VdS 1920 Nievenheim
0
:
2
     Wuppertaler SV     
  VdS Nievenheim Offiziell
:
  Wuppertaler SV Offiziell
Oberliga Niederrhein 14/15 - Sonntag, 26.Oktober 2014, 15:00 Uhr
VdS Nievenheim - Wuppertaler SV (0:0) 0:2

Spielort:
Bezirkssportanlage Nievenheim, Dormagen
Zuschauer: 1.000
VdS: Sanchez Del Villar - Yilmaz, Volk (75.Buttchereit), Pelka, Rohde - M.Franciamore, Rommerskirchen (67.Tonou) - A.Franciamore, Scholz, Pelzer - Hauptmann
WSV: Fronczyk - Schmetz, Blotko (78.Leven), Thamm, Jasmund - Löbe, Gataric (84.Nadidai) - Ellmann (82.Nettersheim), Schurig, Weggen - D.Schmidt
Tore:
0:1 Jasmund (59.),
0:2 Ellmann (80.)
Schiedsrichter: Jörg Jörissen (Hürth)

"Das Spiel des Jahres", "Das größte Spiel der Vereinsgeschichte", "für uns das, was andere die Champions League nennen", das waren die Schlagzeilen in den Lokalmedien vor diesem Duell in der fünftklassigen Oberliga Niederrhein. Für den "Verein der Sportfreunde 1920 Nievenheim e.V.", aus einem 9.000-Einwohner-Dorf, das 1975 in die Stadt Dormagen eingemeindet wurde, war der Aufstieg in die Oberliga Niederrhein im vergangenen Frühjahr der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Zum allerersten Mal in der bald hundertjährigen Vereinshistorie spielt man in der Saison 2014/2015 fünftklassig. Bislang war der größte Erfolg der Aufstieg in die sechstklassige Landesliga Niederrhein, der man in der Saison 2002/03 und von 2012 bis 2014 angehörte. Da war es natürlich ein besonderes Highlight, wenn mit dem Wuppertaler SV ein ehemaliger Bundesligist nach Nievenheim kommt. Rund 1.000 Zuschauer ließen die kleine Anlage, die immerhin auf beiden Seiten über ein paar Stufen sowie sogar ein paar überdachte Sitzplätze verfügt, an diesem sonnigen Sonntag Nachmittag aus allen Nähten platzen. Also Ausnahmezustand im kleinen Vorort von Dormagen, aber alles perfekt organisiert, soweit ich das mitbekommen habe und beurteilen kann. Mindestens die Hälfte der Zuschauer waren den Gästen aus Wuppertal zuzuordnen, für die extra ein eigener Eingang eingerichtet wurde und die eine komplette Längsseite an diesem Nachmittag bekamen. Eine kleine Gruppe supportete wie immer pausenlos ihr Team, während der Großteil der Gästefans nur selten einmal in die Gesänge einstimmte oder gar andere anstimmte.

In der starken Anfangsphase verpassten die Gastgeber es mehrmals, das Führungstor zu machen, und so wurde der Favorit aus dem Bergischen Land mit fortschreitender Spieldauer immer stärker. Erst in der zweiten Halbzeit schafften es die Gäste richtig Druck aufzubauen und die Favoritenrolle zu erfüllen. Letztendlich gewann man dann doch noch souverän mit 2:0 durch Tore von Jasmund und Ellmann. Vielleicht gibt es für dieses "einmalige" Erlebnis sogar noch einmal eine Wiederholung. Denn der VdS Nievenheim schlägt sich als Außenseiter in der Oberliga Niederrhein bislang gar nicht schlecht. Nach gut einem Drittel der Saison liegt man auf dem zwölften Tabellenplatz, knapp vor den Abstiegsplätzen. Und der Wuppertaler SV, der Topfavorit auf den Aufstieg in die Regionalliga West in dieser Klasse, ist noch lange nicht aufgestiegen. Der WSV liegt nach dem heutigen Erfolg weiterhin auf dem zweiten Platz, jetzt nur noch vier Punkte hinter Spitzenreiter VfR Krefeld-Fischeln, der zeitgleich 0:1 bei Germania Ratingen verlor.