Duisburger FV 08  
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MSV Duisburg 1902
  Duisburger FV Offiziell
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  MSV Duisburg Offiziell
Niederrheinpokal 14/15 - Sonntag, 17.August 2014, 17:00 Uhr
Duisburger FV - MSV Duisburg (0:6) 0:9

Spielort:
Leichtathletikstadion BSA Wedau III, Duisburg
Zuschauer: 2.000
DFV: Quagliarella - Pawlik, U.Dittmer, Bilican (46.D.Ostojic), Campanella, M.Ostojic, Elshani, Mamuti (67.Müller), D.Dittmer (46.Kirivaloglu), Gümüs, Bagci
MSV: Ratajczak – Akarca, Kühne, M‘Bengue, Cömert – Michajlov, Aycicek (46.Böhm) – Klotz (40.Heidemann), Schnellhardt, Dum – Lekesiz
Tore:
0:1 Lekesiz (6.), 0:2 Aycicek (22.), 0:3 Dum (33.), 0:4 Aycicek (37.), 0:5 Lekesiz (38.), 0:6 Schnellhardt (44.), 0:7 Dum (61.), 0:8 Lekesiz (65.), 0:9 M‘Bengue (73.)
Schiedsrichter: Markus Wollenweber (Mönchengladbach)

Weiter ging es von Mülheim in etwa 15 Minuten mit dem Pkw hinüber nach Duisburg. Dort musste der MSV Duisburg, der gerade zwei Tage zuvor in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals überraschend den eine Klasse höher spielenden 1. FC Nürnberg besiegt hatte, schon wieder im Pokal antreten. Dieses Mal im Niederrheinpokal, beim ehemaligen Stadtrivalen Duisburger FV, der nicht auf seiner heimischen Anlage antrat, sondern im Leichtathletikstadion BSA Wedau III, also in unmittelbarer Nähe zur neuen MSV-Arena. Schon oft war ich an diesem Stadion beim Weg vom S-Bahnhof Schlenk zum Gästeblock im Wedaustadion vorbeigekommen, hatte die hübsche kleine Tribüne gesehen und mir gewünscht, dass dort mal ein Spiel stattfinden soll. An diesem Tag war es dann also so weit.

Am Eingang stellten wir uns an einem VW-Bus an, aus dem die Tickets für diese Begegnung verkauft wurden und bekamen erst einmal einen Schock, denn alle Tickets sollten 10 Euro kosten, und Ermäßigungen gab es nicht. Mike wollte gleich wieder die Rückfahrt per Bahn nach Bochum antreten, und ich überlegte noch, ob mir dieser garantiert nicht besonders spannende Pokalkick wirklich 10 Euro wert ist, also mehr Geld kostet, als ein Spiel des VfL Bochum von der Ostkurve aus zu verfolgen. Nach kurzer Diskussion enterten wir aber beide doch noch diesen eher selten bespielten Ground.

Das Spiel selbst war erwartungsgemäß nicht besonders spannend, auch wenn der MSV Duisburg nur mit einer verstärkten U23 antrat, 
und die Atmosphäre hatte eher etwas von einem Sonntagsausflug mit der ganzen Familie. Schon zur Pause stand es 6:0 für den Drittligisten, in der zweiten Halbzeit ging es mehr darum, dass sich niemand mehr verletzte, und so wurde der Kreisligist von einer zweistelligen Niederlage verschont. Wenigstens etwas Support bekamen wir für unser Geld geboten, denn eine kleine Gruppe Duisburger sang 90 Minuten durch.

Der "Duisburger Fußballverein von 1908" ist ein Traditionsklub aus Duisburg-Hochfeld, der in seinen besten Zeiten ein großer Rivale des MSV Duisburg war, derzeit aber nur in der Kreisliga A am Niederrhein spielt. Direkt nach dem Zweiten Weltkrieg hatte der Verein seine vielleicht größte Zeit, als 1949 sogar der Aufstieg in die Oberliga West, also die damals höchste Spielklasse gelang. Nach nur einer Saison war allerdings schon wieder Schluss mit der Erstklassigkeit. 1962 gelang noch einmal der Aufstieg in die 2. Liga West, aber danach ging es für den Klub rapide bergab. Mitte der 1980er Jahre sorgte man noch einmal bundesweit für ein paar Schlagzeilen, als man 1984/85 die erste Hauptrunde des DFB-Pokals erreichte. Dort war aber der damalige Erstligist Waldhof Mannheim beim 1:4 eine Nummer zu groß.