Hasper SV
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Lüner SV
  Hasper SV Offiziell
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  Lüner SV Offiziell
Landesliga Wf. 13/14 - Sonntag, 8.Dezember 2013, 14.30 Uhr
Hasper SV - Lüner SV (1:0) 3:0

Spielort: BSA Haspe, Hagen
Zuschauer: 50
HSV: Ricken - Heinzer, Grzybowski, Korkut, Dursun (77.Rüster) - Caliskan (67.Giemsa), Schoppen, Salvo, Özüsaglam (85.Kanschik), Malik - Demir
TuS: Erol - Bernstein-Campos, Bousaker, Gerleve - Rammel, Neumann (46.Herder), Cuper, Büyükdere (59.Kaya), Drees - Priemer (73.Akgül), Lorenz
Tore:
1:0 Caliskan (38., direkt verwandelter Freistoß),
2:0 Demir (76., Foulelfmeter),
3:0 Demir (90.)
Schiedsrichter: Josef Wenzel (Olpe)

An diesem ebenfalls schon wieder nebligen und nassen Sonntag Nachmittag ging es in ca. 30 Autominuten kurz hinüber nach Hagen, wo in der siebtklassigen Landesliga Westfalen der heimische Hasper SV den Lüner SV mit 3:0 im letzten Spiel vor der Winterpause besiegte. Der Hasper SV überwintert durch diesen Erfolg im oberen Tabellendrittel auf dem sechsten Platz, während der Lüner SV auf den elften Platz zurückfiel, nachdem man vorher nach zuletzt drei Siegen in Folge am vergangenen Spieltag auf Platz fünf nach vorne geklettert war. Es geht also sehr eng in der Landesliga zu. Den Tabellendritte hat gerade einmal acht Punkte Vorsprung vor dem 13., also dem letzten Platz vor den Abstiegsrängen. Ebenso eng ging es in diesem Spiel zu. Das 3:0 für den Hasper SV war für mich als neutralen Zuschauer viel zu hoch. Das Spiel war meiner Meinung insgesamt sehr ausgeglichen, mit leichten Vorteilen für den Lüner SV. Die Gäste dominierten die Anfangsphase der ersten Halbzeit und den Großteil der zweiten Halbzeit. Erst in der 76. Minute war dieses Spiel endgültig entschieden, als die Gastgeber nach einer der sich natürlich dementsprechend bietenden Konterchancen einen schmeichelhaften Foulelfmeter zugesprochen bekamen, den Demir zum 2:0 verwandelte. Nach Auflösungserscheinungen in der Defensive des Lüner SV erhöhte der HSV in der Nachspielzeit sogar noch auf 3:0.


Der "Hasper Sportverein e.V." aus dem gleichnamigen Stadtteil von Hagen entstand 1956 aus einer Fusion des "FC Harkorten" und dem "FC Union Haspe". Die erfolgreichste Zeit erlebte der Klub in den 1990er Jahren von 1994 bis 1999, als man in der damals viertklassigen Oberliga Westfalen spielte und oftmals mit um den Aufstieg in die damals drittklassige Regionalliga mitspielte, jedoch immer knapp scheiterte (Platzierungen: 5., 3., 2., 5., 15.). Nach dem Abstieg 1999 in die Verbandsliga folgte 2001 sogar der Absturz in die Landesliga, in der man auch heute noch spielt und die seit der Einführung der 3. Liga nur noch die siebthöchste Klasse ist. Seit 2001 spielt man in der Landesliga meist im Tabellenmittelfeld. Zwei Mal wurde der Wiederaufstieg in der Verbandsliga (jetzt Westfalenliga) nur knapp verpasst. 2007 scheiterte man als Zweiter in der Aufstiegsrelegation knapp am BV Brambauer, und 2011 unterlag man - ebenfalls als Vizemeister der Landesliga - der SpVgg Vreden und TuS Heven in der Aufstiegsrelegation.

Der Lüner SV wurde 1945 gegründet und feierte seine größten Erfolge in den 1960er und 1970er-Jahren, als man mehrfach in der zweithöchsten deutschen Fußballklasse spielte. 1963 wurde der LSV Westfalenmeister und Westdeutscher Meister, wodurch der Aufstieg in die damals zweitklassige Regionalliga sichergestellt werden konnte. Nach dem direkten Wiederabstieg und dem erneuten Aufstieg zwei Jahre später folgten zwischen der Saison 1967/68 und der Saison 1972/73 sechs weitere Jahre in der Regionalliga. Besonders bedeutsam waren vor allem die Lokalderbys gegen Borussia Dortmund im letzten Jahr der Regionalligazugehörigkeit. Nach einigen Jahren in der sportlichen Versenkung stieg man im Jahr 2000 wieder in die damals viertklassige Oberliga Westfalen auf. Zu der Zeit spielte der LSV in einer Klasse mit den Amateuren des VfL Bochum und hatte sogar eine kleine aber feine aktive Fanszene. Nach vier Jahren Viertklassigkeit stieg man wieder ab und landete anschließend erneut in der Bedeutungslosigkeit. 2010 stieg man sogar aus der siebtklassigen Landesliga in die achtklassige Bezirksliga ab, aus der man sich im Jahr 2012 als Meister wieder befreien konnte und seitdem immerhin wieder in der Landesliga spielt.