TSV Marl-Hüls
3
:
1
FC Brünninghausen
  TSV Marl-Hüls Offiziell
:
  FC Brünninghausen Offiziell
Westfalenliga 13/14 - Sonntag, 20.Oktober 2013, 15.00 Uhr
Spielort: Loekampstadion, Marl
Zuschauer: 300
TSV: Bley - Temel, Ballschmiede, Diericks, Flossbach (46.Fritzsche, 78.Lukas) - Sadlowski, Stondzik - Bastürk, Mutluer (65.Ural), Sdzuy - Erwig
FCB: Acil - Barton, Pinske, Kamrath, Birnkraut - Labarile, Kluy, Büth (66.Behrend), Ostrowski (68.Salou) - Gondrum, Polok
Tore:
1:0 Erwig (12.),
2:0 Erwig (36.),
2:1 Kluy (39.),
3:1 Bastürk (83.)
Schiedsrichter: Tim Zahnhausen (Herne)

Am 11. Spieltag der sechstklassigen Westfalenliga 2 kam es im Loekampstadion zu Marl zum Spitzenspiel zwischen dem heimischen TSV Marl-Hüls und den Gästen vom FC Brünninghausen aus Dortmund, zumindest was die finanziellen Möglichkeiten in dieser Liga angeht. Sportlich läuft es für den FC Brünninghausen aber nicht so gut. Und auch an diesem herbstlichen Sonntag Nachmittag unterlag man insgesamt wohl verdient beim TSV Marl-Hüls. In der ersten Halbzeit beherrschten die Gastgeber das Spiel nach Belieben. Als die Gäste kurz vor der Pause auf 2:1 verkürzen konnten, hätte es eigentlich schon 3:0 oder 4:0 für die Gastgeber stehen können. In der zweiten Hälfte warfen die Gäste naturgemäß alles nach vorne und drückten auf den Ausgleich. Sie kamen auch zu vielen gefährlichen Tormöglichkeiten. Das bedeutete natürlich auf der anderen Seite viele Kontermöglichkeiten für die Gastgeber vom TSV Marl-Hüls. Erst in der 83. Minute sorgte Bastürk für die endgültige Entscheidung zu Gunsten der Gastgeber. Auf Grund der starken zweiten Hälfte wäre ein Unentschieden wohl auch ok gewesen, aber insgesamt geht der Heimerfolg wohl in Ordnung.

Erst seit 2005 trägt der TSV Marl-Hüls seine Heimspiele im Loekampstadion aus, das vor kurzem sogar eine kleine Sitzplatztribüne und eine elektronische Anzeigentafel bekommen hat. Zur Anlage gehören neben dem Hauptplatz mit Kunstrasen auch noch drei Naturrasenplätze. Bis 2005 hat man im Jahnstadion, einem 25.000er-Ground, der aber baufällig geworden war, seine Heimspiele ausgetragen. Da die Stadt Marl seit einigen Jahren keine Gelder mehr in das Jahnstadion investiert, weil dort auf dem Gelände neue Häuser entstehen sollen, musste der TSV Marl-Hüls zwangsläufig aus seinem "Zuhause" ausziehen und sich eine neue Bleibe suchen. Der Zuschauerrekord von 18.000 Zuschauern im Jahnstadion stammt aus dem Jahr 1960, bei einem Heimspiel in der Oberliga West gegen den Wuppertaler SV.

Der TSV Marl-Hüls war in den vergangenen Jahren zwar nur die Nummer zwei in der Stadt, hinter dem VfB Hüls. Vor 1970 war allerdings der TSV Marl-Hüls das fußballerische Aushängeschild der Stadt. Der größte Erfolg war der Gewinn der Deutschen Amateurmeisterschaft 1954, als man im Finale vor 18.000 Zuschauern in der Schalker Glückauf-Kampfbahn die SpVgg Neu-Isenburg mit 6:1 besiegen konnte. 1960 gelang der Aufstieg in die Oberliga West, also in die damals höchste Spielklasse des deutschen Fußballs. Die Premierensaison 1960/61 beendete man auf Platz 12, darauf 1961/62 auf Platz 14. In der letzten Oberligasaison 1962/63 konnte jeder Verein einen Antrag auf Aufnahme in die zu gründende Bundesliga stellen. Als einziger Verein verzichtete der TSV darauf. Als abgeschlagener Letzter der Oberliga West gingen die Hülser in die Geschichte ein, ebenso wie ihre 1:11-Niederlage in jener Saison bei Borussia Dortmund. Der TSV spielte aber bis 1970 in der zweitklassigen Regionalliga West. Danach begann der sportliche Abstieg, der bis 2011 andauerte, als man zunächst die siebtklassige Landesliga aufstieg und nur eine Saison später auch noch den Aufstieg in die sechstklassige Westfalenliga. Derzeit sieht alles nach einem weiteren Klassensprung nach vorne aus.