Lommel United
3
:
0
Eendracht Aalst
  Lommel United Offiziell
:
  Eendracht Aalst Offiziell
2.Liga Belgien 13/14 - Samstag, 21.September 2013, 20.00 Uhr
Lommel United - Eendracht Aalst (2:0) 3:0

Spielort: Soevereinstadion, Lommel
Zuschauer: 1.000
LOM: Thoelen - Delande, Ryckx, Gano (57.Regales), Gaethofs - Brogno, Debauve (67.Jutten), Vanaken, Scheelen - Lenaerts (78.Goossens), Verbist

EAA: Van Den Noortgaete - Vanbelle, De Greef, De Cuyper (67.Bael), Martin - Janssens, Van Damme, Cerimagic (55.Van Belle), Bogaerts - De Neve, Smet (67.Filipovic)
Tore:
1:0 Brogno (23., Handelfmeter),
2:0 Gano (31.),
3:0 Regales (88.)
Schiedsrichter: wird nachgereicht
Rote Karte: Vanbelle (23., absichtliches Handspiel im Strafraum), Martin (49., grobes Foulspiel)

Nach der erneuten Heimniederlage des VfL Bochum gegen den VfR Aalen ging es an diesem sonnigen Samstag anschließend noch in ca. 1,5 Stunden ins belgische Lommel, wo das heimische "Lommel United" in der zweiten Liga an diesem Abend "Eendracht Aalst" am achten Spieltag empfing. Bis zur 23. Minute war es ein recht unspektakuläres und ausgeglichenes Spiel, bis ein Abwehrspieler der Gäste den Ball auf der Linie mit den Händen in Torwartmanier rettete. Dafür sah der Spieler von Eendracht Aalst natürlich Rot und dazu gab es Elfmeter für Lommel United, den Brogno sicher zum 1:0 verwandelte. Noch vor der Pause erhöhten die Gastgeber sogar auf 2:0. Als Gästespieler Martin kurz nach der Pause nach einem groben Foulspiel ebenfalls die Rote Karte sah, war das Spiel endgültig gelaufen. Die Gastgeber waren aber gnädig, und gaben sich keine besondere Mühe mehr, den Vorsprung zu erhöhen, was bei 11 gegen 9 wohl durchaus möglich gewesen wäre. Immerhin kamen sie kurz vor dem Abpfiff noch zum 3:0. Für die Gastgeber war es der erste Saisonsieg, wodurch sie in der Tabelle einen ordentlichen Sprung nach vorne machen konnten.

"Lommel United", aus der gleichnamigen 33.000-Einwohner-Stadt, die ganz im Norden Belgiens, direkt an der Grenze zu den Niederlanden liegt, ist der Nachfolgeklub des Traditionsklubs "Lommel SK", den es von 1932 bis 2003 gab. Der Klub pendelte in seiner Vereinsgeschichte meist irgendwo zwischen der dritten und vierten Liga. 1987 gelang erstmals der Aufstieg in die zweite Liga und nur fünf Jahre später gelang 1992 sogar erstmals der Aufstieg in die belgische Eliteklasse. Insgesamt hielt man sich acht Jahre lang ununterbrochen in der "Jupiler Pro League", bevor man 2000 wieder in die Zweite Liga abstieg. Aber nur ein Jahr später gelang der direkte Wiederaufstieg in die erste Liga, der man bis zum Konkurs 2003 dann wieder ununterbrochen angehörte. Der größte Erfolg in der Eliteklasse war ein fünfter Platz in der Saison 1996/97. Nach dem Konkurs fusionierte man mit "Koninklijke United Overpelt Lommel" zum neuen Klub "KVSK United Overpelt-Lommel" und startete in der dritten Liga. Nach nur zwei Jahren gelang der Aufstieg zurück in die zweite Liga, der man seitdem angehört. Zur Saison 2010/2011 fusionierte man erneute, dieses Mal noch mit "KFC Racing Mol-Wezel" und spielt seitdem unter dem Namen "Lommel United".

Das "Soevereinstadion" (auch "Stedelijk Sportstadion" also "Städtisches "Sportstadion" genannt) hat insgesamt eine Kapazität von 12.500 Plätzen, wovon 1.800 überdachte Sitzplätze sind, und liegt am nördlichen Ortsrand von Lommel, direkt an der Grenze zu den Niederlanden und ca. 30 Minuten von Eindhoven entfernt. In dem wunderschönen, alten Stadion, in dem merklich seit Jahren keine Modernisierung stattgefunden hat, hat schon der Vorgängerklub "Lommel SK" gespielt.

Auch "Eendracht Aalst", der heutige Gegner von Lommel, ist ein belgischer Traditionsklub, der einen Lizenzentzug hinter sich hat. Die erfolgreichste Zeit hatte der 1919 gegründete Klub aus Ostflandern, von 1994 bis 2002, als man ununterbrochen der belgischen "Jupiler Pro League" angehörte, und sich durch den vierten Platz 1994/1995 sogar für den UEFA-Cup qualifizieren konnte, wo man aber bereits in der zweiten Runde am AS Rom scheiterte. 2002 wurde dem Klub wegen finanzieller Probleme die Lizenz entzogen und man musste in der dritten Liga neu anfangen. Nachdem man relativ schnell wieder in die zweite Liga aufstieg, folgte anschließend ein sportlicher Absturz bis in die vierte Liga. 2011 gelang schließlich wieder der Aufstieg in die zweite Liga, in der man sich seitdem hält.