DJK TuS Hordel   
1
:
2
DSC Wanne-Eickel
  TuS Hordel Offiziell
:
  DSC Wanne-Eickel Offiziell
Westfalenliga 14/15 - Sonntag, 16.November 2014, 14:30 Uhr
TuS Hordel - DSC Wanne-Eickel (1:2) 1:2

Spielort: Stadion Hordeler Heide, Bochum
Zuschauer: 300
TuS: Kampschäfer - Debski (57.Helfer), Misawa, Büscher, Berlinski (71.Nonaka) - K.Rudolph (46.Barrera), P.Rudolph - Dragicevic, Iohara, Hoffmann - Ginczek
DSC: Johns - Sommer (8.Jubt), Baum, Melchner, Hahn - Greitemann, Lorenzen - Aydin (90.Nolte), Tomaschewski, Niedzicki - Nour (90.+2 Resulaj)
Tore:
1:0 K.Rudolph (10., Foulelfmeter),
1:1 Jubt (27.),
1:2 Nour (45.+1)
Schiedsrichter: wird nachgereicht

An diesem herbstlichen Sonntag Nachmittag bei Daurregen stand mal wieder das Derby zwischen DJK TuS Hordel und dem DSC Wanne-Eickel in der sechstklassigen Westfalenliga auf dem Programmm. Zwischen den Stadien der beiden Klubs liegen gerade einmal 4 km, was ca. 9 Minuten Fahrtzeit mit dem Auto bedeutet. Das Ganze unter fast komplett anderen Vorzeichen als in der vergangenen Saison. Während Hordel in der letzten Saison lange Zeit im Aufstiegsrennen dabei war, stand für den DSC Wanne-Eickel Abstiegskampf an. In dieser Saison dominieren die Wanne-Eickeler mit einem runderneutem und verstärktem Kader die Westfalenliga zusammen mit dem TSV Marl-Hüls und sprangen durch den heutigen Erfolg wieder auf den ersten Tabellenplatz (mit nur einer Saisonniederlage bislang, eine Woche zuvor 0:1 zu Hause gegen den SC Hassel), und untermauerte damit seine Aufstiegsambitionen. Die DJK Tus Hordel dagegen verlor durch diese Derbyniederlage ein bisschen den Anschluss an die anderen Klubs im Aufstiegskampf und liegt jetzt auf dem siebten Platz, schon acht Punkte hinter dem Spitzenreiter aus Wanne-Eickel.

Insgesamt sahen die knapp 300 Zuschauer ein sehr interessantes und von beiden Team sehr offensiv geführtes Spiel mit vielen Torchancen auf beiden Seiten. Hordel ging früh durch einen von Kapitän Kevin Rudolph verwandelten Foulelfmeter mit 1:0 in Führung. Direkt danach kam man zu einer weiteren Großchance, verpasste aber den Doppelschlag. Nach und nach wurden die Gäste immer stärker, und das 1:1 nach knapp einer halben Stunde Spielzeit war mittlerweile hochverdient. Nach dem Ausgleich spielte bis zum Pausenpfiff nur noch Wanne-Eickel und schaffte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit sogar noch den ebenfalls mittlerweile verdienten Führungstreffer. In der zweiten Halbzeit machten die Gäste nur noch das Nötigste, und Hordel drückte auf den Ausgleich. Die Gastgeber kamen auch zu einigen Großchancen, aber konnten Marcel Johns im Wanne-Eickeler Tor nicht mehr überwinden.

Der "Deutsche Sportclub Wanne-Eickel" wurde erst 1969 gegründet und ging aus dem "TB Eickel" hervor, also zu einer Zeit, als Wanne-Eickel noch eine eigenständige Stadt war (1975 wurde Wanne-Eickel in die Stadt Herne eingemeindet). Die Fußballabteilung des DSC entstand allerdings erst 1971 und startete in der damals noch drittklassigen Verbandsliga Westfalen. 1978 glückte der bislang sportlich größte Erfolg, als der DSC Wanne-Eickel unter Trainer Günter Luttrop in die 2. Bundesliga aufstieg. Das erste Zweitligajahr beendete man mit einem 13. Tabellenplatz. Auch im zweiten Jahr (Platz 11) konnte sportlich die Klasse gehalten werden; allerdings gab der Verein anschließend aus finanziellen Gründen die Lizenz zurück. Von 1980 bis 1993 gehörte man der damals noch drittklassigen und später viertklassigen Oberliga Westfalen an, wurde dort 1984/85 sogar einmal Vizemeister. Danach folgten zwei Jahre in der damals fünftklassigen Verbandsliga Westfalen. Tiefpunkt war der Abstieg in die Landesliga 2003. Seit 2005 spielen die DSC-Fußballer wieder in der Verbandsliga, die seit der Saison 2008/09 Westfalenliga heißt und nur noch die sechsthöchste Spielklasse im Ligensystem des deutschen Fußballs darstellt. 2006 war der DSC Wanne-Eickel Meister der Verbandsliga Westfalen geworden und hatte somit sportlich den Aufstieg in die Oberliga Westfalen geschafft. Allerdings bekam man keine Oberliga-Lizenz, da notwendige Lizenzierungsunterlagen nicht beim Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen eingereicht worden waren.