hochverdientes 0:0 ab. Vor diesem Spiel lagen die Kölner zwar weiter auf dem ersten Tabellenplatz der Regionalliga West, aber nach zuletzt zwei Niederlagen und zwei Unentschieden in den letzten vier Begegnungen stand man vor diesem Spiel schon gehörig unter Druck. Gegen den bisherigen Spitzenreiter (durch das heutige Unentschieden zog Alemannia Aachen vorbei) waren die VfLer über weite Strecken das bessere Team, kamen zu vielen guten Torchancen und hätten einen Erfolg mehr als verdient gehabt. Onur Bulut hatte in den ersten 45 Minuten die größte Chance des Spiels, als sein Schuss von der Unterkante der Latte zurück ins Feld prallte. In der zweiten Halbzeit hatte die "Zwote" Torchancen im Minutentakt, zeigte teilweise wunderschöne Kombinationen und die Gäste konnte sich kaum einmal befreien. Beinahe hätten die Gäste dann in der Nachspielzeit den Spielverlauf total auf den Kopf gestellt, aber Bulut rettete gleich zwei Mal innerhalb von ein paar Sekunden auf der Torlinie.

Der "Fußballclub Viktoria Köln von 1904" kommt aus dem rechtsrheinischen Kölner Stadtteil Höhenberg. Der Klub wurde erst am 22. Juni 2010 gegründet, nachdem der unmittelbare Vorläuferverein "SCB Viktoria Köln" 2010 in die Insolvenz gegangen war. Die Wurzeln des Vereins reichen bis ins Jahr 1904 zurück, als mit dem "FC Germania Kalk" der älteste Stammverein gegründet wurde. Es kam zu zahlreichen Fusionen. Unter den Vereinsnamen "Preußen Dellbrück" und "SC Viktoria Köln" spielte man in der damals noch erstklassigen Oberliga West bzw. zwischen 1978 und 1981 in der 2. Bundesliga Nord, ehe der Anschluss an den höherklassigen Fußball verloren ging. Seit der der Unternehmer Franz-Josef Wernze als Mäzen des Klubs eingestiegen ist und der FC Junkersdorf in den neuen Klub eingegliedert wurde, geht es steil bergauf. 2011/2012 wurde man als Aufsteiger fast ungefährdet Meister der fünftklassigen NRW-Liga und stieg dadurch in die viertklassige Regionalliga West auf. Die erste Saison 2012/13 in der viertklassigen Regionalliga West beendete Viktoria Köln nach einer Startphase mit acht Siegen in Folge und nach zwei Trainerwechseln auf dem 6. Tabellenplatz. Das alles war vor allem durch die vielen Ex-Profis möglich, die der Klub verpflichten konnte. In der Winterpause legte man noch einmal mit Zugängen wie Markus Brzenska (Energie Cottbus) oder Gaetano Manno (Preußen Münster) nach, die das mittelfristige Ziel des Klubs zeigen, die 3. Liga. Auch in der zweiten Saison in der Regionalliga verpasste man den Aufstieg knapp als Vierter.