VfL Bochum 1848
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2.Bundesliga(F) 14/15 - Sonntag, 19.Oktober 2014, 11:00 Uhr
VfL Bochum - VfL Wolfsburg II (2:2) 2:2

Spielort: Leichtathletikplatz am Ruhrstadion, Bochum
Zuschauer: 1.062
VfLB: Schlüter - Hoffmann, Grendel (68.Scholte), Bock, Bröckl - Heep, Angrinck - Richter (78.Ließem), Josten, Kurz (46.Buczkowski) - Grünheid
VfLW: Burmeister – Tietge, Brandenburg, Chluba, Meyer (87.S.Fischer) – Fiebig (46.Dick), Vetterlein, Stenzel, Knopp (72.Jakabfi) – Verseck, Sehan
Tore:
1:0 Richter (1.),
1:1 Stenzel (9.),
2:1 Grünheid (37.),
2:2 Stenzel (45.+1)
Schiedsrichter: Anna Katharina Scheib (Aarbergen)

5. Spieltag der 2. Bundesliga Nord der Frauen, und das Frauenteam des VfL Bochum empfing die Zweitvertretung des VfL Wolfsburg, der im (europäischen) Frauenfußball derzeit das Maß aller Dinge ist. Nachdem bei den ersten beiden Heimspielen dieser Saison gegen Holstein Kiel (4:1) und den 1. FC Lübars (0:3) jeweils 60 Zuschauer am LA-Platz am Ruhrstadion waren, waren an diesem spätsommerlich warmem Sonntag Morgen unglaubliche 1.062 Zuschauer zugegen. Der Grund dafür war eine kleine, unscheinbare Meldung auf der VfL-Website vom 3.10.2014, kurz vor dem Heimspiel der Profis gegen den 1. FC Nürnberg, in der die Auflösung der Frauenabteilung des VfL Bochum zum Ende der Saison 2014/2015 verkündet wurde. Egal, ob es einfach an der Art und Weise der Verkündung lag (die Verantwortlichen und Betroffenen erfuhren von Entscheidung, dass die gesamte Abteilung mit 120 Spielerinnen, Trainern und Betreuern einfach aufgelöst wird, erst einen Tag vorher oder am Tag selbst über das Internet) oder die Entscheidung selbst kritisiert wurde, löste das einen Sturm der Empörung in den Medien und der Lokalpolitik aus. Sogar die DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg, DFB-Direktorin Steffi Jones und Bundestagspräsident (und VfL-Mitglied) Norbert Lammert sagten der Fußballfrauen-Abteilung des VfL Bochum ihre Unterstützung zu. So stimmte auch die Mitgliederversammlung des VfL Bochum einen Tag nach diesem Spiel gegen Wolfsburg mehrheitlich (270:203 Stimmen) für die Zurücknahme der Auflösung der Frauenabteilung zum Ende der Saison 2014/2015. Alle diese Dinge, zusammen mit der erstaunlichen Kulisse von über 1.000 Zuschauern, waren ein starkes Signal für den Erhalt des Frauenfußballs beim VfL Bochum. Aber es bleibt zu hoffen, dass den vielen Worten jetzt auch Taten der in dieser Sache so engagierten Lokalpolitiker folgen, und ein eigenes Budget für die Frauenabteilung aufgestellt werden kann, das sowohl die gesamte Fußballabteilung des VfL Bochum finanziell etwas entlastet als auch den Frauenfußball in Bochum langfristig sichert!

Zum Sportlichen: Die Frauen des VfL Bochum wurden vor dieser Saison von der 2. Bundesliga Süd, wo man in der vergangenen Saison als Aufsteiger einen starken 6. Platz belegt hatte, in die 2. Bundesliga Nord versetzt. Nach einem guten Start mit einem 4:1-Heimsieg gegen Holstein Kiel und einem 2:2 beim BV Cloppenburg (nach 2:0-Führung für den VfL) folgte erst einmal die Ernüchterung, als man dem 1. FC Lübars klar 0:3 zu Hause unterlag und auch beim FSV Gütersloh trotz 1:0-Führung noch 1:3 verlor. Also handelte es sich an diesem Sonntag Morgen schon um ein so genanntes richtungsweisendes Spiel, in dem die VfL-Frauen, wahrscheinlich auch beflügelt von der ungewohnt großen Kulisse, "wie die Feuerwehr loslegten". Bereits nach 18 Sekunden traf Neuzugang Magdalena Richter zum 1:0 für den VfL Bochum. Das Torschussverhältnis von 17:4 für die Gastgeberinnen verdeutlicht, wer in diesem Spiel das eindeutig bessere und aktivere Team war. Hätten die Wolfsburgerinnen an diesem Tag nicht die überragende Junioren-Nationalspielerin Leonie Stenzel in ihren Reihen gehabt (und die Bochumerinnen ihre zahlreichen Chancen besser verwertet hätten), hätten sie dieses Duell wohl klar verloren. Aber so konnten sie zwei Mal die Heimführung wieder ausgleichen. Auch in der zweiten Halbzeit machten die Gastgeber weiter das Spiel, versuchten erneut in Führung zu gehen, während die Gäste weiterhin insgesamt harmlos blieben. Es blieb aber am Ende beim - aus Bochumer Sicht - eher unglücklichen Unentschieden. So bleiben die VfLerinnen vorerst auf dem achten Tabellenplatz (von 12 Teams) in der 2. Bundesliga Nord.